Dienstag, September 23 2008

Programmvorstellung Digikam

Digikam ist, wie der Name schon vermuten lässt, ein Fotoprogramm für KDE. Das Programm beherrscht alle gängigen Bildstandarts inklusive RAW. Ausserdem arbeitet es mit einer Vielzahl von Kameras perfekt zusammen. Digikam ist recht übersichtlich gestaltet und bietet links die Möglichkeit diverse Alben bzw. Ordner anzulegen, die dann wiederum mit Bildern gefüllt werden können. Der Inhalt der Alben wird in der Mitte als Thumbnail mit Datum, Uhrzeit und Bildname angezeigt. Rechts besteht die Möglichkeit eine Infoleiste einzublenden, welche EXIF Infos, Histogramme, Tags oder eine persönliche Bewertung des Bildes anzeigt. Desweiteren kann man hier auch GPS Koordinaten zu seinem Bild hinzufügen. Versieht man seine Bilder mit Stichworten, kann man sie später leicht filtern und wiederfinden. Generell bietet das Programm sehr gute Möglichkeiten, sämtliche Metatags in den Bildern zu ändern. Neben dieser normalen Ansicht ist es jederzeit Möglich in den normalen Bildmodus zu wechseln, bei dem das angeklickte Thumbnail groß angezeigt wird, ein weiterer Klick und man landet wieder im Thumbnailview. Für Leute die anderen gerne ihre Fotos zeigen, bietet Digikam den Diashow Modus, bei dem der gesamte Bildschirm für die Fotoanzeige verwendet wird und die gewünschten Bilder angezeigt werden. Aber Digikam wäre keine gute Fotoverwaltung, wenn es nicht auch gewisse Bildbearbeitungsfunktionen mit sich bringen würde. Einfach Dinge, wie z.B. Bild drehen, spiegeln oder anhand von EXIF Daten drehen und oder spiegeln erreicht man leicht per Tastaturshortcut oder schnell über das Menü. Doch damit nicht genug, Digikam hat eine integrierte Fotobearbeitungssoftware, die wirklich keine Wünsche offen lässt und das Bearbeiten in externen Programmen überflüssig macht. Tonwert und Farbkorrekturen, Weissabgleich, Rote Augen enfernen, Linsenverzerrung, Rauschunterdrückung, Restauration, Schärfen, Weichzeichnen, Zuschneiden, Größe ändern usw usw. Alles was man für die Fotobearbeitung braucht und eigentlich schon fast zuviel des Guten. Die Filter und Korrekturen sind recht schnell und es wird immer eine Vorher/Nachher Live Grafik des entsprechenden Bilds angezeigt. Man kann selbst wählen, ob durch eine Horizontale Linie, vertikale, der gleiche Bildausschnitt direkt nebeneinander und andere. Doch das ist längst nicht alles. Digikam bietet vielfältige Exportmöglichkeiten für Fotos und Alben. So ist es zum Beispiel möglich automatisiert HTML oder Flashgallerien zu erzeugen, Bilder mit entfernten Gallerien und Picasa oder Flickr abzugleichen oder mit den Bildern direkt eine Foto-CD zu produzieren. Ausserdem können Bilder direkt als Google Earth lesbares KML gespeichert werden. Der Funktionsumfang ist einfach rieseig. Gibt man Digikam die kipi Plugins an die Hand, wird es zu deinem Verbündetem und ein mächtiger Verbündeter wird es. Es bietet zum Beispiel die Suche nach Doppelten Bildern anhand von Hashes und Farbprüfung, das automatische Erstellen eines Fotokalenders oder das Erzeugen einer MPG-Diashow aus den Bildern für eine (S)VCD oder DVD. Auch der Export auf den Ipod beherrscht das Programm bzw. KIPI. Digikam besitzt einen RAW-Konverter, der auch im Stapelverarbeitungsmodus laufen kann. Grundsätzlich funktionieren Dinge wir Größe ändern, Farbfilter, Umkoprimierung und vieles mehr auch als Stapelverarbeitung, was die Arbeit sehr erleichtern kann. Wer noch mehr über Digikam wissen möchte, sollte sich auf der Webseite umsehen oder das Manual lesen.

Dienstag, August 26 2008

Grafiktreiber weg?!

Als ich vor Kurzem morgens meinen Rechner anschalten wollte, begrüßte der mich aus heiterem Himmel mit der Meldung meine Grafikkarte könnte nicht erkannt werden. Nichtmal als ich VESA als Treiber einstellte wollte mein X Server starten. Nun was tun? Wie ich später herausgefunden habe, hatte ich am Tag zuvor ein Kernelupdate durchgeführt, allerdings wurden die NVidia Treiber leider nicht automatisch an den neuen Kernel angepasst und waren deswegen faktisch nicht vorhanden. Aus der Konsole heraus installierte ich schnell EnvyNG mit: sudo apt-get install envyng Weil Envy auch einen netten Konsolenmodus hat startete ich mit sudo envyng -t und lies Envy meinen Nvidia Treiber für den aktuellen Kernel neubauen. Und siehe da, nach einem Neustart war alles wieder ok und auch meine Grafikkarte wurde wieder erkannt. Nichts desto trotz zeigt dieses Beispiel, dass bei Updates manchmal Probleme auftreten können.