Samstag, Juli 11 2009

Das automatisierte Heim

Ein kleiner Traum rückt näher: das vollautomatisierte Heim! Ich habe eine Relaiskarte bestellt, über die ich Funksteckdosen schalten kann. In Verbindung mit diversen anderen Programmen lassen sich so automatisch Lichtschalter betätigen, Kaffeemaschinen einschalten und noch vieles mehr. Der große Vorteil bei diesem Projekt besteht darin, dass alles komplett per Funk steuerbar ist, also keine nervige Verkabelung durch die halbe Wohnung notwendig ist. Technisch soll das ganze wie folgt funktionieren: An die Schaltausgänge der Relaiskarte (K8IO von Pollin.de) werden die Taster der Funkfernbedienung gelegt, damit sollte es dann möglich sein per Relais die Fernbedienungskontakte zu schliessen und ein an/aus Signal an die Steckdosen zu schicken. Da die Karte nur einen LPT Parallel Port Leitung hat, musste ich nun zusätzlich noch ein USB to RS232/LPT Adpaterkabel holen, denn diese  antiquierte Technik beherrscht mein neuer Rechner nicht mehr ohne Hilfe. Sollte alles glatt laufen, müsste die Karte über /dev/ttyUSB0 ansprechbar sein. Ich werde berichten, sobald alles da und zusammengebaut ist.

Freitag, Oktober 31 2008

Intrepid Ibex Fazit

Es ist da! Das neue Ubuntu! Nachdem ich in den Paketquellen die "Turnusmäßigen Freigaben" aktualisiert hatte, bekam ich die Benachrichtigung über das Distributionsupgrade in der Aktualisierungsverwaltung. Nach einigen Klicks gings los: 1400MB mussten heruntergeladen werden, dies dauerte gut 45 Minuten. Nach knapp 1 1/2 bis 2 Stunden war alles fertig und ich konnte das System neustarten, ohne Fehler. Hin und wieder musste ich das Ersetzen einer Konfigurationsdatei bestätigen, aber das wars auch schon. Nach dem Neustart wurde ich von meinem bekannten Anmeldebildschirm begrüßt. Schnell mein Passwort eingetippt und alles war "wie ich es verlassen hatte". Auch die 3D Grafiktreiber von Nvidia wurden problemlos aktualisiert. Eine Neuerung, die mir sofort auffiel, auf die allerdings auch durch das System hingewiesen wurde, der Logout Knopf verbirgt sich jetzt hinter dem Benutzernamen im Panel. Da für lässt sich mit einem Klick hierauf, sofort der Status von Pidgin und vermutlich auch anderen Messengern verändern und das Global. Programmtechnische Neuerungen bringt Ubuntu selbstverständlich auch einige mit, wobei meine Wünsche, wie z.B. die Firefox 3.1 Beta oder Open Office 3 dabei aussen vor blieben. Besonders hervorheben muss man aber die neue VLC Version sowie die neue Gimp Version. Hier hat sich im Vergleich zu den Vorgängern tatsächlich einiges getan. VLC begrüßte mich sofort beim Start mit der Meldung, dass es für mich Cover Art und Infos aus dem Netz holen könnte, wenn ich es wollte, da das Programm nicht einfach selbstständig auf das Internet zugreifen wolle. Na, das nenne ich doch mal ne Nachricht. Hier kann sich so mancher Redmonder mal eine Scheibe abschneiden. Was mal wieder nicht funktionierte, war die automatische Rekompilierung der Virtualbox Kernel Module, was mir noch ein bisschen Arbeit bereiten wird. Was auch nach dem Upgrade fehlte war die angepriesene Verschlüsselung des Home Verzeichnis. Nach einigen Recherchen im Netz wird die wohl nur bei Neuinstallation aktiviert. Wer dennoch einen Verschlüsselten Ordner nutzen möchte sollte folgendes in seine Konsole eintippen, bzw. per Paketmanager installieren:

sudo apt-get install ecryptfs-utils
Danach nur noch die Konfiguration starten. In der Konsole über:
ecryptfs-setup-private
Hier einmal, bzw. wer möchte auch 2x das Loginpasswort eingeben und bei nächsten Systemstart gibts auf dem Desktop den Verschlüsselten Ordner "Private" der nach dem Login ent- und beim Logout wieder verschlüsselt wird. Vieles hat sich anscheinend auch unter der Haube von Intrepid Ibex getan, denn meine komische alte Webcam, die lange nicht funktionierte, wird nun einwandfrei erkannt und läuft. Ibex bring auch eine riesige Menge an neuen WLAN Treibern mit, allerdings kriegen die meinen extrem Linuxfeindlichen Siemens USB Stick 108 nicht zum laufen. Macht aber nichts, ich habe ja Kabel ;) . Was mir sofort nach Systemstart auffiel, war die enorme Geschwindigkeitsverbesserung beim gesamten System. Fenster öffnen sich schneller und auch andere Programme starten schneller, wie ich finde wirklich merkbar. Vielleicht nur ein subjektiver Eindruck? Prinzipiell kann man nur sagen: Ein Hoch auf die Entwickler! Ach ja, auch bei Synaptic gibts eine kleine aber einschneidende Verbesserung: Man kann nun direkt auf der Oberfläche Suchbegriffe eintippen. Wirklich gut! Ausserdem wurde eine Gastsitzung eingeführt, bei der Gäste den Rechner nutzen können, ohne dabei mit den eigenen Einstellungen in Konflikt zu geraten oder eigene Daten zu sehen oder gar zu ändern. Fazit: Ein durchaus gelungenes System mit unproblematischem Update. Mal sehn obs beim Laptop auch so gut klappt.

Sonntag, August 31 2008

Neuinstallation oder Umzug von KDE nach Gnome

Da mein System nun schon einige Update auf dem Buckel hat, war es an der Zeit für eine Neuinstallation des Grundsystems. Vorher habe ich noch meinen komplettes Homeverzeichnis zu einem tarball gepackt und auf eine externe Festplatte kopiert. Sicher ist sicher. Das Praktische an der Tarball ist, das Dateirechte nicht verloren gehen, auch wenn man die Datei auf einem FAT32 Wechselspeicher ablegt. Nun war es Zeit! Die Installation ging, wie nicht anders erwartet, wie von selbst. Dummerweise habe ich meine alte Home Partition überschrieben, statt die vorhandene weiter zu nutzen. Aber für diese Fälle legt man ja ein Backup an. Ansonsten verlief die Installation ohne Probleme. Aber das ist ja auch selbstverständlich bei einem guten Betriebssystem, oder sollte es zumindest sein :). Und als dann irgendwann, nach einigen Kaffee mein altes /home Verzeichnis wieder an der Stelle war wo es hingehört, wurde mir der Vorteil eines Linux-Betriebssystems wieder mal bewusst: Alle Programme starteten ohne murren mit meinen vorher gespeicherten Einstellungen und das ohne Murren. Sogar meine Virtuelle Windows Maschine wurde sofort wieder erkannt. Das einzige kleine Manko war das nachinstallieren einiger Software (Amarok for life!). Das hätte ich natürlich auch umgehen können, hätte ich meine Paketliste vor der Neuinstallation mit: dpkg --get-selections > paketliste.txt gesichtert. Da ich das System allerdings schon mit einigem Müll belastet hatte, kam das nicht in Frage. Fazit: Der eine mag Gnome der andere KDE, ich bin über das eine zum anderen gekommen und muss sagen, dass mein "Umzug" bzw. meine Neuinstallation nicht einfacher hätte sein können.