Mittwoch, Dezember 17 2008

KDE für Windows

Unglaublich aber wahr! Statt Windows Nutzer dahin zu bringen, auf "die gute Seite der Betriebssysteme" zu wechseln, werden Programme nun nach und nach für Windows portiert. Fing alles mit der WUBI Installer an, geht es nun mit KDE for Windows weiter. Das Installerpackage installiert ausgewählte KDE Programme aus dem Internet auf dem Windows PC, wie es schon aus diversen Paketmanagern bekannt ist. Enthalten sind hier wirklich hochkarätige Programme wie z.B. Digikam, Amarok 2, KOffice und viele mehr, welche man vorher selektieren kann. Auch die KDE Education bzw. Lernsoftware lässt sich installieren. Auf jeden Fall äusserst empfehlenswert! Besonders für Leute, die sich von Windows nicht trennen können und trotzdem in den Genuß hochqualitativer Software kommen möchten. Da alle Pakete aus dem Internet installiert werden müssen, sollte auf jeden Fall eine Internetverbindung zur Verfügung stehen.

Freitag, Oktober 31 2008

Intrepid Ibex Fazit

Es ist da! Das neue Ubuntu! Nachdem ich in den Paketquellen die "Turnusmäßigen Freigaben" aktualisiert hatte, bekam ich die Benachrichtigung über das Distributionsupgrade in der Aktualisierungsverwaltung. Nach einigen Klicks gings los: 1400MB mussten heruntergeladen werden, dies dauerte gut 45 Minuten. Nach knapp 1 1/2 bis 2 Stunden war alles fertig und ich konnte das System neustarten, ohne Fehler. Hin und wieder musste ich das Ersetzen einer Konfigurationsdatei bestätigen, aber das wars auch schon. Nach dem Neustart wurde ich von meinem bekannten Anmeldebildschirm begrüßt. Schnell mein Passwort eingetippt und alles war "wie ich es verlassen hatte". Auch die 3D Grafiktreiber von Nvidia wurden problemlos aktualisiert. Eine Neuerung, die mir sofort auffiel, auf die allerdings auch durch das System hingewiesen wurde, der Logout Knopf verbirgt sich jetzt hinter dem Benutzernamen im Panel. Da für lässt sich mit einem Klick hierauf, sofort der Status von Pidgin und vermutlich auch anderen Messengern verändern und das Global. Programmtechnische Neuerungen bringt Ubuntu selbstverständlich auch einige mit, wobei meine Wünsche, wie z.B. die Firefox 3.1 Beta oder Open Office 3 dabei aussen vor blieben. Besonders hervorheben muss man aber die neue VLC Version sowie die neue Gimp Version. Hier hat sich im Vergleich zu den Vorgängern tatsächlich einiges getan. VLC begrüßte mich sofort beim Start mit der Meldung, dass es für mich Cover Art und Infos aus dem Netz holen könnte, wenn ich es wollte, da das Programm nicht einfach selbstständig auf das Internet zugreifen wolle. Na, das nenne ich doch mal ne Nachricht. Hier kann sich so mancher Redmonder mal eine Scheibe abschneiden. Was mal wieder nicht funktionierte, war die automatische Rekompilierung der Virtualbox Kernel Module, was mir noch ein bisschen Arbeit bereiten wird. Was auch nach dem Upgrade fehlte war die angepriesene Verschlüsselung des Home Verzeichnis. Nach einigen Recherchen im Netz wird die wohl nur bei Neuinstallation aktiviert. Wer dennoch einen Verschlüsselten Ordner nutzen möchte sollte folgendes in seine Konsole eintippen, bzw. per Paketmanager installieren:

sudo apt-get install ecryptfs-utils
Danach nur noch die Konfiguration starten. In der Konsole über:
ecryptfs-setup-private
Hier einmal, bzw. wer möchte auch 2x das Loginpasswort eingeben und bei nächsten Systemstart gibts auf dem Desktop den Verschlüsselten Ordner "Private" der nach dem Login ent- und beim Logout wieder verschlüsselt wird. Vieles hat sich anscheinend auch unter der Haube von Intrepid Ibex getan, denn meine komische alte Webcam, die lange nicht funktionierte, wird nun einwandfrei erkannt und läuft. Ibex bring auch eine riesige Menge an neuen WLAN Treibern mit, allerdings kriegen die meinen extrem Linuxfeindlichen Siemens USB Stick 108 nicht zum laufen. Macht aber nichts, ich habe ja Kabel ;) . Was mir sofort nach Systemstart auffiel, war die enorme Geschwindigkeitsverbesserung beim gesamten System. Fenster öffnen sich schneller und auch andere Programme starten schneller, wie ich finde wirklich merkbar. Vielleicht nur ein subjektiver Eindruck? Prinzipiell kann man nur sagen: Ein Hoch auf die Entwickler! Ach ja, auch bei Synaptic gibts eine kleine aber einschneidende Verbesserung: Man kann nun direkt auf der Oberfläche Suchbegriffe eintippen. Wirklich gut! Ausserdem wurde eine Gastsitzung eingeführt, bei der Gäste den Rechner nutzen können, ohne dabei mit den eigenen Einstellungen in Konflikt zu geraten oder eigene Daten zu sehen oder gar zu ändern. Fazit: Ein durchaus gelungenes System mit unproblematischem Update. Mal sehn obs beim Laptop auch so gut klappt.

Dienstag, September 23 2008

Programmvorstellung Digikam

Digikam ist, wie der Name schon vermuten lässt, ein Fotoprogramm für KDE. Das Programm beherrscht alle gängigen Bildstandarts inklusive RAW. Ausserdem arbeitet es mit einer Vielzahl von Kameras perfekt zusammen. Digikam ist recht übersichtlich gestaltet und bietet links die Möglichkeit diverse Alben bzw. Ordner anzulegen, die dann wiederum mit Bildern gefüllt werden können. Der Inhalt der Alben wird in der Mitte als Thumbnail mit Datum, Uhrzeit und Bildname angezeigt. Rechts besteht die Möglichkeit eine Infoleiste einzublenden, welche EXIF Infos, Histogramme, Tags oder eine persönliche Bewertung des Bildes anzeigt. Desweiteren kann man hier auch GPS Koordinaten zu seinem Bild hinzufügen. Versieht man seine Bilder mit Stichworten, kann man sie später leicht filtern und wiederfinden. Generell bietet das Programm sehr gute Möglichkeiten, sämtliche Metatags in den Bildern zu ändern. Neben dieser normalen Ansicht ist es jederzeit Möglich in den normalen Bildmodus zu wechseln, bei dem das angeklickte Thumbnail groß angezeigt wird, ein weiterer Klick und man landet wieder im Thumbnailview. Für Leute die anderen gerne ihre Fotos zeigen, bietet Digikam den Diashow Modus, bei dem der gesamte Bildschirm für die Fotoanzeige verwendet wird und die gewünschten Bilder angezeigt werden. Aber Digikam wäre keine gute Fotoverwaltung, wenn es nicht auch gewisse Bildbearbeitungsfunktionen mit sich bringen würde. Einfach Dinge, wie z.B. Bild drehen, spiegeln oder anhand von EXIF Daten drehen und oder spiegeln erreicht man leicht per Tastaturshortcut oder schnell über das Menü. Doch damit nicht genug, Digikam hat eine integrierte Fotobearbeitungssoftware, die wirklich keine Wünsche offen lässt und das Bearbeiten in externen Programmen überflüssig macht. Tonwert und Farbkorrekturen, Weissabgleich, Rote Augen enfernen, Linsenverzerrung, Rauschunterdrückung, Restauration, Schärfen, Weichzeichnen, Zuschneiden, Größe ändern usw usw. Alles was man für die Fotobearbeitung braucht und eigentlich schon fast zuviel des Guten. Die Filter und Korrekturen sind recht schnell und es wird immer eine Vorher/Nachher Live Grafik des entsprechenden Bilds angezeigt. Man kann selbst wählen, ob durch eine Horizontale Linie, vertikale, der gleiche Bildausschnitt direkt nebeneinander und andere. Doch das ist längst nicht alles. Digikam bietet vielfältige Exportmöglichkeiten für Fotos und Alben. So ist es zum Beispiel möglich automatisiert HTML oder Flashgallerien zu erzeugen, Bilder mit entfernten Gallerien und Picasa oder Flickr abzugleichen oder mit den Bildern direkt eine Foto-CD zu produzieren. Ausserdem können Bilder direkt als Google Earth lesbares KML gespeichert werden. Der Funktionsumfang ist einfach rieseig. Gibt man Digikam die kipi Plugins an die Hand, wird es zu deinem Verbündetem und ein mächtiger Verbündeter wird es. Es bietet zum Beispiel die Suche nach Doppelten Bildern anhand von Hashes und Farbprüfung, das automatische Erstellen eines Fotokalenders oder das Erzeugen einer MPG-Diashow aus den Bildern für eine (S)VCD oder DVD. Auch der Export auf den Ipod beherrscht das Programm bzw. KIPI. Digikam besitzt einen RAW-Konverter, der auch im Stapelverarbeitungsmodus laufen kann. Grundsätzlich funktionieren Dinge wir Größe ändern, Farbfilter, Umkoprimierung und vieles mehr auch als Stapelverarbeitung, was die Arbeit sehr erleichtern kann. Wer noch mehr über Digikam wissen möchte, sollte sich auf der Webseite umsehen oder das Manual lesen.