Mittwoch, Februar 18 2009

Open Source und die Menschen

opensource-communismFast jeder nutzt Firefox oder Thunderbird, doch immernoch kursiert anscheinend die Meinung "Was nix kostet kann nix taugen", obwohl schon diese beiden Programme das Gegenteil zeigen. Nimmt man als Beispiel die kostenlose Office Suite OpenOffice, die 1 zu 1 de selben Möglichkeiten bietet wie überteuerte Software von Mircosoft, stellt sich die Frage warum bleiben die Leute ihrer Software treu? Ich kenne Leute die lieber mit einer Word97 Version arbeiten, als eine Nagelneue OO-Writer Version aufzuspielen. Doch was verursacht eine solch starke Bindung? In erster Linie wohl die Angst vor Inkompatibilität und Designveränderung. Doch genau hier sollte man lieber die freie Alternative wählen, denn OO (OpenOffice) zum Beispiel unterstützt die gleichen Dokumentenformate wie sein komerzieller Bruder und liest sogar mehr als Word. Ich möchte nicht sagen, das Open Source Software immer das Nonplusultra ist, aber man kommt auch auf diesem Weg gut ans Ziel. Nehmen wir zum Beispiel die freie Grafiksoftware Gimp, dessen Pendant in der komerziellen Welt Adobe Photoshop darstellt. Ist man ehrlich mit sich selbst werden die wenigsten privaten Nutzer eine Lizenz für Photoshop besitzen, denn die kostet mehrere 100$. Klar ist der Funktionsumfang von Gimp nicht ganz so enorm wie der von Photoshop, aber für die meisten, selbst (semi)professionelle User, sollten die Funktionen reichen. Doch warum kaufen die Leute lieber teure Produkte statt freie Software zu nutzen? Unbekannte Alternativen? Unbehagen? Angst vor Fehlern? Ich weiss es nicht...

Freitag, Oktober 31 2008

Intrepid Ibex Fazit

Es ist da! Das neue Ubuntu! Nachdem ich in den Paketquellen die "Turnusmäßigen Freigaben" aktualisiert hatte, bekam ich die Benachrichtigung über das Distributionsupgrade in der Aktualisierungsverwaltung. Nach einigen Klicks gings los: 1400MB mussten heruntergeladen werden, dies dauerte gut 45 Minuten. Nach knapp 1 1/2 bis 2 Stunden war alles fertig und ich konnte das System neustarten, ohne Fehler. Hin und wieder musste ich das Ersetzen einer Konfigurationsdatei bestätigen, aber das wars auch schon. Nach dem Neustart wurde ich von meinem bekannten Anmeldebildschirm begrüßt. Schnell mein Passwort eingetippt und alles war "wie ich es verlassen hatte". Auch die 3D Grafiktreiber von Nvidia wurden problemlos aktualisiert. Eine Neuerung, die mir sofort auffiel, auf die allerdings auch durch das System hingewiesen wurde, der Logout Knopf verbirgt sich jetzt hinter dem Benutzernamen im Panel. Da für lässt sich mit einem Klick hierauf, sofort der Status von Pidgin und vermutlich auch anderen Messengern verändern und das Global. Programmtechnische Neuerungen bringt Ubuntu selbstverständlich auch einige mit, wobei meine Wünsche, wie z.B. die Firefox 3.1 Beta oder Open Office 3 dabei aussen vor blieben. Besonders hervorheben muss man aber die neue VLC Version sowie die neue Gimp Version. Hier hat sich im Vergleich zu den Vorgängern tatsächlich einiges getan. VLC begrüßte mich sofort beim Start mit der Meldung, dass es für mich Cover Art und Infos aus dem Netz holen könnte, wenn ich es wollte, da das Programm nicht einfach selbstständig auf das Internet zugreifen wolle. Na, das nenne ich doch mal ne Nachricht. Hier kann sich so mancher Redmonder mal eine Scheibe abschneiden. Was mal wieder nicht funktionierte, war die automatische Rekompilierung der Virtualbox Kernel Module, was mir noch ein bisschen Arbeit bereiten wird. Was auch nach dem Upgrade fehlte war die angepriesene Verschlüsselung des Home Verzeichnis. Nach einigen Recherchen im Netz wird die wohl nur bei Neuinstallation aktiviert. Wer dennoch einen Verschlüsselten Ordner nutzen möchte sollte folgendes in seine Konsole eintippen, bzw. per Paketmanager installieren:

sudo apt-get install ecryptfs-utils
Danach nur noch die Konfiguration starten. In der Konsole über:
ecryptfs-setup-private
Hier einmal, bzw. wer möchte auch 2x das Loginpasswort eingeben und bei nächsten Systemstart gibts auf dem Desktop den Verschlüsselten Ordner "Private" der nach dem Login ent- und beim Logout wieder verschlüsselt wird. Vieles hat sich anscheinend auch unter der Haube von Intrepid Ibex getan, denn meine komische alte Webcam, die lange nicht funktionierte, wird nun einwandfrei erkannt und läuft. Ibex bring auch eine riesige Menge an neuen WLAN Treibern mit, allerdings kriegen die meinen extrem Linuxfeindlichen Siemens USB Stick 108 nicht zum laufen. Macht aber nichts, ich habe ja Kabel ;) . Was mir sofort nach Systemstart auffiel, war die enorme Geschwindigkeitsverbesserung beim gesamten System. Fenster öffnen sich schneller und auch andere Programme starten schneller, wie ich finde wirklich merkbar. Vielleicht nur ein subjektiver Eindruck? Prinzipiell kann man nur sagen: Ein Hoch auf die Entwickler! Ach ja, auch bei Synaptic gibts eine kleine aber einschneidende Verbesserung: Man kann nun direkt auf der Oberfläche Suchbegriffe eintippen. Wirklich gut! Ausserdem wurde eine Gastsitzung eingeführt, bei der Gäste den Rechner nutzen können, ohne dabei mit den eigenen Einstellungen in Konflikt zu geraten oder eigene Daten zu sehen oder gar zu ändern. Fazit: Ein durchaus gelungenes System mit unproblematischem Update. Mal sehn obs beim Laptop auch so gut klappt.