Montag, Januar 26 2009

24p Wiedergabe mit dem PC

Da dies anscheinend mehrere Leute interessiert, möchte ich kurz ein paar Worte über die 24p-Wiedergabe von bzw.  mit einem PC verlieren. Erste Vorraussetzung um 24p am TV wiederzugeben muss der Fernseher und die Grafikkarte diese Bildwiederholfrequenz natürlich unterstützen (24p bedeutet Bildwiederholfrequenz von 24Hz bei einer Auflösung von 1920x1080 Pixeln). Bei Mainboards bzw. Garfikkarten mit einem HDMI Ausgang, sollte dies eigentlich möglich sein. Um die Wiedergabe vernünftig hinzubekommen, sollte ersteinmal ausschließlich der Fernseher per HDMI mit dem PC verbunden werden und nicht noch zusätzlich ein Monitor um dieses Fehlerquelle von Anfang an auszuschließen. Starten wir jetzt den Rechner, sollte dort schonmal ein Bild erscheinen, sprich der Bootschirm von Linux oder Windows. Da der Fernseher nun die einzige Anzeige im System ist, sollte das Bild auch nach dem Booten noch sichtbar bleiben. Wichtig ist auf jeden Fall, dass ein Grafiktreiber der neueren Generation installiert ist, denn im Treibermenü aufloesung (Catalyst Control Center oder Nvidia Treibermenü)  müssen wir die Bildschirmauflösung erstmal auf das Maximum hochdrehen und zwar 1920x1080. Ist diese Auflösung nicht verfügbar, ist entweder der Fernseher oder die Grafikkarte nicht in der Lage diese darzustellen. Da 24p ja einer Bildwiederholfrequenz von 24Hz entspricht, muss diese natürlich auch noch eingestellt werden. Standartmäßig wird der angeschlossene Bildschirm/Fernseher automatisch mit der maximalen Bildwiederholfrequenz betrieben, meist 60Hz um flüssigere Bewegungen ordentlich darstellen zu können und eventuelles Flackern zu unterbinden. Da wir in unserem Fall allerdings genau diese 24Hz haben möchten, stellen wir dies manuell ein. Mein Fernseher zeigte nach Übernahme der Einstellung sofort 1080/24p im Display, also genau das Richtige. Zusätzlich musste ich unter Ubuntu noch die Audioausgabe über HDMI aktivieren um auch Sound über das HDMI Kabel zum Fernseher zu senden. Diese Einstellung findet man bei Ubuntu im Soundmixer. Man wählt als Gerät den HDMI Ausgang und aktiviert den Schalter IEC958 (mein Gerät heisst "HDA ATI HDMI"). Eventuell muss man im jeweilgen Player noch das Ausgabegerät ändern, bei mir im VLC unter Optionen --> Audio --> Ausgabegerät auf ALSA ATI HDMI. So funktioniert die Wiedergabe von 24p Material inklusive Ton auf dem Fernseher. Nach dem Schauen sollte man nicht vergessen, den HDMI Ausgang wieder zu deaktivieren, denn sonst hat man über den normalen analogen Ausgang keinen Ton mehr ;).

Donnerstag, Dezember 18 2008

h.264 im Land der Polygone

nvidia_linuxEndich gibts ihn! Den langersehnten Treiber für Linux, der es der Grafikkarte nun gestattet der CPU bei der Dekodierung von HD Material unter die Arme zu greifen. Windowsuser kennen das als z.B. "Pure Video" - Technologie aus dem Hause Nvidia. Nachdem ATI nach inoffiziellen Berichten im Hintergrund an der XvBA API (X-Video Bitstream Acceleration) arbeitet und diese auch teilweise schon in den Catalyst Treiber integriert hat, kocht Nvidia ihr eigenes Süppchen, die VDPAU API (Video Decode and Presentation API for Unix). Die ist vergleichbar mit der Pure Video HD Technologie. Alle nötigen Files findet man ab sofort im neuen Treiber ab der Version 180.06, sodass bald mit einem breiten Spektrum an neuen Updates mit VDPAU gerechnet werden kann. Nvidia selbst liefert schon Patches aus um VDPAU mit dem mplayer nutzen zu können, dies schliesst auch Änderungen in libavcodec, libavutil, und ffmpeg mit ein. Den Patch findet man HIER auf Nvidias FTP Server. VDPAU ist derzeit in der Lage MPEG-1, MPEG-2, H.264, und VC-1 Bitstreams entscheidend zu beschleunigen, ausserdem bietet es eine API zur Bildnachbearbeitung bzw. Post-Processing (z.B. Deinterlace)  an. Die Nvidia Developer Documentation beschreibt dies so:
"The Video Decode and Presentation API for Unix (VDPAU) provides a complete solution for decoding, post-processing, compositing, and displaying compressed or uncompressed video streams. These video streams may be combined (composited) with bitmap content, to implement OSDs and other application user interfaces."
Bleibt abzuwarten, was die ganze Sache nun wirklich bringt, aber definitiv ein lang erwarteter Schritt in die richtige Richtung. Besonders im Bereich BluRay und HD Wiedergabe konnte Linux bisher leider noch nicht punkten, was sich wohl nach dieser Veröffentlichung geändert hat.

Mittwoch, November 5 2008

LCD Fernseher Kaufberatung

Die alte Röhre ist kaputt? Ein flacher soll her? Ok, nur welcher? Bei der Vielzahl der Geräte nicht einfach, aber die Auswahl lässt sich doch recht schnell reduzieren. Hier ein paar Tipps worauf man beim Kauf achten sollte. Falls Fragen offen bleiben, dürfen die natürlich gerne noch gestellt werden. Einfach einen kurzen Kommentar hinterlassen ;) Größe Zuerst sollte man sich der Größe des neuen Geräts bewusst sein, denn hier gilt nicht groß = gut, die Größe des Geräts (Bildschirmdiagonale) bestimmt maßgeblich die Entfernung aus der man fernsehen möchte. Sitzt man nicht mindestens 2,8m vom Gerät entfernt, sollte die Diagonale nicht mehr als 37" betragen. Ab 3m Entfernung machen größere Geräte ab 40" sinn. Denn ist das Bild zu groß, bzw. sitzt man zu nah kann man das komplette Bild nicht erfassen und selbstverständlich leidet dann auch die Bildqualität. Panelauflösung Je nach dem was man sich anschauen möchte, kommen mehr oder weniger Geräte in Frage. Wer nur normales Fernsehn, sprich PAL (DVB-T, DVB-C, DVB-S) oder DVD schaut, dem wird ein ein Gerät mit dem HD Ready Logo reichen. Diese sind meist merklich billiger als ihre "großen Brüder" die sg. Full HD Geräte. Aber auch nicht jedes Gerät, dass ein HD Ready Logo ziert ist auch ein Garant für Qualität. Denn HD Ready bedeutet nur, dass das Gerät in der Lage ist, hochauflösende Signale darzustellen. Das ist können die meisten schon alleine durch ihren HDMI Anschluss. Die Darstellung unterscheidet sich aber auch von Gerät zu Gerät, denn manche sind nicht einmal in der Lage nativ das kleine HD Signal, also 720p darzustellen. Diese nichtempfehlenswerten Geräte haben meist eine physikalische Auflösung von 1024 x 768 Pixeln, was nichtmal dem neuen Sendestandart im 16:9 Format entspricht, sondern 4:3, Schwarze Balken sind also vorprogrammiert. Diese Geräte können zwar HD Signale entgegennehmen, sie aber nicht technisch voll darstellen. Diese Geräte sind meist für einen kleinen Preis zu haben und stammen aus eher älteren Tagen. Das "kleine HD Signal" also 720p kommt mit einer Auflösung von 1280x720 Bildpunkten daher, darum sollte der Fernseher auch mindestens diese Auflösung bieten, wenn man sich mit der kleinen 720er HD Auflösung zufrieden gibt. Gängige Panels bieten hier eine Auflösung von 1366 x 768 Pixel und sind damit wirklich HD Ready. Plasmabildschirme sind derzeit nicht in der Lage höhere Auflösungen als HD Ready anzuzeigen, häufig nicht einmal so hohe. Hier ist also Vorsicht geboten! Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte sich ein so genanntes FullHD Panel zulegen, denn dieses punktet besonders bei HD Inhalten. Gleichzeitig "verschlechtert" natürlich das normale PAL Fernsehbild, das Pixel hierbei ja mehrfach verdoppelt werden um das Bild bildschirmfüllend anzuzeigen. Aus diesem Grund ist auch die Sitzentfernung wichtig! Wer BluRay Filme oder hochauflösendes Fernsehn geniessen möchte, kommt um ein Full HD Panel (1920x1080) nicht herum. Anschlüsse Neben der Panelauflösung spielen die Anschlussmöglichkeiten auch ein große Rolle. Hierbei sollte man sich überlegen, welche Geräte man gerne anschliessen möchte und welche man sich vielleicht in Zukunft noch zulegt. Die meisten Geräte bringen einen integrierten Tuner für Kabel und DVB-T mit, wobei man sich das Anschliessen eines externen Geräts unter Umständen sparen kann. Bei den meisten Geräten ist dieser interne digitale Receiver allerdings extrem schlecht, hier sollte man vorher im Laden nachsehen. Wer hochauflösendes Fernsehn schauen möchte, braucht mindestens einen HDMI Anschluss (High Definition Media Interface). Hier ist zu beachten, dass viele wohl neben ihrem normalen (HD)-Receiver vielleicht noch einen BluRay Player oder eine Spielekonsole anschliessen möchten. Also sollte der Fernseher besser mehrere HDMI-Anschlüsse haben, sofern man länger Spass am Gerät haben möchte, denn die analogen Verbindungen a la Scart sterben wohl früher oder später aus. Die beste analoge Verbindung ist übrigens der Yp Cr Pb oder auch Komponentenausgang genannt. Falls die Möglichkeit besteht, sollten analoge Geräte über diese Schnittstelle angeschlossen werden, da hier der Verlust durch die Umrechnung von digital zu analog Signal nur minimal ist. Theoretisch ist hierüber sogar die Übertragung eines HD Signals möglich. Wer einen PC oder Notebook an den Fernseher anschließen möchte, sollte statt des normalen analogen PC Eingangs, falls vorhanden vielleicht der DVI Ausgang mittels eines DVI -> HDMI Kabels benutzt werden, weil dieser auch Auflösungen > 1300 Pixeln erlaubt. Bravia, Pixel Plus und Co. Diese Engines bzw. Technologien tragen wesentlich zur Bildqualität bei. Sie sind häufig der Grund für höhere Preise bei Markengeräten. Allerdings bringen sie auch enorme Bildverbesserungen mit sich, denn sie sind meist eine auf Microchips gebannte Sammlung von komplexen und hochwertigen Bildbearbeitungsalgorithmen. Sie sind zum Beispiel für die Skalierung von Scart Signalen auf die volle Panelgröße verantwortlich und tun dies unterschiedlich gut bzw. nutzen unterschiedliche mathematisch-technische Verfahren. Wer einen Fernseher kaufen möchte, sollte sich vorher über diese Techniken genauer informieren und sie sich am besten auch anschauen. Sie trennen häufig auch die Spreu vom Weizen, denn Bild ist nicht gleich Bild, auch wenn es von der gleichen Quelle in den Fernseher gelangt. Generelles Generell sollte man sich nicht ausschließlich auf fremde Meinungen verlassen, sondern am Besten selbst im Laden testen. Das ist natürlich nicht immer möglich. Trotzdem sollte man bei Bewertungen im Internet immer beachten, dass Leute vielleicht unterschiedliches technisches Verständnis mitbringen und daher vielleich auch unterschiedliche Ansichten von einem guten Fernsehbild haben. Viele "Mängel" an Fernsehern sind wohl eher Konfigurationsprobleme oder mangelndes Verständnis. Prinzipiell sollte man sich Markengeräte wie Samsung, Sony, Panasonic oder Phillips oder auch Sharp zulegen, denn hier kann man sich guter Qualität meist sicher sein.

Freitag, Oktober 24 2008

1080/24p Wiedergabe

Ein Thema um das sich viele Gerüchte ranken, ist 24p. Genauergesagt die Wiedergabe von 24p Material. Doch zuerst ein wenig Theorie dazu: Das Format 1080p bedeutet, das ein Videosignal als Vollbilder (p = progressive) in der Auflösung 1920x1080 wiedergegeben wird. Analog hierzu gibts noch i-Signale (i = interlaced), also Halbbilder. Was nun besser ist, soll hier mal dahingestellt bleiben, denn beides hat seine Vor- und Nachteile. Aussen vor geblieben ist bei unserer Betrachtung die Bildwiederholfrequenz. Sie ist maßgebend, wie flüssig wir eine Bewegung empfinden. Ab ca. 20 Bildern pro Sekunde sieht unser Gehirn eine Bewegung als Flüssig an, dies entspricht 20Hz. Kinofilme werden standartmäßig mit genau 24 Bildern pro Sekunde aufgenommen und genau hier liegt der Hase im Pfeffer. Da alle Fersehgeräte mit 50 oder sogar 100Hz arbeiten, können sie technisch nicht einfach nur 24 Bilder anzeigen. Das bedeutet, dass vom Ferseher Zwischenbilder berechnet werden müssen. Nicht jeder Fernsehr ist dazu in der Lage und nicht jeder Fernseher tut das gleich gut. Hier gibts zu Teil gravierende Unterschiede. 24p bedeutet dann einfach nur, dass die 24 Vollbilder vom BD Player direkt zum Fernseher geleitet werden können und dieser die Bilder hochrechnet auf 50Hz. Wie geschickt er das tut hängt vom Modell ab. Wird jedes Bild einfach nur verdoppelt, ergeben sich unter Umständen Kanten, Echoeffekte oder anderes. Meist wird ein Zwischenbild aus mehreren Bildern einer Serie errechnet.  Wer noch mehr zu diesem Thema erfahren möchte, dem lege ich den Wikipedia ans Herz, denn dort steht alles noch genauer.

Montag, Oktober 13 2008

HDMI Kabel = HDMI Kabel?

Um mit den vielen Vorurteilen aufzuräumen, die im Internet kursieren möchte ich mal das Thema Kabel aufgreifen. Wie häufig falsch berichtet wird, wirkt sich die Qualität eines HDMI Kabels nur bedingt auf die Bildqualität aus. Das lässt sich einfach erklären, denn bekannterweise ist HDMI eine digitale Schnittstelle, was bedeutet, das Signale bestehend aus 0 oder 1, sprich an oder aus übertragen werden. Da HDMI keine Fehlerkorrektur für Bildinformationen vorsieht (nur für Steuerdaten und Audio) besteht hier auch nur die Möglichkeit, dass ein Bit korrekt übertragen wird, oder eben nicht. Die Qualität des Kabels trägt dazu nur bedingt bei, denn besteht einmal ein Übertragungskanal (Kabelverbindung) zwischen Videoquelle und Fernseher und es erscheint ein Bild, ist alles wunderbar. Anders als bei analogen Verbindungen ist gerade das "an" oder "aus" der große Vorteil der digitalen Verbindungen denn es ensteht kein Qualitäts- oder Signalverlust wie bei schlechten Scart- oder Antennenkabeln. Das Signal kommt direkt so beim TV an, wie es von der Disc gelesen wird. Natürlich hat man mit großer Sicherheit länger Freude an einem teureren Kabel, denn hier ist meist einfach nur die Verarbeitung besser. Wichtig für die Wiedergabe von 1080p Signalen insbesondere 24p, ist die Verwendung eines (mindestens) Kategorie 2, sprich HDMI 1.2 Kabels. Der Unterschied besteht hier in der höheren Übertragungsfrequenz von 340Mhz im Gegensatz zu 75Mhz im der Kategorie 1. Jedoch reicht ein Kategorie 1 Kabel locker für die Übertragung von 1080i Signalen aus. Eine Notwendigkeit für den Kauf teurer Oehlbach Kabel zum Beispiel besteht nicht! Denn eine Webseite zum Beispiel sieht mit ISDN genauso aus wie mit DSL. Es kommt also nicht auf den Übertragungsweg an! Der Inhalt ist der gleiche, nur die Geschwindigkeit ändert sich. So ähnlich kann man sich die Verbindung zwischen Videoquelle und TV Gerät auch vorstellen. Teurere Kabel sind in der Regel einfach besser abgeschirmt, resistenter gegen Störungen, verwenden bessere Stecker und Kabel, übertragen aber das Signal genauso gut wie das 1€ Kabel von Ebay.

Montag, September 22 2008

Digitale Signale Sony KDL 40 D3500

Wie Versprochen berichte ich auch noch über den Fernseher und die Qualität der digitalen Eingänge. Als Zuspieler wurde mir glücklicherweise eine Playstation 3 geliehen. Schon das Menübild der PS3 in 1080i wirkt scharf und farblich top. Das Signal wurde soforterkannt und auch die Auflösung. Beim Gucken einer DVD mit der PS3 wird bei nichtskalierung automatisch 576p wiedergegeben, also Vollbilder. Das hochskalierte  Bild der DVD sieht immernoch sehr gut aus und wirkt sehr gut. Man erkennt zwar Skalierungs bzw MPEG Artefakte und kleine Störungen und Unschärfen, doch das hängt wohl mit der "niedrigen" Auflösung der DVDs zusammen. Besser geht eben nicht. Den absoluten AHA Effekt erhielt ich beim Abspielen von BlueRay Filmen. 300 und Das Vermächtnis der Tempelritter dienten mir als Test. Nach dem Einlegen schaltet der Fernseher sofort in den 1080/24p Modus um. Das Bild ist gestochen scharf und die Farben sind brilliant. Bei manchen Kameraschwenks ließ sich jedoch ein Ruckeln des Bildes feststellen. Für mich nicht weiter tragisch, allerdings würde Echte Freaks das bestimmt stören. Wie ich etwas später herausfand tritt dieses Phänomen im "Theatre Mode" nicht auf, welches anscheinend den "True 24p" Mode des Fernsehers aktiviert, denn im Theater Modus sind die Bewegungen wirklich butterweich. Ein Ruckeln ist auch nach mehrmaligem Betrachten der gleichen Szenen nicht mehr oder nur noch ganz minimal festzustellen. Der Fernseher verarbeitet trotz fehlender 100hz und Motionflow Engine 24p korrekt und ohne Probleme. Ein wirklicher Augenschmauss. Analog und Digital also absolut empfehlenswert. Diesen Testzusatz habe ich zum kompletten Test hinzugefügt.

Donnerstag, September 18 2008

Testbericht Sony KDL 40 D3500

Ja, er ist da! Endlich! Und auch ich möchte meinen Testbericht beginnen, wie fast jeder Testbericht beginnt: Ich habe lange hin und her überlegt, Foren durchforstet, Rezensionen gelesen und bin in diverse Elektrodiscounter gerannt um DEN Fernseher zu finden. Schwierig, schwierig. Irgendwann bin ich beim Sony KDL 40 D 3500 gelandet, weil er mich preislich und auch durch die vielen positiven Rezensionen wirklich angesprochen hat. Gesagt, getan, gesucht, bestellt, gewartet, geliefert. Gut verpackt, wie es sich für ein solches Gerät gehört. Packungsinhalt: TV, Stromkabel, Fernbedienung, Batterien, Kabelschlaufe, Antennenkabel, Manuals in diversen Sprachen Soweit so gut. Fernseher aufgestellt und angeschlossen. Zuerst wird man zum auswählen einer Sprache ermuntert, die ist schnell gewählt. Als nächstes muss die Empfangsart ausgewählt werden: Kabel (DVB-C) oder Antenne (DVB-T). Dann führt der Fernseher einen Sendersuchlauf durch und durchsuchte nachdem der digitale Suchlauf zuende war sogar noch das analoge Frequenzband. Da es hier nur digital gibt, fand er natürlich nichts. Das erste richtige Bild mit dem mich der Fernseher begrüsste war das DVB-T Bild von ARD. Sofort poppte im oberen Drittel des Bildschirms das EPG auf und informierte mich über die laufende Sendung. Nach kurzer Zeit war es weg und das TV Bild war komplett da. Naja... nicht so toll... etwas übersättigt und recht schlecht aufgelöst. Das kann ja noch was werden. Ein bisschen gezappt und geguckt... OK. Das Bild war nicht so dolle, aber in Ordnung wenn man nicht gerade direkt davor steht. Als nächstes war der Sat Receiver dran. Eine digitale Sagem DBox 2, leider nur mit Scart Ausgang. Hier erwartete ich wenig Wunder, wurde aber auf wundersame Weise überrascht, denn das Bild war wirklich gut! Natürlich nicht zu vergleichen mit einem digital eingespielten, aber trotzdem. Für Scart Verhältnisse ein wirklich gutes Bild. Die Bravia Engine leistet gute Dienste. Von dieser Qualität wirklich überrascht zappte ich durch die Kanäle. Ob Laufbänder bei N24, n-tv und Co oder normaler Film, gutes Bild! Keine unleserlichen Farbklumpen. Auch Fussball war gut. Nun sollte zur Krönung des ganzen mein DVD Player mal zeigen was er kann, denn der hat einen YUV Komponentenausgang und beherrscht Progressive Scan! Auch hier konnte mich der Fernseher überzeugen! Die testweise eingelegte Herr der Ringe DVD war gestochen scharf und die Farben absolut brilliant! Besonders der Schwarzwert des Fernsehers ist enorm. Ich habe bei so gut wie keinem TFT Fernseher einen so guten Schwarzwert gesehen! TOP! Wenn ich nicht wüsste, dass es noch besser geht, ich würde es nicht glauben. Als letztes habe ich noch schnell meinen Laptop an den analogen PC Eingang angeschlossen. Leider kann der laut VESA Standart nicht mehr als 1360x768 Pixel annehmen. Mal sehn was der TV über HDMI bzw. DVI hergibt, wenn ich ein passendes Kabel habe. Aber auch das analoge Bild war wirklich nicht zu verachten! Auch der TrueHD Photo Modus macht einen tollen Eindruck bei Diashows und verbessert die Bilddarstellung enorm. Der integrierte "Theatre Mode" macht besonders beim Filmgucken enorm Spass, dieser Verbessert Bewegungen und passt dem Farbraum etwas an und reduziert die Helligkeit um DAS Kinofeeling nach Hause zu bringen. Allerdings ist der wirklich nur im dunkeln zu Empfehlen, weil das Bild wirklich enorm abgedunkelt wird. Dieser Modus ist laut Anleitung von Sony Entertainment und der Filmindustrie entwickelt um dem Zuschauer die korrekte Wiedergabe von Farben und Helligkeit zu ermöglichen. Das Display ist genrell ziemlich gut und sehr Blickwinkel stabil. Sowohl von den Seiten als auch von oben und unten, man erkennt keine Farbveränderungen. Durch die relativ matte Oberfläche spiegelt es nicht und bietet eine gute Sicht. Da ich vorher einen 70er Röhrengerät hatte ist die Umstellung auf ein solches Bildformat enorm. Besonders wenn 16:9 Sendungen wie z.B. Fussball bildschirmfüllend auf der vollen Bildschirmdiagonale wiedergegeben werden. Von den angeblich total unansehnlichen werkseitigen Farben konnte ich nichts feststellen. Lediglich der Bildmodus "brilliant" zaubert ekelhaft bunte Farben auf den Schirm. Stellt man diese Einstellung auf "standart" kann man prima fernsehn. Ich habe nur ein wenig den Kontrast und die Hintergrundbeleuchtung angepasst, ansonsten kann man alles komplett so übernehmen. Die Menüs sind generell sehr übersichtlich gehalten. Man erreicht schnell die gewünschte Einstellung ohne langes tippen auf der Fernbedienung. Auch die Anordnung der Tasten auf der Fernbedienung sind gut und schnell erreichbar. Besonders positiv anzumerken ist, dass man für jede Video- bzw. Audioquelle einzeln Bild und Toneinstellungen speichern kann. Der Fernseher beherrscht PAP mit dem integrierten DVB Tuner und einer beliebigen anderen Quelle. Da ich den DVB-T Empfang wieder eingestellt habe, kommt diese Funktion für mich nicht in Frage. Der Sound das TVs war nach ersten kurzen Tests ganz in Ordnung. Da ich generell immer über meine Anlage höre ist es mir relativ egal was soundmäßig aus dem Fernseher herauskommt. Bei einem kurzen Spiel mit der Wii, dessen Sound direkt aud dem Fernseher kam hörte es sich allerdings ganz gut an. Wer jetzt auf Heimkinosound steht, wird vermutlich sowieso nicht über den Fernseher hören. Für Otto Normalverbraucher ist der Ton denke ich völlig in Ordnung. Da ich leider kaum Vergleichsmöglichkeiten mit anderen TVs habe kann ich nicht viel mehr sagen, mir gefällt das Bild und der gesamte Fernseher und es macht wirklich Spass Filme und sogar normales PAL Fernsehen damit zu gucken. Wenn ich mir digitale Quellen besorgt habe wie zB. eine PS3 oder einen HDTV Sat Receiver werde ich diesen Test auf jeden Fall noch ergänzen. Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung, wie gehabt einfach Kommentar abschicken. P.S.: KDL 40 D 3500 AEP ist der gleicher Fernseher! Nur ein Import, der nicht für den deutschen Markt bestimmt war. Technisch sind beide Versionen absolut gleich. UPDATE 22.09.08: Digitale Signale. Wie Versprochen berichte ich auch noch über den Fernseher und die Qualität der digitalen Eingänge. Als Zuspieler wurde mir glücklicherweise eine Playstation 3 geliehen. Schon das Menübild der PS3 in 1080i wirkt scharf und farblich top. Das Signal wurde soforterkannt und auch die Auflösung. Beim Gucken einer DVD mit der PS3 wird bei nichtskalierung automatisch 576p wiedergegeben, also Vollbilder. Das hochskalierte  Bild der DVD sieht immernoch sehr gut aus und wirkt sehr gut. Man erkennt zwar Skalierungs bzw MPEG Artefakte und kleine Störungen und Unschärfen, doch das hängt wohl mit der "niedrigen" Auflösung der DVDs zusammen. Besser geht eben nicht. Den absoluten AHA Effekt erhielt ich beim Abspielen von BlueRay Filmen. 300 und Das Vermächtnis der Tempelritter dienten mir als Test. Nach dem Einlegen schaltet der Fernseher sofort in den 1080/24p Modus um. Das Bild ist gestochen scharf und die Farben sind brilliant. Bei manchen Kameraschwenks ließ sich jedoch ein Ruckeln des Bildes feststellen. Für mich nicht weiter tragisch, allerdings würde Echte Freaks das bestimmt stören. Wie ich etwas später herausfand tritt dieses Phänomen im "Theatre Mode" nicht auf, welches anscheinend den "True 24p" Mode des Fernsehers aktiviert, denn im Theater Modus sind die Bewegungen wirklich butterweich. Ein Ruckeln ist auch nach mehrmaligem Betrachten der gleichen Szenen nicht mehr oder nur noch ganz minimal festzustellen. Der Fernseher verarbeitet trotz fehlender 100hz und Motionflow Engine 24p korrekt und ohne Probleme. Ein wirklicher Augenschmauss. Analog und Digital also absolut empfehlenswert.