Freitag, Oktober 31 2008

Intrepid Ibex Fazit

Es ist da! Das neue Ubuntu! Nachdem ich in den Paketquellen die "Turnusmäßigen Freigaben" aktualisiert hatte, bekam ich die Benachrichtigung über das Distributionsupgrade in der Aktualisierungsverwaltung. Nach einigen Klicks gings los: 1400MB mussten heruntergeladen werden, dies dauerte gut 45 Minuten. Nach knapp 1 1/2 bis 2 Stunden war alles fertig und ich konnte das System neustarten, ohne Fehler. Hin und wieder musste ich das Ersetzen einer Konfigurationsdatei bestätigen, aber das wars auch schon. Nach dem Neustart wurde ich von meinem bekannten Anmeldebildschirm begrüßt. Schnell mein Passwort eingetippt und alles war "wie ich es verlassen hatte". Auch die 3D Grafiktreiber von Nvidia wurden problemlos aktualisiert. Eine Neuerung, die mir sofort auffiel, auf die allerdings auch durch das System hingewiesen wurde, der Logout Knopf verbirgt sich jetzt hinter dem Benutzernamen im Panel. Da für lässt sich mit einem Klick hierauf, sofort der Status von Pidgin und vermutlich auch anderen Messengern verändern und das Global. Programmtechnische Neuerungen bringt Ubuntu selbstverständlich auch einige mit, wobei meine Wünsche, wie z.B. die Firefox 3.1 Beta oder Open Office 3 dabei aussen vor blieben. Besonders hervorheben muss man aber die neue VLC Version sowie die neue Gimp Version. Hier hat sich im Vergleich zu den Vorgängern tatsächlich einiges getan. VLC begrüßte mich sofort beim Start mit der Meldung, dass es für mich Cover Art und Infos aus dem Netz holen könnte, wenn ich es wollte, da das Programm nicht einfach selbstständig auf das Internet zugreifen wolle. Na, das nenne ich doch mal ne Nachricht. Hier kann sich so mancher Redmonder mal eine Scheibe abschneiden. Was mal wieder nicht funktionierte, war die automatische Rekompilierung der Virtualbox Kernel Module, was mir noch ein bisschen Arbeit bereiten wird. Was auch nach dem Upgrade fehlte war die angepriesene Verschlüsselung des Home Verzeichnis. Nach einigen Recherchen im Netz wird die wohl nur bei Neuinstallation aktiviert. Wer dennoch einen Verschlüsselten Ordner nutzen möchte sollte folgendes in seine Konsole eintippen, bzw. per Paketmanager installieren:

sudo apt-get install ecryptfs-utils
Danach nur noch die Konfiguration starten. In der Konsole über:
ecryptfs-setup-private
Hier einmal, bzw. wer möchte auch 2x das Loginpasswort eingeben und bei nächsten Systemstart gibts auf dem Desktop den Verschlüsselten Ordner "Private" der nach dem Login ent- und beim Logout wieder verschlüsselt wird. Vieles hat sich anscheinend auch unter der Haube von Intrepid Ibex getan, denn meine komische alte Webcam, die lange nicht funktionierte, wird nun einwandfrei erkannt und läuft. Ibex bring auch eine riesige Menge an neuen WLAN Treibern mit, allerdings kriegen die meinen extrem Linuxfeindlichen Siemens USB Stick 108 nicht zum laufen. Macht aber nichts, ich habe ja Kabel ;) . Was mir sofort nach Systemstart auffiel, war die enorme Geschwindigkeitsverbesserung beim gesamten System. Fenster öffnen sich schneller und auch andere Programme starten schneller, wie ich finde wirklich merkbar. Vielleicht nur ein subjektiver Eindruck? Prinzipiell kann man nur sagen: Ein Hoch auf die Entwickler! Ach ja, auch bei Synaptic gibts eine kleine aber einschneidende Verbesserung: Man kann nun direkt auf der Oberfläche Suchbegriffe eintippen. Wirklich gut! Ausserdem wurde eine Gastsitzung eingeführt, bei der Gäste den Rechner nutzen können, ohne dabei mit den eigenen Einstellungen in Konflikt zu geraten oder eigene Daten zu sehen oder gar zu ändern. Fazit: Ein durchaus gelungenes System mit unproblematischem Update. Mal sehn obs beim Laptop auch so gut klappt.

Montag, September 29 2008

Von WDS und WEP

Die meisten kennen das Problem. Man hat einen Router mit WLAN und möchte 2 Etagen tiefer auch gerne per Funk ins Internet. Doch da ist bei 95% der Router Schluss. Wenn überhaupt noch eine Verbindung zustande kommt, liegt deren Datendurchsatz bei dem eines 14.4 Modems. Was liegt also nah? Na klar ein Repeater muss her. Da ich schon viel über WDS (Wireless Distribution Service) gelesen hatte und wusste, dass Repeater unterschiedlicher Firmen sich häufig nicht verstehen kaufte ich in weiser Vorraussicht den Siemens Gigaset Repeater 108, der sich mit dem Siemens Router SE 555 verständigen sollte. Als technisch versierter und vorsichtiger Mensch hatte ich mein WLAN mit einer WPA2 Verschlüsselung abgesichert, auch der Repeater unterstützte dies. Prima! Repeater in den Repeater Mode geschaltet, im Router WDS aktiviert und beide Geräte haben sich gefunden. Leider wollte mein Notebook keine Verbindung mit dem neuangebrachten Repeater aufbauen und auch kein anderes Gerät. Neukonfiguration. Alles nochmal überprüft. Alles korrekt. Ich stand schon kurz davor das Gerät umzutauschen als ich herausfand. Weder WPA2 noch WPA unterstützen das WDS, weil es offiziell nicht spezifiziert ist. Manche Hersteller von Routern und Repeatern und anderer WLAN Hardware spendieren ihren Geräten allerdings auf eigene Faust WDS Funktion mit WPA Unterstützung. Meine gehören angeblich auch dazu, was ich allerdings nicht bestätigen kann. Also blieb mir nichts anderes übrig als auf das verteufelte WEP zurückzustellen. Und siehe da, plötzlich klappts auch mit der Verbindung. Da der schwache WEP Algorithmus in gut einer Minute zu knacken ist, musste ich natürlich noch einige Sicherungen, sprich MAC Filter und VPN einbauen um dennoch eine gewisse Sicherheit zu erreichen. Ich rate klar von schlechten Repeatern ab und schlage stattdessen lieber den Kauf einer stärkeren Antenne vor, die in manchen Fällen vielleicht schon Wunder wirken kann. Also lieber sicher mit etwas niedrigerer Reichweite als hohe Reichweite und nur WEP.