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Lucid, der ATI Treiber, KMS und Performance

Dienstag, 6. Juli 2010

Bisher gab es nie Probleme mit der Installation eines proprietären Grafiktreibers für meine Onboard ATI Radeon HD3300, was sich aber in Ubuntu Lucid Lynx geändert hat. Nach dem Update von Karmic auf Lucid und dem Herunterladen des Treibers über das Applet Hardware Treiber erhielt ich einen bunten Brei an Farben und Linien, welcher sich auch noch bei jeder Mausbewegung änderte und bewegte. Verschob man ein Fenster, konnte man Glück haben, dass man eventuell Menüs oder Schriften wieder korrekt angezeigt bekam. Da dies aber in keinster Weise akzeptabel war, verschwand der verbuggte Treiber schnell wieder von meinem System und ich versuchte mein Glück diesmal mit dem Exemplar von der ATI Seite: Doch auch hier das gleiche Bild (im wahrsten Sinne des Wortes). Also, alle proprietären Treiber wieder entfernt und wieder den standard Open Source “radeon” aktiviert. Bisher lief damit eigentlich alles einwandfrei, bis, ja bis auf eine Kleinigkeit die eigentlich nich so besonders auffällig war aber doch ein wenig störte. Das System war träge, nicht wirklich langsam, aber träge. Mal ein ruckeliges Scrollen auf Websites während die CPU Last nach oben schoss, mal kurze Programmaussetzer, nichts gravierendes aber trotzdem nervig.

Also entschloss ich mich dem Problem auf den Grund zu gehen, was allerdings gar nicht so einfach war, denn was löste diesen Bug aus? Nach einiger Suche fand ich dann den Übeltäter: KMS (kernel-mode-settings), die neue Kernel-Videoarchitektur die eigentlich Probleme be- und die Performans anheben sollte. Laut Known Issues for Lucid Lynx eine bekanntes Problem was allerdings nur sehr selten auftreten soll – anscheinend gehöre ich auch zu diesen sehr seltenen Fällen. Die Lösung ist einfach und schnell gemacht:

Um KMS zu deaktiviern muss die Datei /etc/default/grub editiert werden. An der Stelle GRUB_CMDLINE_LINUX muss die Option nomodeset hinzugefügt werden.
Anschliessend muss noch ein sudo update-grub ausgeführt werden um die Änderung zu übernehmen. Nach einem Reboot ist das Problem behoben.

24p Wiedergabe mit dem PC

Montag, 26. Januar 2009

Da dies anscheinend mehrere Leute interessiert, möchte ich kurz ein paar Worte über die 24p-Wiedergabe von bzw.  mit einem PC verlieren. Erste Vorraussetzung um 24p am TV wiederzugeben muss der Fernseher und die Grafikkarte diese Bildwiederholfrequenz natürlich unterstützen (24p bedeutet Bildwiederholfrequenz von 24Hz bei einer Auflösung von 1920×1080 Pixeln). Bei Mainboards bzw. Garfikkarten mit einem HDMI Ausgang, sollte dies eigentlich möglich sein. Um die Wiedergabe vernünftig hinzubekommen, sollte ersteinmal ausschließlich der Fernseher per HDMI mit dem PC verbunden werden und nicht noch zusätzlich ein Monitor um dieses Fehlerquelle von Anfang an auszuschließen. Starten wir jetzt den Rechner, sollte dort schonmal ein Bild erscheinen, sprich der Bootschirm von Linux oder Windows. Da der Fernseher nun die einzige Anzeige im System ist, sollte das Bild auch nach dem Booten noch sichtbar bleiben. Wichtig ist auf jeden Fall, dass ein Grafiktreiber der neueren Generation installiert ist, denn im Treibermenü aufloesung (Catalyst Control Center oder Nvidia Treibermenü)  müssen wir die Bildschirmauflösung erstmal auf das Maximum hochdrehen und zwar 1920×1080. Ist diese Auflösung nicht verfügbar, ist entweder der Fernseher oder die Grafikkarte nicht in der Lage diese darzustellen. Da 24p ja einer Bildwiederholfrequenz von 24Hz entspricht, muss diese natürlich auch noch eingestellt werden. Standartmäßig wird der angeschlossene Bildschirm/Fernseher automatisch mit der maximalen Bildwiederholfrequenz betrieben, meist 60Hz um flüssigere Bewegungen ordentlich darstellen zu können und eventuelles Flackern zu unterbinden. Da wir in unserem Fall allerdings genau diese 24Hz haben möchten, stellen wir dies manuell ein. Mein Fernseher zeigte nach Übernahme der Einstellung sofort 1080/24p im Display, also genau das Richtige. Zusätzlich musste ich unter Ubuntu noch die Audioausgabe über HDMI aktivieren um auch Sound über das HDMI Kabel zum Fernseher zu senden. Diese Einstellung findet man bei Ubuntu im Soundmixer. Man wählt als Gerät den HDMI Ausgang und aktiviert den Schalter IEC958 (mein Gerät heisst “HDA ATI HDMI”). Eventuell muss man im jeweilgen Player noch das Ausgabegerät ändern, bei mir im VLC unter Optionen –> Audio –> Ausgabegerät auf ALSA ATI HDMI. So funktioniert die Wiedergabe von 24p Material inklusive Ton auf dem Fernseher. Nach dem Schauen sollte man nicht vergessen, den HDMI Ausgang wieder zu deaktivieren, denn sonst hat man über den normalen analogen Ausgang keinen Ton mehr ;) .

Speicherverwaltung und IOMMU Kernel 2.6.27-9

Mittwoch, 21. Januar 2009

Aperture pointing to e820 RAM. Ignoring
Your BIOS doesn’t leave an aperture memory hole
Please enable IOMMU option in BIOS setup
This cost you 64MB of RAM

So sieht meine Fehlermeldung aus, die mir der Ubuntu 8.10 Kernel liefert. Komischerweise stellt der Kernel mir 3,6GB Ram zur Verfügung, eindeutig zu wenig bei vorhandenen 4GB. Eine IOMMU Option existiert im meinem Bios leider nicht und auch sonst gibt es keine Möglichkeit etwas in diese Richtung zu unternehmen. Boote ich wie im mehreren Foren empfohlen mit der Kerneloption iommu=noaperture entfällt zwar die Fehlermeldung, aber dafür gibts auch nur noch 3,4 GB Ram. Die andere empfohlene Alternativoption iommu=memaper scheint überhaupt keine Wirkung zu haben. Komisch ist auch die Ausgabe von hwinfo –mem, was mir unter anderem “Memory Size: 3GB + 512MB” liefert. Allerdings könnte das daran liegen, dass das BIOS automatisch 512MB für die interne Grafik abzwackt? Ich werde mal testen, wie sich diese Ausgabe ändert, wenn ich den internen Speicher händisch im BIOS festlege. Dies wird vermutlich das Problem auch nicht lösen, aber immerhin wird dann einiges klarer wo der fehlende Speicher abgeblieben ist.  Laut Catalyst Control Center besitzt die Karte nämlich 512MB DDR2 Ram, wie ich gerade lese. Da die Karte aber nur Shared Memory besitzt scheint dies der Fehlende Speicher zu sein? Ich berichte später…

Interessante Links zum Thema

http://rubbad.wordpress.com/2008/11/28/ubuntu-810-iommu/

http://www.overclock.net/linux-unix/441413-installation-problem-new-computer.html

http://ubuntuforums.org/showthread.php?t=1018854&page=3

Nachtrag:

Anscheinend war tatsächlich die Shared Memory Option der internen Grafikkarte für den mysteriösen Speicherklau verantwortlich! Und wie ich in einem Forum las, schein oben genannter Fehler kein Fehler sondern eine simpele Warnung zu sein.

Neuer Rechner

Montag, 19. Januar 2009

Wie viele vielleicht bemerkt haben, gabs lange schon keinen neuen Artikel mehr! Das lag daran, dass mein neuer PC endlich gekommen ist und mir dort einfach das Kennwort für dsc00101WordPress fehlt ;) . Wie viele ja gelesen haben fehlt mir immernoch die SSD, weswegen ich noch nicht mit Sack und Pack auf den neuen Rechner umziehen konnte. Mittlerweile habe ich die Bestellung bei Mindfactory storniert und bei Snogard bestellt.  Dort ist die Platte zwar zur Zeit nicht lieferbar, aber hier ist man wenigstens so ehrlich dies zu sagen, denn meiner Meinung nach ist im Moment überhaupt kein Shop in der Lage die Platte zu liefern.

Um nun auch mal auf den neuen Rechner zu sprechen zu kommen, es ist der AMD Phenom 9550 mit 4x 2,2 Ghz geworden, welcher auf einem MSI KA790GX Mainboard residiert. Äusserst beeindruckend, endlich kann ich FullHD Videos gucken! :) Extrem beeindruckt hat mich der Prozessor beim Encodieren von MP3-Dateien die er laut SoundKonverter mit 250x-er Geschwindigkeit encodiert (mein P4 schaffte hier ungefähr 7x :D ).dsc00100 Auch die Onboard ATI Radeon HD3300 arbeitet Prima unter Ubuntu und bringt trotz Shared Memory noch eine tolle Leistung bei z.B. Nexuiz (im Durchschnitt 50-60 FPS). Leider gibts noch ein Problem mit IOMMU bzw. dem RAM weshalb, auch unter Ubuntu 64bit, nur 3,6GB der eingebauten 4GB erkannt werden. Laut hwinfo –memory 3GB + 512MB, komisch! Das kann allerdings auch nur eine Einstellungssache sein, die man sicherlich irgendwie wegbekommt. Wirklich positiv überrascht bin ich von der Qualität des be quiet! Netzteils. Da ich vorher immer nur Standartnetzteile verbaut habe, besitze ich kaum Vergleichsmöglichkeit, aber die Lautstärke ist quasi gleich Null und die Verarbeitung Spitzenklasse. Nun heissts nur noch warten bis die SSD (OCZ 30GB Vertex Series) ankommt und ich kann meine alte Möhre vom Dienst suspendieren.

Die Qual der Wahl…

Mittwoch, 7. Januar 2009

Um der Wirtschaftskrise entgegenzuarbeiten und die Wirtschaft wieder anzukurbeln habe ich mich entschlossen in naher Zukunft einen neuen PC zu kaufen. Mein guter alter Pentium 4 lässt sich, besonders beim Arbeiten mit virtuellen Maschinen, nur noch als Heizungsersatz nutzen, insbesondere auch wegen des Stromverbrauchs ;) Zwei Systeme habe ich zusammengebaut (bauen lassen), ich tendiere allerdings schon aufgrund des günstigeren Preises zu Alternative 1:

Alternative 1:

  • OCZ DIMM 4 GB DDR2-1066 Kit
  • AMD Phenom X4 9550 4x 2200 MHz, 4x 512 kByte, 3600 MT/s, Agena
  • be quiet! Straight Power BQT E6-400W 4 Stecker
  • Asus TA-8H3 4 x 5,25″ extern, 5 x 3,5″ intern, ATX
  • MSI KA790GX 790GX, 5.200 MT/s, onboard Radeon HD3300, 1x PCIe 2.0 x16, Sockel AM2+
  • OCZ Core V2 SSD Drive Festplatte 30.0 GB S-ATAII / 300 (fürs OS)
  • Samsung HD320KJ 320 GB (Als /home)

Alternative 2:

  • OCZ DIMM 4 GB DDR2-1066 Kit
  • CPU Sockel 775 Core 2 Duo E7400 2x 2800 MHz, 2x 1536 kByte, 1066 MHz (Quadpumped), Wolfdale
  • be quiet! Straight Power BQT E6-400W 4 Stecker
  • Asus TA-8H3 4 x 5,25″ extern, 5 x 3,5″ intern, ATX
  • MSI G45M-FIDR G45 Express, 1.333 MHz, onboard Intel GMA X4500HD, 1x PCIe 2.0 x16, Sockel 775
  • OCZ Core V2 SSD Drive Festplatte 30.0 GB S-ATAII / 300 (fürs OS)
  • Samsung HD320KJ 320 GB (Als /home)

Preisunterschied ca 40€. Naja mal abwarten, noch ist Zeit und ich bin offen für gute Vorschläge und Kritik ;)