Alternative Linux mirware für den violet mir:ror

Wer den mir:ror von Violet unter Linux betreiben möchte, wird schnell feststellen, dass einige Dinge nicht so schön funktionieren wie auf eine Mac oder unter Windows. Nehmen wir mal eins der wichtigesten Beispiele: das Ausführen von Scripten. Die aktuelle mirware Version kann leider nur mit Windows .bat – Scripten und Mac OS Scripten umgehen. Tiefergreifende Shell Skripte unter Linux sind leider nicht möglich. Doch findige Leute haben sich dieses Problems angenommen und eine eigene “mirware” namens erawrim speziell für Linux gebastelt. Es arbeitet auf der Konsole und legt für jedes RFID Tag einen eigenen Ordner im ~/.erawrim Verzeichnis an, dessen Namen man zu Beginn einmal festlegen muss. In dem jeweiligen Ordner befinden sich standartmäßig 4 Dateien: pose.sh (zeigen) und retire.sh (entfernen), zwei leere Skripte, die mit Leben gefüllt werden dürfen. Zudem noch die Dateien lasttime und times welche einmal das Datum der letzten Sichtung des Tags und die Anzahl der bisherigen Sichtungen des Tags enthält. Der große Vorteil ist nun natürlich, dass man komplett selbst bestimmen kann, welche Aktionen ausgeführt werden sollen, wenn die Tags auf den Mirror gelegt werden. Auch komplexe Shellskripe sind damit startbar und auch die Sprachausgabe lässt sich relativ leicht durch espeak oder mbrola nutzen. Für schöne optische Anzeigen kann man das Gnome Notification Framework nutzen. Ein wirklich großer Vorteil gegenüber der original mirware ist allerdings noch gar nicht beachtet worden: die Unabhängigkeit von violet und ihren Servern bzw. dem Internet, was die Erkennungs- und Ausführungsgeschwindigkeit enorm steigert. Da die Software bisher nur in Französisch mit französischer Dokumentation vorliegt, werde ich kurz erklären wie man erawrim installiert und lauffähig bekommt.

1) Zuerst die aktuelle Version aus dem SVN besorgen mittels: svn checkout http://erawrim.googlecode.com/svn/trunk/ erawrim-read-only

2) Nun in das Verzeichnis erawrim-read-only wechseln und mittels make && sudo make install kompilieren und installieren.

3) Nun den Mirror vom USB Anschluss trennen und den erawrim deamon mit erawrim_do start starten.

4) Jetzt wird man auf französisch aufgefordert den Mirror einzustöpseln und danach mit ENTER zu bestätigen. Hat alles geklappt wird dies durch z.B. Ouverture réussie: /dev/hidraw2 angezeigt. Möglich sind auch andere hidraw Geräte.

5) Das wars auch schon fast! Nun kann ein RFID Tag registriert werden. Legt man ein Tag auf den Reader, wird man aufgefordert einen Namen für das Tag/Objekt einzugeben. Diesen gibt man ein und bestätigt mit ENTER. Damit ist das Objekt registriert und die jeweiligen Skripte können nur im Ordner ~/.erawrim/<Objekt/RFID-Name>/ nach den eigenen Wünschen angepasst werden.

Das Skript benötigt beim Start einmal Root Rechte für den Zugriff auf den Mirror.

Tipps und Ideen gibts hier (auf Französisch): http://noog.fr/blog/2009/03/22/mirror-de-la-societe-violet-sous-linux/

Die erawrim Seiten bei google code: http://code.google.com/p/erawrim/

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