ATI Catalyst Treiber unter Ubuntu entfernen

admin am 9. Oktober 2011 um 22:09

Einige Leute werden das Problem kennen: Aus Neugier installiert man den offiziellen proprietären ATI/AMD Treiber für Linux von der Homepage und stellt danach ernüchtert fest, dass das System langsamer geworden ist und scrollen und Fenster verschieben nur sehr hakelig von statten geht. Will man nun den offiziellen Treiber wieder loswerden, stellt sich die Frage nach dem wie!?! ATI hat eine einfache übersichtliche GUI erstellt um die Module zu kompilieren und zu installieren, eine einfache Deinstallationsroutine ist allerdings nicht integriert. Wer nun den fglrx Treiber komplett entfernen möchte, manövriert in das Verzeichnis /usr/share/ati und führt dort als Root User (sudo) das Skript fglrx-uninstall.sh aus. Damit sollte der Treiber und seine Überreste nach einem Neustart ins Nirvana verschwunden sein.

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Multi WAN Firewall/Router pfsense

admin am 12. August 2011 um 15:18

Heute möchte ich gern über mein neustes Projekt berichten: Einem Multi WAN Router mit sehr guter Firewall namens pfsense. pfsense ist ein FreeBSD Derivat und entstand aus dem bekannten m0n0wall Projekt. Anders als m0n0wall kann pfsense aber problemlos mit mehreren WAN und LAN Verbindungen umgehen. Es passt automatisch Routen an, bietet Failover und Load Balancing und lässt sich durch zahlreiche Plugins und Addons erweitern. Besonders das Problem mit https Verbindungen, welche empfindlich auf Balancing reagieren löst pfsense mit so genannten Sticky Connections. Das bedeutet, dass Verbindungen so lange über die gleiche Route / den gleichen Router laufen, bis die Verbindung abgebaut wurde oder durch einen Timeout ungültig wird. Neben umfangreichem Traffic Shaping, QoS Konfigurationen und Firewalling bietet pfsense noch eine Reihe an automatisch produzierten RRD Graphen und Statistiken an, die dem User Auskunft über die Verbindungen geben. Das System wird komplett über die Weboberfläche konfiguriert, bietet jedoch zu Wartungszecken auch direkten Zugang via SSH. pfsense kann entweder zwischen einen bestehenden Router und das interne Netzwerk geschaltet werden, oder auch direkt PPPOE Verbindungen zum Provider aufbauen. Selbst die Intregration von WLAN Karten und die Nutzung als Accesspoint soll laut Forum gut funktionieren.

Mein bisheriger Eindruck ist wirklich positiv. pfsense ersetzt den selbstkonfigurierten Router/Server und macht dabei eine gute Figur. Das Netz wirkt agiler und insgesamt zügiger, was vermutlich aber auch an der Trennung der Netze mittels VLANs liegt. pfsense arbeitet in meinen Futro S200 Thinclient, der zusätzlich mit einer Dualnetzwerkkarte ausgerüstet wurde. Wer einen günstigen und hochwertigen und komplett konfigurierbaren Router mit VPN, DNS, DHCP, SNMP uvm. sucht, sollte definitiv einen Blick auf die pfsense Software in Verbindung mit einem Thinclient werfen.

[1] http://m0n0.ch/wall/
[2] http://www.pfsense.org/

Primary Monitor festlegen in Ubuntu 10.10 Gnome

admin am 18. Juli 2011 um 07:28

Als ich meinen zweiten Monitor als Desktoperweiterung an meinen PC anschloss, stand ich vor dem Problem, dass der zweite Monitor immer der Primärmonitor wurde. Doch genau das war ja nicht gewünscht, denn der zweite Monitor sollte eben nur eine Erweiterung zum Hauptmonitor sein. Der Hauptmonitor ist per DVI angeschlossen und der Sekundäre per VGA. Nach einigem googlen stiess ich auf die Information, man solle die ~/.config/monitor.xml ändern, was in meinem Fall überhaupt nicht funktionierte. Um die Monitore richtig einzurichten, habe ich xrandr bemüht und sofort das richtige Ergebnis erhalten:

Zuerst muss festgestellt werden, wie der Hauptmonitor heisst, dazu reicht der einfach xrandr Aufruf in der Konsole, was in meinem Fall die Monitore DVI-0 und VGA-0 zu tage förderte. Mittels

xrandr --output DVI-0 --primary

kann so der DVI Monitor als Primärmonitor gesetzt werden. Voila!

Matthias Sieke, Sebastian Stermann gefällt dieser Artikel

Mini OS: Android für x86, SliTaz und xPud und Co

admin am 15. Juli 2011 um 10:47

Was viele schon von ihrem Smartphone kennen, findet nun auch auf dem heimischen PC Einzug: “Android” bzw. Android x86, ein speziell für x86 Architekturen aufbereitetes Androidsystem. Dies klang erstmal ziemlich gut und sollte seinen Platz auf meinem Futro S200 finden, dessen installiertes Browserlinux scheinbar überfordert war. Wie ich später herausfand, lag das wohl an der Inkompatibilität des Transmeta CPU mit dem Linuxkernel, welcher die CPU als i686 erkennt. Leider ist der TM Crusoe 800 jedoch kein vollwertiger i686 Prozessor, was sich durch Freezes und Systemträgheit bemerkbar machte. Daraufhin wollte ich Adroid x86 versuchen, welches in einer virtuellen Maschine schon einen sehr guten Eindruck machte und, so dachte ich, die schwachen Resourcen des Futro perfekt ausnutzen würde. Leider Fehlanzeige, denn mit keinem Kernelparameter konnte ich Android x86 mit dem Transmeta Crusoe zum Booten bewegen, sämtliche Versuche endeten mit einem schlichten “Unsupported CPU”.

Also suchte ich weiter nach einer schlanken und leistungsfähigen Distribution die sich mit der Futro Hardware verstand und stieß nach einiger Suche auf die Distribution SliTaz. Sehr vielversprechend wurde die CPU sofort erkannt und SliTaz bootete fix bis zum Desktop. Erstaunt von der Geschwindigkeit die dann doch mit wenig Speicher und schwacher CPU zu erreichen war testete ich das Surfen im Internet. Der mitgelieferte Midori Browser inklusive Flash Plugin lief für die gegebenen Verhältnisse wirklich zügig, jedoch schien SliTaz doch etwas zu überladen. So versuchte ich xPud, dessen Konzept mich voll überzeugt hat. Denn xPud stellt nur eine absolut minimale Oberfläche zur Verfügung, enthält aber einen aktuellen Firefox mit Flash Plugin und einige kleinere Programme, wodurch xPud eine größe von nur wenigen MB erreicht. Theoretisch, kann man mittels eigenem “Appstore” noch ein paar Programme nachladen (Skype, Mediaplayer usw.) was jedoch bei mir nicht funktionierte. Insgesamt stelle ich fest, dass es sich manchmal sehr lohnen kann sich nach Minidistributionen umzusehen, denn ein System wie xPud ist so klein und so schnell gestartet, dass es sich zur Installation neben einem Windows anbietet, da es eine Bootzeit von nur wenigen Sekunden hat.
Quellen & weitere Mini Linuxe:

www.android-x86.org/

www.slitaz.org

www.xpud.org/

www.puppylinux.org

www.browserlinux.com

Ich mach mal eben nen Jailbreak…

admin am 16. Mai 2011 um 21:45

… oder: die komplizierte Geschichte eines Updates. Viele Otto-Normalnutzer sind mit ihrem iPhone und dessen Betriebssystem iOS vollkommen zufrieden und wissen gar nicht was ein Jailbreak überhaupt ist, geschweige denn wie man das iPhone überhaupt updatet. Manchmal sind diese Leute tatsächlich zu beneiden, denn sie ersparen sich unter Umständen viel Ärger. Wer sein iOS Device mit einer neuen Firmware versorgen will, macht natürlich zuerst einmal ein Backup seines Geräts; und das dauert… und dauert… und dauert… und…. wo ist iTunes?! Abgestürzt! Verdammt! Das Ganze noch einmal… Und endlich klappts! Puh, ein großer Schritt ist geschafft. Nun die zuvor geladene Firmware Datei mit dem Shift-Trick wiederherstellen: Klick, … überprüfe Firmware Update mit Apple… und klack Fehler 3195 – Toll! Hin und her, Tiny Umbrella, neustart und irgendwie klappts dann. Ist die neue Firmware endlich drauf, kanns losgehen mit dem Jailbreak! Juhu! RedSn0w ist das Mittel zum Zweck, Firmware File laden… huch, abgestürtzt… nochmal das Ganze. Nun klappts endlich! Jetzt noch den DFU Mode hinfummeln, zum Glück ist das jetzt im Programm interaktiv für Idioten erklärt, also kein Problem! AHA! “Waiting for iPhone to reboot…” Da warte ich mit… irgendwie scheint es nicht zu wollen. Hmmmmm… Also iPhone reset, nochmal die ganze Prozedur. Und wer hätte es gedacht, diesmal klappts! Jailbreak gemacht! Kein Problem oder? :)