Mittwoch, Februar 18 2009

Open Source und die Menschen

opensource-communismFast jeder nutzt Firefox oder Thunderbird, doch immernoch kursiert anscheinend die Meinung "Was nix kostet kann nix taugen", obwohl schon diese beiden Programme das Gegenteil zeigen. Nimmt man als Beispiel die kostenlose Office Suite OpenOffice, die 1 zu 1 de selben Möglichkeiten bietet wie überteuerte Software von Mircosoft, stellt sich die Frage warum bleiben die Leute ihrer Software treu? Ich kenne Leute die lieber mit einer Word97 Version arbeiten, als eine Nagelneue OO-Writer Version aufzuspielen. Doch was verursacht eine solch starke Bindung? In erster Linie wohl die Angst vor Inkompatibilität und Designveränderung. Doch genau hier sollte man lieber die freie Alternative wählen, denn OO (OpenOffice) zum Beispiel unterstützt die gleichen Dokumentenformate wie sein komerzieller Bruder und liest sogar mehr als Word. Ich möchte nicht sagen, das Open Source Software immer das Nonplusultra ist, aber man kommt auch auf diesem Weg gut ans Ziel. Nehmen wir zum Beispiel die freie Grafiksoftware Gimp, dessen Pendant in der komerziellen Welt Adobe Photoshop darstellt. Ist man ehrlich mit sich selbst werden die wenigsten privaten Nutzer eine Lizenz für Photoshop besitzen, denn die kostet mehrere 100$. Klar ist der Funktionsumfang von Gimp nicht ganz so enorm wie der von Photoshop, aber für die meisten, selbst (semi)professionelle User, sollten die Funktionen reichen. Doch warum kaufen die Leute lieber teure Produkte statt freie Software zu nutzen? Unbekannte Alternativen? Unbehagen? Angst vor Fehlern? Ich weiss es nicht...

Montag, Januar 26 2009

24p Wiedergabe mit dem PC

Da dies anscheinend mehrere Leute interessiert, möchte ich kurz ein paar Worte über die 24p-Wiedergabe von bzw.  mit einem PC verlieren. Erste Vorraussetzung um 24p am TV wiederzugeben muss der Fernseher und die Grafikkarte diese Bildwiederholfrequenz natürlich unterstützen (24p bedeutet Bildwiederholfrequenz von 24Hz bei einer Auflösung von 1920x1080 Pixeln). Bei Mainboards bzw. Garfikkarten mit einem HDMI Ausgang, sollte dies eigentlich möglich sein. Um die Wiedergabe vernünftig hinzubekommen, sollte ersteinmal ausschließlich der Fernseher per HDMI mit dem PC verbunden werden und nicht noch zusätzlich ein Monitor um dieses Fehlerquelle von Anfang an auszuschließen. Starten wir jetzt den Rechner, sollte dort schonmal ein Bild erscheinen, sprich der Bootschirm von Linux oder Windows. Da der Fernseher nun die einzige Anzeige im System ist, sollte das Bild auch nach dem Booten noch sichtbar bleiben. Wichtig ist auf jeden Fall, dass ein Grafiktreiber der neueren Generation installiert ist, denn im Treibermenü aufloesung (Catalyst Control Center oder Nvidia Treibermenü)  müssen wir die Bildschirmauflösung erstmal auf das Maximum hochdrehen und zwar 1920x1080. Ist diese Auflösung nicht verfügbar, ist entweder der Fernseher oder die Grafikkarte nicht in der Lage diese darzustellen. Da 24p ja einer Bildwiederholfrequenz von 24Hz entspricht, muss diese natürlich auch noch eingestellt werden. Standartmäßig wird der angeschlossene Bildschirm/Fernseher automatisch mit der maximalen Bildwiederholfrequenz betrieben, meist 60Hz um flüssigere Bewegungen ordentlich darstellen zu können und eventuelles Flackern zu unterbinden. Da wir in unserem Fall allerdings genau diese 24Hz haben möchten, stellen wir dies manuell ein. Mein Fernseher zeigte nach Übernahme der Einstellung sofort 1080/24p im Display, also genau das Richtige. Zusätzlich musste ich unter Ubuntu noch die Audioausgabe über HDMI aktivieren um auch Sound über das HDMI Kabel zum Fernseher zu senden. Diese Einstellung findet man bei Ubuntu im Soundmixer. Man wählt als Gerät den HDMI Ausgang und aktiviert den Schalter IEC958 (mein Gerät heisst "HDA ATI HDMI"). Eventuell muss man im jeweilgen Player noch das Ausgabegerät ändern, bei mir im VLC unter Optionen --> Audio --> Ausgabegerät auf ALSA ATI HDMI. So funktioniert die Wiedergabe von 24p Material inklusive Ton auf dem Fernseher. Nach dem Schauen sollte man nicht vergessen, den HDMI Ausgang wieder zu deaktivieren, denn sonst hat man über den normalen analogen Ausgang keinen Ton mehr ;).

Montag, Januar 5 2009

Emailempfänger und Email Header

Hin und wieder möchte man eine Email an mehrere Personen schreiben, doch möchte man auch gleichzeitig alle Empfänger preisgeben? Da viele Leute unter Begriffen wie z.B. CC oder BCC oder ähnlichem nicht viel anfangen können, möchte ich kurz erklären was sie bedeuten und was sie tun.  Das normale "An" bzw. "To" Feld gibt den Empfänger einer Email an oder auch mehrere, hierbei sind alle Adressen für jeden Adressaten sichtbar! mailtype Da man manchmal aus bestimmten Gründen , meist geschäftlicher Natur, explizit eine Kopie oder so genannte Carbon Copy (CC) an einen Vorgesetzten etc. senden möchte, nutzt man hier CC. Der Empfänger im CC Feld wird dadurch als Kopieempfänger beim "echten" Empfänger angezeigt. Manchmal möchte man jedoch eine Kopie einer Email an einen Empfänger senden, ohne das der eigentliche Empfänger dies sieht, nutzt man BCC (Blind Carbon Copy). Alle BCC Empfängeradressen bleiben dann unsichtbar. Allerdings muss immer mindestens ein "To" Empfänger angegeben werden um eine Blind Copy zu versenden. Da man vielleicht Weihnachts- oder Neujahrsgrüße an den Chef und den Sportkumpel in einer Email gleichzeitig versendet, kann es durchaus Sinn machen an dieser Stelle die Blind Carbon Copy zu wählen. Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit das "Antwort an" bzw. "Reply-To" Feld auszufüllen um eine oder mehrere Antwortadressen festzulegen. Hat man einen CC Empfänger eingestellt, möchte dieser vielleicht auch die Antwort des Empfängers erhalten, dies kann man sicher stellen, indem man den CC Empfänger als Antwort-Empfänger mit einträgt. Ich hoffe ich konnte ein wenig Licht in die Dunkelheit des Emailempfangs bringen?

Montag, Dezember 29 2008

Kommt ein Vogel geflogen...

Und dieser Vogel kam mir wirklich spontan zugeflogen: Das Open Source Projekt Songbird. Songbird ist, wie der Name schon vermuten lässt, eine Musik-Player und Verwaltungssoftware für alle Plattformen wo auch die Leute aus dem Hause Mozilla ihre Finger mit im Spiel haben. Der erste Start der Software beginnt mit einem Einstellungsdialog, bei dem man Sprache, Musikordner etc. festlegt. Doch spätestens dann könnte man meinen man hätte iTunes vor sich, denn das Oberflächendesign ähnelt dem enorm. Wer möchte kann sich natürlich noch andere Skins herunterladen. Songbird verfügt über die Firefox XUL Engine und hat quasi Firefox in sich integriert. Auch die Konfigurationsmenüs kennt man schon vom Firefox, was das Einstellen beschleunigt. Add-Ons installiert man nach gewohnter Firefox-Manier durch klicken auf Installieren auf der entsprechenden Website. Mittlerweile gibt es schon eine ganze Menge an wirklich brauchbaren Plugins bzw. Add-Ons und da Songbird eine Crossplatform Software ist, kann man sich auf viele viele mehr oder weniger sinnvolle Erweiterungen freuen.  Last.fm & Co sind natürlich standartmäßig mit von der Partie, dynamische Playlisten, Coverart, Lyrics und vieles mehr ist auch integriert (zum Teil erst nach Installation der entsprechenden Plugins). Die Suche nach Liedern geht auch in großen Datenbanken recht zügig von statten. Man kann ausserdem fast jede Kleinigkeit einstellen, worunter die Einfachheit allerdings nicht leidet. Das Programm lässt sich intuitiv bedienen und macht einen, wie gewohnt guten Eindruck und ist nach meinen ersten Eindrücken äusserst empfehlenswert und für mich die gesuchte Alternative zu Amarok 2.   - http://getsongbird.com songbird

Mittwoch, Dezember 17 2008

KDE für Windows

Unglaublich aber wahr! Statt Windows Nutzer dahin zu bringen, auf "die gute Seite der Betriebssysteme" zu wechseln, werden Programme nun nach und nach für Windows portiert. Fing alles mit der WUBI Installer an, geht es nun mit KDE for Windows weiter. Das Installerpackage installiert ausgewählte KDE Programme aus dem Internet auf dem Windows PC, wie es schon aus diversen Paketmanagern bekannt ist. Enthalten sind hier wirklich hochkarätige Programme wie z.B. Digikam, Amarok 2, KOffice und viele mehr, welche man vorher selektieren kann. Auch die KDE Education bzw. Lernsoftware lässt sich installieren. Auf jeden Fall äusserst empfehlenswert! Besonders für Leute, die sich von Windows nicht trennen können und trotzdem in den Genuß hochqualitativer Software kommen möchten. Da alle Pakete aus dem Internet installiert werden müssen, sollte auf jeden Fall eine Internetverbindung zur Verfügung stehen.

Samstag, November 15 2008

iTunes und Virtualbox in Ubuntu

Um iTunes nutzen zu können, muss zuerst einmal Virtualbox installiert werden. Allerdings ist hier darauf zu achten, es nicht aus den Ubuntu Repositories zu installieren, denn die darin enthaltene Version (Virtualbox OSE) bietet keinen USB Support. Den brauchen wir natürlich um einen iPod mit iTunes synchronisieren zu können. Daher müssen wir uns von der Virtualbox Herstellerhomepage die PUEL Edition herunterladen, die unter GPL2 veröffentlicht wurde. Diese gibts auch schon als vorkompiliertes Paket für Intrepid Ibex und ältere Versionen. Einmal installiert, muss nun noch WindowsXP aufgesetzt werden und darin dann iTunes installiert werden. Doch trotz allem wird vermutlich kein USB Gerät in der Virtualbox angezeigt werden. Das liegt daran, dass Ubuntu den Zugriff auf USB Geräte nich erlaubt bzw. Virtualbox nicht auf die gemounteten Geräte unter Ubuntu zugreifen kann. Lösung: Zuerst muss die gid der vboxusers Gruppe herausgefunden werden. Durch Eingabe von
cat /etc/group|grep vboxusers
was in meinem Fall diese Ausgabe liefert vboxusers:x:128:root,nox . Die 128 entspricht hierbei der GruppenID gid. Diese gilt es sich zu merken! Nachdem wir nun die gid gefunden haben, ergänzen wir das Script mountkernfs.sh . Dazu öffenen wir die Datei mit
sudo gedit /etc/init.d/mountkernfs.sh
Hier suchen wird nach dieser Stelle:
    #
    # Mount proc filesystem on /proc
    #
    domount proc "" /proc proc -onodev,noexec,nosuid
Und ergänzen dahinter folgende Zeile:
#intrepid vboxfix
    domount usbfs "" /proc/bus/usb usbdevfs -onoexec,nosuid,nodev,devgid=128,devmode=664
Hierbei ist darauf zu achten, dass devgid gleich unserer oben ausgelesenen GruppenID ist! In meinem Falle 128. Nun noch die Datei speichern und einen Reboot durchführen. Dies ist wichtig, da ansonsten nichts passieren wird! Nach dem Neustart sollte Virtualbox jetzt alle angeschlossenen USB Geräte finden, inklusive iPod. Um zu prüfen, ob USB korrekt gemountet wurde, kann das mit:
mount | grep usb
Überprüft werden, was procbususb on /proc/bus/usb type usbfs (rw) als Ausgabe haben sollte und zwar nur das, falls noch mit fstab herumprobiert wurde o.ä.. Diese Anleitung bezieht sich auf ein Ubuntu Intrepid Ibex System (Kernel 2.6.27-8-generic) mit Virtualbox PUEL 2.0 und iTunes 8.1 und iPod Touch (jailbroken Firmware 2.1).

Freitag, September 26 2008

Der PC als Analphabet

Jeder hat das bestimmt schon mal erlebt, man möchte schnell was brennen, fürn nen Kollegen, die Fotos von gestern usw. CD rein, gebrannt, fertig. Doch Kollege K kann auf der CD keine Daten finden, obwohl sie bespielt ist. Wie kommt das und was tut man dagegen? Bei mir trat das Problem auf (was mich erst auf die Fährte brachte) als ich eine Aufnahme eines DVD-Recorders auf meine Festplatte kopieren wollte. Die DVD wurde als "leer" erkannt, komisch. Ich verdächtigte sofort mein System, doch das konnte es eigentlich nicht sein, da ich schon DVDs gebrannt hatte und auch gelesen. Also suchte ich weiter und stieß nach einer Antwort in einem Forum auf die eigentlich sehr naheliegende Lösung bzw. den Grund: Der DVD Rekorder scheint die DVDs nicht zu finalisieren, vermutlich weil es zu lange dauert, denn wenn der ungeduldige Mensch eine Aufnahme beendet will man nicht noch lange auf das Finalisieren warten. Das gleiche Phänomen steckt vermutlich hinter unlesbaren bzw. leeren CDs. Also immer schön Zeit zu finalisieren der Disk nehmen.

Freitag, September 19 2008

PGP und Thunderbird Teil 2

In diesem Teil wollen wir uns um OpenPGP und Thunderbird und die Erstellung eines Keys und dessen Benutzung kümmern. Unter Linux ist das Installieren von OpenPGP eine einfache Angelegenheit, aber auch und Windows sollte das keine Problem verursachen. Soweit ich mich erinnere muss einfach nur ein Installer ausgeführt werden. Unter Linux einfach mit Synaptic oder einem anderen Paketmanager die Pakete "enigmail" und "gnupg" installieren. Fertig! Nach einem (Neu)start sollte in der Menüleiste von Thunderbird ein neuer Menüpunkt erschienen sein "Open PGP". Zuerst müssen wir ein neues Schlüsselpaar generieren, dass wir später zum signieren und verschlüsseln von Emails nutzen können. Das Schlüsselpaar ist an eine Identität, unsere Emailadresse, gebunden. Mit einem Klick auf OpenPGP --> Key Management, öffnen wir den Key Manager. Hier sind nun alle (öffentlichen) Schlüssel für die Benutzer zu sehen, denen man verschlüsselte Mails schicken kann. Ausserdem die KeyID, der Schlüsseltyp, Schlüsselgültigkeit (Key Validity) und das Besitzervertrauen und das Ablaufdatum. Im Bild kann man sehen, das ich für meinen Schlüssel die Gültigkeit und das Besitzervertauen auf ultimate stehen habe, da ich den Schlüssel selbst erzeugt habe und ich mir meiner Identität (hoffentlich :) ) sicher bin. Weitere Möglichkeiten wären hier "untrusted" "marginal" "trusted" und eben Ultimate. Nun wollen wir aber endlich einen Schlüssel erzeugen. Dazu einfach auf Generate --> New Key Pair klicken und ihr landet im Key Generation Wizard.Oben solltet ihr jetzt eure Emailadresse bzw Account sehen, für den ihr den Schlüssel erzeugen wollt. Auch der Haken bei "Use generated Key for selected identity" sollte gesetzt sein. Es ist sehr empfehlenswert den Schlüssel mit einer Passphrase zu schützen um missbrauch des Schlüssels zu verhindern. Desweiteren sollte die Gültigkeit des Schlüssels nich auf "Does not expire" gesetzt werden, um eine maximale Sicherheit zu gewährleisten. Genau wie ein Passwort sollte auch das Keypair nach einigen Jahren mal erneuert werden, daher ist ein Wert von 5 Jahren ganz ok. Ist alles eingestellt, kanns losgehen mit der Erzeugung. Wie ihr der Anmerkung unten entnehmen könnt, erhöht das Browsen bzw. oder benutzen CPU intensiver Anwendungen während der Generierung zu einer erhöhten Zufälligkeit bei der Erzeugung. Jetzt noch ein beherzter Klick auf Generate Key und euer Schlüsselpaar wird erzeugt. Dies dauert ein wenig. Am Ende der Erzeugung solltet ihr unbedingt ein Revocation Certificat erstellen, damit falls euer Key mal geklaut werden sollte oder ihr das Passwort vergesst oder ähnliches, ihr euren Schlüssel für ungültig erklären könnt. Ist alles geschafft, solltet ihr euer Schlüsselpaar jetzt im Keymanager ansehen können. Wenn ihr wollt könnt ihr den Schlüssel (den öffentlichen natürlich) auf einen sg. Keyserver uploaden, den jeder durchsuchen kann, und so schneller und einfacher an euren öffentlichen Schlüssel gelangt. Wenn ihr das nicht wollt, könnt ihr eueren Schlüssel natürlich auch einfach an Emails anhängen oder so einfach euren Mailempfänger schicken. Wenn ihr jetzt eine Email schreibt, habt ihr die Option die Mail zu signieren, zu verschlüsseln oder eben beides. Einfach auf das OpenPGP Symbol klicken oder oben in der Menüleiste. Meinen öffentlichen Schlüssel könnt ihr hier herunterladen. Ich freue mich über eure verschlüsselten und signierten Emails!

Dienstag, September 16 2008

Linux für Umsteiger

In diesem kleinen Tutorial möchte ich kurz erklären, wie man auf Linux umsteigt bzw. wie man es testen kann. Wie ich erfahren habe stellt das Installieren für manche schon eine Hürde dar. Darum hier eine Anleitung. Zuerst läd man sich unter http://www.ubuntu.com/getubuntu/download eine aktuelle Version herunter. Ist der Download fertig, sollte man eine .iso Datei haben. Die ISO Datei ist ein CD Abbild, das mit einem Brennprogramm (z.B. Nero) auf CD gebrannt werden muss. Wie genau im jeweiligen Programm ein ISO Abbild gebrannt wird, sollte in der jeweiligen Hilfe stehen. Ist die CD fertig, kann die im Laufwerk bleiben, denn wir möchten direkt von dieser CD booten. Dazu einfach den Rechner neustarten und es sollte das Ubuntu Bootmenü erscheinen. Tut es das nicht, muss vielleicht im BIOS die Bootreihenfolge geändert werden. Oder, falls 2 CD-Laufwerke installiert sind, einfach das andere versuchen. Nun kann man noch schnell die Sprache auf Deutsch einstellen und dann kanns losgehen: "Ubuntu ausprobieren" Keine Sorge! Es wird nichts installiert und auch keine Daten von der Festplatte gelesen oder geschrieben, alles läuft komplett von CD daher auch relativ langsam. Ist das System fertig gestartet, kann man hier schonmal erste Test machen, Programme starten, im Internet surfen uvm.! Möchte man Ubuntu nun installieren, klickt man einfach auf das Symbol auf dem Desktop. Dieses startet den Installer. Möchte man sein Windows behalten, kann man die Einstellugen des Installers beibehalten. Möchte man Windows komplett von seiner Platte entfernen, wählt man einfach den entsprechenden Punkt aus. Nach erfolgreicher Installation und einigen Minuten später, sollte Ubuntu fertig installiert und bereit sein für seinen ersten Start von der Festplatte.

Montag, September 8 2008

Linux pro und contra

Warum sollte ich Linux benutzen? Diese Frage stellte ich mir auch des öfteren. Für PCs interessierte ich mich schon immer und eigentlich war ich auch immer relativ experimentierfreudig. Doch für mich war Linux ein Schreckgespenst! Ein Betriebssystem für Geeks, die stundenlang Befehlsfolgen in eine schwarze unansehnliche Konsole hacken, eine Art DOS. Ich konnte mir nie vorstellen, dass es eine grafische Benutzeroberfläche gibt, die mit dem "Komfort" von Windows mithalten konnte oder das es überhaupt "bunt" in einem Linuxsystem gibt. Bis ich eines Tages eine Knoppix CD einlegte. Ich weiss nicht, warum oder wieso, aber als das System komplett von CD startete ohne meine Festplatte überhaupt "anzufassen" war ich äusserst überrascht. Als ich mich dann auf einem bunten von Windows gar nicht mal verschiedenen Desktop wiederfand und keine verteufelten Kosolen aufpoppten und man sogar ohne irgendwelche Konfiguration is Internet gelangte, und das auch noch mit altbekannten Programmen wie Firefox, war das Eis für mich gebrochen. Um so mehr ich mich mit Linux, der Philosophie und Open Source beschäftigte, merkte ich erst wie viele Programme ich unter Windows genutzt hatte, die unter eine offenen Lizenz veröffentlicht wurden und am Anfang eigentlich reine Linuxprogramme waren. Nach und nach gefiel mir das System immer besser, auch wenn es manchmal die eine oder andere Hürde zu nehmen galt. Doch wie ich feststellte, ist das Internet eine schier unerschöpfliche Quelle für Lösungen. Es gibt kein Problem, dass nicht jemand anders schon gehabt hat! Man findet immer ein Lösung! Also war es irgendwann soweit und ich installierte Ubuntu neben meiner Windows XP Installation. Mit der Zeit merkte ich, dass ich mein Windows kaum noch nutzte und eigentlich auch nicht mehr benötigte. Also runter damit! Seit dem läuft Ubuntu auf meinem Rechner und ich habe es bisher nicht bereut. Es gibt so viele Kleinigkeiten, die unter Linux einfach spitze sind und die man bei Windows vergeblich sucht. Besonders Support bei Problemen. Um nur ein kleines Beispiel zu nennen: die native Unterstützung für RAW Fotos. Schon mal versucht unter Windows "mal eben" ein Bild zu verkleinern? Wenns geht bitte direkt im Explorer? Es gibt massig Beispiele, aber ich empfehle jedem selbst die Vorteile herauszufinden. Wie der Titel schon sagt, gibts natürlich nicht nur Positives. Was mich stört, ist zum Beispiel gewisse Strukturen zu erkennen bzw. eine klare Linie. Das mag daran liegen das jeder mitarbeiten kann? Die Community ist sehr groß und sehr unübersichtlich und man verliert leicht den Durchblick, vor allem dann wenn man nicht sehr Computer versiert ist. Von diesen Dingen mal abgesehen fehlt mir: Ein guter Videoeditor! Es gibt zwar einige, doch vernünftig finde ich keinen davon! Oft fällt das Argument "mit Linux kann man nich zocken..." - Blödsinn! Es mag nicht DAS Spiele OS sein, aber im Prinzip kann man (manchmal mit kleinen Abstrichen) fast alles Spielen. Ich spiele gelegentlich mal und kann bisher nicht meckern. Jedes Spiel das ich spielen wollte lief! In meinen Augen ist Linux das perfekte Betriebsystem zum surfen im Web und fürs Büro und mit Sicherheit eine Alternative zum Microsofts neustem Streich. Schon allein wenn man bedenkt, das ALLES kostenlos ist! Ach ja, schonmal unter Windows Musik gehört, Video kodiert und gleichzeitig im Web gesurft? Selbst bei voller CPU Last ruckelt unter Linux der Sound nicht und auch das Surfen läuft mit dem gleichen Speed wie bei unbelasteter CPU! Genug der Worte, versucht es selbst: