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Donnerstag, Januar 15 2009

ext4 stable

p1020413Seit Kernel 2.6.28 gilt das ext4 Dateisystem als stable. Ext4 bietet einige Verbesserungen gegenüber des Vorgängers ext3, mit der neuen Version können Dateien bis 1 Exabyte! verwaltet werden, was auch gleichzeitig die maximale Dateisystemgröße ist,  Ext3 schafft bei 4KB  Blockgröße immerhin noch satte 8 Terabyte (TB). Ausserdem wurde die Zugriffsstrategie überarbeitet, was eine Reduzierung der E/A Zugriffe zur Folge hat. Ext4 bietet eine höhere Ausfallsicherheit gegenüber den Vorgängern und wartet mit vielen kleinen Detailverbesserungen auf wie z.B. Zeitstempel auf Nanosekundenbasis, Onlinedefragmentierung und vieles mehr. Man darf gespannt sein, denn auch die Geschwindigkeit bei Dateizugriffen soll nach Entwicklerangaben höher sein als noch bei ext3

Donnerstag, Dezember 18 2008

h.264 im Land der Polygone

nvidia_linuxEndich gibts ihn! Den langersehnten Treiber für Linux, der es der Grafikkarte nun gestattet der CPU bei der Dekodierung von HD Material unter die Arme zu greifen. Windowsuser kennen das als z.B. "Pure Video" - Technologie aus dem Hause Nvidia. Nachdem ATI nach inoffiziellen Berichten im Hintergrund an der XvBA API (X-Video Bitstream Acceleration) arbeitet und diese auch teilweise schon in den Catalyst Treiber integriert hat, kocht Nvidia ihr eigenes Süppchen, die VDPAU API (Video Decode and Presentation API for Unix). Die ist vergleichbar mit der Pure Video HD Technologie. Alle nötigen Files findet man ab sofort im neuen Treiber ab der Version 180.06, sodass bald mit einem breiten Spektrum an neuen Updates mit VDPAU gerechnet werden kann. Nvidia selbst liefert schon Patches aus um VDPAU mit dem mplayer nutzen zu können, dies schliesst auch Änderungen in libavcodec, libavutil, und ffmpeg mit ein. Den Patch findet man HIER auf Nvidias FTP Server. VDPAU ist derzeit in der Lage MPEG-1, MPEG-2, H.264, und VC-1 Bitstreams entscheidend zu beschleunigen, ausserdem bietet es eine API zur Bildnachbearbeitung bzw. Post-Processing (z.B. Deinterlace)  an. Die Nvidia Developer Documentation beschreibt dies so:
"The Video Decode and Presentation API for Unix (VDPAU) provides a complete solution for decoding, post-processing, compositing, and displaying compressed or uncompressed video streams. These video streams may be combined (composited) with bitmap content, to implement OSDs and other application user interfaces."
Bleibt abzuwarten, was die ganze Sache nun wirklich bringt, aber definitiv ein lang erwarteter Schritt in die richtige Richtung. Besonders im Bereich BluRay und HD Wiedergabe konnte Linux bisher leider noch nicht punkten, was sich wohl nach dieser Veröffentlichung geändert hat.

Montag, Dezember 8 2008

gspca - the heat is on...

Die mittlerweile fest im Kernel integrierten gspca Module sind wohl fehlerhaft bzw. nicht sauber programmiert. Die Module sollen unter anderem dafür sorgen, dass meine integrierte Webcam funktioniert. Die Kamera funktioniert auch, wird allerdings auch bei Nichtgebrauch ziemlich warm bzw. heiss. Das hat bisher keinen Schaden hinterlassen, scheint aber dennoch nicht in Ordnung zu sein. Aus diesem Grund habe ich die Module erstmal bis auf weiteres entladen. In meinem Fall (ASUS A8JP) müssen die Module
gspca_vc032x
und
gspca_main
entladen werden. Ein sudo rmmod gspca_vc032x und rmmod gspca_main sollte Abhilfe schaffen. Dieser "Bug" scheint wohl nur bei Asus Laptops auzutreten. Die intern über USB angebundene Webcam nennt sich "Z-Star Microelectronics Corp. USB 2.0 Webcam" oder zumindest sagt lsusb das. Da es leider noch keine andere Lösung gibt, scheint das Entladen der Module im Moment wohl die einzige Möglichkeit zu sein, die Heizung im Laptopdeckel abzuschalten.

Samstag, November 15 2008

iTunes und Virtualbox in Ubuntu

Um iTunes nutzen zu können, muss zuerst einmal Virtualbox installiert werden. Allerdings ist hier darauf zu achten, es nicht aus den Ubuntu Repositories zu installieren, denn die darin enthaltene Version (Virtualbox OSE) bietet keinen USB Support. Den brauchen wir natürlich um einen iPod mit iTunes synchronisieren zu können. Daher müssen wir uns von der Virtualbox Herstellerhomepage die PUEL Edition herunterladen, die unter GPL2 veröffentlicht wurde. Diese gibts auch schon als vorkompiliertes Paket für Intrepid Ibex und ältere Versionen. Einmal installiert, muss nun noch WindowsXP aufgesetzt werden und darin dann iTunes installiert werden. Doch trotz allem wird vermutlich kein USB Gerät in der Virtualbox angezeigt werden. Das liegt daran, dass Ubuntu den Zugriff auf USB Geräte nich erlaubt bzw. Virtualbox nicht auf die gemounteten Geräte unter Ubuntu zugreifen kann. Lösung: Zuerst muss die gid der vboxusers Gruppe herausgefunden werden. Durch Eingabe von
cat /etc/group|grep vboxusers
was in meinem Fall diese Ausgabe liefert vboxusers:x:128:root,nox . Die 128 entspricht hierbei der GruppenID gid. Diese gilt es sich zu merken! Nachdem wir nun die gid gefunden haben, ergänzen wir das Script mountkernfs.sh . Dazu öffenen wir die Datei mit
sudo gedit /etc/init.d/mountkernfs.sh
Hier suchen wird nach dieser Stelle:
    #
    # Mount proc filesystem on /proc
    #
    domount proc "" /proc proc -onodev,noexec,nosuid
Und ergänzen dahinter folgende Zeile:
#intrepid vboxfix
    domount usbfs "" /proc/bus/usb usbdevfs -onoexec,nosuid,nodev,devgid=128,devmode=664
Hierbei ist darauf zu achten, dass devgid gleich unserer oben ausgelesenen GruppenID ist! In meinem Falle 128. Nun noch die Datei speichern und einen Reboot durchführen. Dies ist wichtig, da ansonsten nichts passieren wird! Nach dem Neustart sollte Virtualbox jetzt alle angeschlossenen USB Geräte finden, inklusive iPod. Um zu prüfen, ob USB korrekt gemountet wurde, kann das mit:
mount | grep usb
Überprüft werden, was procbususb on /proc/bus/usb type usbfs (rw) als Ausgabe haben sollte und zwar nur das, falls noch mit fstab herumprobiert wurde o.ä.. Diese Anleitung bezieht sich auf ein Ubuntu Intrepid Ibex System (Kernel 2.6.27-8-generic) mit Virtualbox PUEL 2.0 und iTunes 8.1 und iPod Touch (jailbroken Firmware 2.1).

Dienstag, November 4 2008

Compiz Fusion und flackerndes Video

Auch Ibex hat seine Schattenseiten, die mir nach dem Update offenbart wurden. Scheinbar ist der neue fglrx Treiber noch fehlerhaft, denn er erzeugt im Zusammenhang mit Compiz Fusion ein Bildflackern bei der Wiedergabe von Videos. Und das sowohl im Fenster, als auch im Vollbildmodus. Sämtliche Konfigurationen wollten mit aktiviertem Compiz nicht funktionieren, nur der X11 Treiber ohne Renderunterstützung der Grafikkarte, was sich sogleich durch leichtes Ruckeln und eine insgesamt "rumpelige" Wiedergabe und eine enorme CPU Belastung äusserte. Hierzu muss allerdings gesagt werden, dass es sich bei der Videodatei um ein Matroska Video in 720p mit avc1 und a52 Codec handelte. Das war nicht hinnehmbar und so suchte ich nach Lösungen, die ich auch sogleich fand:
Section "Device" ........ Option "VideoOverlay" "off" Option "OpenGLOverlay" "on" Option "TexturedVideo" "off" ......... EndSection
sollte der /etc/X11/xorg.conf hinzugefügt werden, wobei bei mir nur die Option TexturedVideo Wirkung zeigte. Das Flackern war Verschwunden, aber die Wiedergabe nach wie vor nicht in Ordnung, denn die Option schien einfach nur die "Hilfe" der Grafikkarte zu blockieren. Nach langem Probieren mit Codecs, alternativen Wiedergabegeräten a la xvmc, x11 mit sämtlichen OpenGL Varianten, xv usw. und auch mehreren Player Frontends, komme ich zum Entschluss: Irgendetwas scheint im neuen fglrx Treiber noch nicht rund zu laufen! Deaktiviert man Compiz läuft die Wiedergabe des og. Matroska HD Videos einwandfrei, flüssig und wie gewohnt mit Renderunterstützung der Grafikkarte. Das An- und Ausgeschalte von Compiz ist zwar leider etwas nervig, aber für mich im Moment die einzige wirksame Methode. Hoffen wir auf eine schnelle Behebung! Abschliessend vielleicht noch interessant: Bei meiner Karte handelt es sich um eine ATI Radeon Mobility X1700 im Notebook.

Freitag, Oktober 31 2008

Intrepid Ibex Fazit

Es ist da! Das neue Ubuntu! Nachdem ich in den Paketquellen die "Turnusmäßigen Freigaben" aktualisiert hatte, bekam ich die Benachrichtigung über das Distributionsupgrade in der Aktualisierungsverwaltung. Nach einigen Klicks gings los: 1400MB mussten heruntergeladen werden, dies dauerte gut 45 Minuten. Nach knapp 1 1/2 bis 2 Stunden war alles fertig und ich konnte das System neustarten, ohne Fehler. Hin und wieder musste ich das Ersetzen einer Konfigurationsdatei bestätigen, aber das wars auch schon. Nach dem Neustart wurde ich von meinem bekannten Anmeldebildschirm begrüßt. Schnell mein Passwort eingetippt und alles war "wie ich es verlassen hatte". Auch die 3D Grafiktreiber von Nvidia wurden problemlos aktualisiert. Eine Neuerung, die mir sofort auffiel, auf die allerdings auch durch das System hingewiesen wurde, der Logout Knopf verbirgt sich jetzt hinter dem Benutzernamen im Panel. Da für lässt sich mit einem Klick hierauf, sofort der Status von Pidgin und vermutlich auch anderen Messengern verändern und das Global. Programmtechnische Neuerungen bringt Ubuntu selbstverständlich auch einige mit, wobei meine Wünsche, wie z.B. die Firefox 3.1 Beta oder Open Office 3 dabei aussen vor blieben. Besonders hervorheben muss man aber die neue VLC Version sowie die neue Gimp Version. Hier hat sich im Vergleich zu den Vorgängern tatsächlich einiges getan. VLC begrüßte mich sofort beim Start mit der Meldung, dass es für mich Cover Art und Infos aus dem Netz holen könnte, wenn ich es wollte, da das Programm nicht einfach selbstständig auf das Internet zugreifen wolle. Na, das nenne ich doch mal ne Nachricht. Hier kann sich so mancher Redmonder mal eine Scheibe abschneiden. Was mal wieder nicht funktionierte, war die automatische Rekompilierung der Virtualbox Kernel Module, was mir noch ein bisschen Arbeit bereiten wird. Was auch nach dem Upgrade fehlte war die angepriesene Verschlüsselung des Home Verzeichnis. Nach einigen Recherchen im Netz wird die wohl nur bei Neuinstallation aktiviert. Wer dennoch einen Verschlüsselten Ordner nutzen möchte sollte folgendes in seine Konsole eintippen, bzw. per Paketmanager installieren:

sudo apt-get install ecryptfs-utils
Danach nur noch die Konfiguration starten. In der Konsole über:
ecryptfs-setup-private
Hier einmal, bzw. wer möchte auch 2x das Loginpasswort eingeben und bei nächsten Systemstart gibts auf dem Desktop den Verschlüsselten Ordner "Private" der nach dem Login ent- und beim Logout wieder verschlüsselt wird. Vieles hat sich anscheinend auch unter der Haube von Intrepid Ibex getan, denn meine komische alte Webcam, die lange nicht funktionierte, wird nun einwandfrei erkannt und läuft. Ibex bring auch eine riesige Menge an neuen WLAN Treibern mit, allerdings kriegen die meinen extrem Linuxfeindlichen Siemens USB Stick 108 nicht zum laufen. Macht aber nichts, ich habe ja Kabel ;) . Was mir sofort nach Systemstart auffiel, war die enorme Geschwindigkeitsverbesserung beim gesamten System. Fenster öffnen sich schneller und auch andere Programme starten schneller, wie ich finde wirklich merkbar. Vielleicht nur ein subjektiver Eindruck? Prinzipiell kann man nur sagen: Ein Hoch auf die Entwickler! Ach ja, auch bei Synaptic gibts eine kleine aber einschneidende Verbesserung: Man kann nun direkt auf der Oberfläche Suchbegriffe eintippen. Wirklich gut! Ausserdem wurde eine Gastsitzung eingeführt, bei der Gäste den Rechner nutzen können, ohne dabei mit den eigenen Einstellungen in Konflikt zu geraten oder eigene Daten zu sehen oder gar zu ändern. Fazit: Ein durchaus gelungenes System mit unproblematischem Update. Mal sehn obs beim Laptop auch so gut klappt.

Donnerstag, Oktober 2 2008

Intrepid Ibex 8.10

Die Zeit läuft! Noch ein knapper Monat bis es wieder heissen darf sudo apt-get upgrade und das neue Ubuntu Intrepid Ibex (unerschütterlicher Steinbock) mit der Versionsnummer 8.10 ins Rennen geht. Die neue Version soll viele Verbesserungen, besonders in den Bereichen High End Hardware, Notebook und Sub-Notebook geben. Lassen wir uns überraschen. Ich freue mich jedenfalls auf frische Software ;)