Samstag, Mai 22 2010

Ubuntu Server und die neuen Netzwerkkarten

Nachdem in meinem Server eine Netzwerkkarte ausgefallen war und ausgetauscht werden musste, bestellte ich direkt zwei neue. Schnell waren die Alten ausgetauscht und die Neuen eingebaut, doch nach dem Start des Servers Ernüchterung: Neben der auf dem Mainboard verbauten Netzkarte wurde nichts weiter gefunden! ifconfig gab keine Auskunft über die Netzkarten und auch der Versuch die Karten per ifup zu aktivieren schlug fehl. Komisch eigentlich, denn lspci bewies eindeutig, dass die Karten eingesteckt waren und laut Logs trat auch kein Fehler auf. Nach einiger Suche stiess ich auf die Lösung: Ubuntu legt in der Datei /etc/udev/rules.d/70-persistent-net.rules Informationen über Netzkarten, deren Namen, Hardwareadresse usw. ab. Da dort noch die alten Netzkarten als eth1 respektive eth2 eingetragen waren und die Neuen unter eth3 und eth4 geführt wurden, schien Ubuntu sie nicht weiter zu beachten. Nach dem Entfernen der Einträge der alten Karten und Anpassen der Namen sind die Karten nun wieder da und alles läuft wieder ohne Probleme.

Montag, Mai 25 2009

Firefly und Fireplay

Nachdem mein Firefly Media Server nun einwandfrei und ohne Murren läuft, habe ich mich nach weiteren Möglichkeiten umgesehen die das Abspielen bzw. den Zugriff auf den Server erleichtern. Nach einigem Suchen stieß ich auf Crossfire, eine HTML basierte Playerlösung, die sogar auf iPhone und iPodTouch laufen sollte und schnellen Musikgenuß via Webbrowser versprach. Glücklicherweise war die Installation schnell erledigt, denn es galt nur ein zip-file ins Webroot zu entpacken. Leider stellte sich recht schnell heraus, dass dieser Webplayer nicht das Gelbe vom Ei war und zudem auch nicht vernünftig auf Musikrequests (zb. vom Ipod) reagierte. Also weg damit! Die nächste Alternative war Fireplay, bestehend aus 3 Dateien und auch in der Installation problemlos, Daten kopieren, kurz konfigurieren, fertig! Da Fireplay leider eine Flashapp ist, besteht keine Möglichkeit sie mit iPod oder iPhone zu nutzen. Nichts desto trotz macht Fireplay eine sehr gute Figur und arbeitet schnell und einfach. Wenn man einfach zwischendurch mal ein bisschen Musik hören möchte, oder eine kleine Playlist erstellen möchte, ist Fireplay genau das Richtige. Darüberhinaus bietet es die Möglichkeit Songs direket vom Server als MP3 File downzuloaden und auch Coverart (von Last.fm) ist integriert. Das Erstellen von Playlists ist etwas gewöhnungsbedürftig, funktioniert aber ganz gut, wenn man einmal dahinter gekommen ist ;). Leider habe ich bisher noch keine Funktion gefunden Lieder aus der Playlist zu entfernen? Fireplay ist definitiv eine gute Ergänzung zum Firefly Media Server und ermöglicht schnellen und einfachen Musikgenuß übers Netzwerk und natürlich theoretisch auch übers Internet ohne Installation von Programmen oder dem Einrichten von Freigaben oder ähnlichem. http://www.fireflymediaserver.org/ http://ffmcrossfire.sourceforge.net/ http://www.mediasmartserver.net/wiki/index.php?title=FirePlay ffplay

Montag, Mai 4 2009

Windows Server - R.I.P.

winubuDie letzte Bastion der komerziellen Betriebssysteme verlässt mein Haus. Heute habe ich begonnen den schon lange im Dienst befindlichen Windows 2003 Server durch einen Linux Server zu ersetzen und damit nur noch Mircosoft-freie Rechner zu besitzen. Hier kommt die Ubuntu Server Edition zum Einsatz, die auf einem Pentium 4 mit 2,8Ghz läuft, sprich meinem alten Desktop Rechner. Neben Musiksharing via DAAP soll der Server als Dateiablage und Backupsystem fungieren, ausserdem noch als DHCP Server und Videostreaming Server. Dies klappt eigentlich alles prima und die Konfiguration ging tatsächlich schneller und leichter von der Hand als ich gedacht hatte, ausserdem findet man wirklich tonnenweise Hilfe im Netz falls es doch mal irgendwo klemmt. Auch die Windows Clients, die ich testweise in einer VM gestartet habe kommen gut zurecht. Ein kleines Problem scheint es allerdings mit Clients zu geben, die auf Samba Shares zugreifen wollen, aber eine statische IP Adresse besitzen, denn die haben komischerweise keinen Zugriff über network:/// bzw. die "Netzwerkumgebung", sonder nur per Direktzugriff auf die IP. Schauen wir mal was noch wird, aber bisher bin ich wirklich sehr zufrieden.

Montag, Februar 16 2009

CIFS VFAT Shutdown Error

Wer feste Netzwerkfreigaben in seinem System eingebunden hat, die auf Samba basieren, kennt vielleicht diese oder eine ähnliche Fehlermeldung:
CIFS VFS: server not responding. 
No response for cmd 50 ...
So oder so ähnlich. Eigentlich nicht weiter schlimm, würde dies das Herunterfahren des Rechners nicht enorm herauszögern. Das Problem liegt darin, dass das Netzwerk beim Shutdown bereits deaktiviert wurde bzw. die Module entladen, die Cifs Freigabe aber immernoch gemountet ist. Da die Freigabe auf Grund der nicht mehr vorhandenen Netzverbindung nicht mehr getrennt werden kann, kommt es zu diesem Fehler. Um ihn zu beheben muss dafür gesorgt werden, dass die umountnfs.sh früher ausgeführt wird (in S14 statt erst in S31). Dazu geben wir folgendes ein: sudo mv /etc/rc0.d/S31umountnfs.sh /etc/rc0.d/S14umountnfs.sh sudo mv /etc/rc6.d/S31umountnfs.sh /etc/rc6.d/S14umountnfs.sh Danach sollte das System ohne Murren herunterfahren und das Networkshare ordentlich trennen.

Dienstag, Januar 6 2009

Taschen-PC für überall

[caption id="" align="alignleft" width="180" caption="fit-pc"]fit-pc[/caption] Taschen PC gefällig? Ich spreche nicht von einem Netbook Nettop oder ähnlichem, ich spreche vom Fit-PC ! Dies ist ein mini PC in Zigarettenschachtelgröße, was aber noch nicht das bewundernswerteste an dem Gerät ist. Wirklich faszinierend ist die für diese Größe wirklich leistungsstarke Hardware. Ein 500Mhz AMD Geode Prozessor bildet das Herz des Rechners, 512MB DDR Ram und eine 60GB Harddisk sind fest integriert. Ausserdem verfügt der Rechner über eine FullHD fähige Geode LX Grafikkarte. WLAN, Ethernet, Sound und USB sind ebenfalls eingebaut. Auf dem Rechner läuft ein Windows XP oder Ubuntu Linux System! Da er nur gut 4-8 Watt! verbraucht ist er der optimale Dauer-On-PC und auch absolut brauchbar für kleinere Serveraufgaben Da er über ein Netzteil mit 12V versorgt wird, besteht auch die Möglichkeit den Rechner direkt an das Bordnetz eines Autos anzuschließen und hier als Musikanlage, Navigationsgerät, Videoplayer oder was auch immer verwendet zu werden. Die Möglichkeiten sind wirklich sehr vielseitig und bei einem Preis von 200$ kann man eigentlich auch nicht meckern.

Dienstag, November 25 2008

Nexuiz - Cross Platform Gaming

Spass muss nicht teuer sein, oder in diesem Fall sogar gar nichts kosten. Die Rede ist von dem erstklassigen FPS-Game Nexuiz. Nexuiz ist ein Open Source Ego Shooter mit hochwertigen grafischen Effekten und guter Grafik, sogar HDR (High Dynamic Range) wird unterstützt. Das Gameplay ist äusserst anspruchsvoll, wenn auch anfangs schwierig, da man wirklich recht genau zielen muss um jemanden zu treffen. Schnell weiss man aus dem Repertoi an Waffen das Beste auszuwählen um schnellstmöglich zum Ziel zu gelangen ;). Grafisch baut Nexuiz auf der Darkplaces Engine auf, welche wiederum auf OpenGL basiert. Als minimum Hardware geben die Entwickler einen PIII mit 1Ghz an, eine GeForce2 und 512MB Ram, was das Spiel auch für ältere Rechner und/oder Laptops noch interessant macht. Zudem besteht natürlich die Möglichkeit online auf einem der vielen Server zu spielen. Aber nicht nur online, auch allein im Einzelspielermodus macht das Spiel durch abwechslungsreiche Level bzw. Modi enorm Spass. Teamdeathmatch, Domination, Rocketarena oder InstaGib und LowGravity stellen hier nur einige Modi dar. Von Stelle zu Stelle wird man manchmal an diverse kommerzielle Spiele gleichen Genres erinnert, aber das soll den Spielspass nicht trüben. Einzig die Waffensounds klingen teilweise etwas bescheiden, was einen nach einiger Zeit aber nicht mehr stört, weil man sowieso mit anderen Dingen beschäftigt ist. Wer also Lust zum Spielen / Testen hat, kann das Spiel direkt [HIER HERUNTERLADEN] oder sich [HIER] auf der offiziellen Website umsehen. [gallery]

Montag, Oktober 6 2008

Geexbox

Auch wenn der Name anderes vermuten lässt, Geexbox hat nichts mit Geeks oder sonstigem größeren technischen Verständnis zu tun. Geexbox ist eine Minilinuxdistribution, bzw. ein kleines Mediacenter, welches sich bequem von CD oder USB-Stick starten lässt. Geexbox kann mit UPNP Servern kommunizieren, kann auf Samba (Windows) Freigaben zugreifen, liest Shout- und Icecast TV und Radiostreams, DVDs und versteht sich mit vielen digitalen und analogen Sat und TV Karten. Das gesamte System läuft komplett aus dem Ramspeicher und nimmt mit maximal 20MB nicht viel Platz ein. Besonders für Mediacenter PCs ist das System interessant, aber auch für einfache ältere Rechner (wie bei mir) die als Mediacenter herhalten müssen. Für einen Start braucht Geexbox keine Minute und lässt sich auch komplett ohne Tastatur mit einer Fernbedienung bedienen. Geexbox versteht sich von Haus aus mit einer ganzen Reihe von komerziellen Mediacenter Fernbedienungen, aber auch mit selbstgebauten IR Empfängern, wie ich ihn zum Beispiel nutze. Das Backend hierfür bildet Lirc. Hinter dem ganzen System steht der MPlayer als Abspielsoftware. Auch busybox ist für den debug mode und manuelle Konfiguration installiert. Geexbox kommt mit einem integrierten FTP und Telnet Server daher, so lassen sich neue Dateien schnell per Netzwerk einspielen oder Änderungen komfortabel durchführen. Der Shutdown der Box dauert nur ca. eine Sekunde, da nur Festplatten und Shares ausgehängt werden und das System ja komplett aus dem Ram läuft. Wer Geexbox testen möchte, kann das mit einer Live CD tun oder sollte sich an den ISO Generator wagen. Mit dem Generator kann man selbst bestimmen, welche Funktionen, Codecs und Treiber im System enthalten sein sollen. Auch Themes lassen sich auswählen und auch leicht selbst erstellen. Zur Zeit arbeiten die Entwickler wohl an einer Geexbox HD Version, daher gibts wohl seit längerem schon keine Updates. Im Forum findet man allerdings mehrere Alpha und Beta Versionen. Zum Schluss noch: http://www.geexbox.org

Freitag, September 12 2008

Netcat

Heute möchte ich kurz auf das kleine aber durchaus nützliche Programm netcat eingehen. Um es einfach zu sagen: Netcat verbindet sich zu einem Server oder hört selbst nach eingehenden Verbindungen, je nach Startparameter. Um eine Verbindung zu einem Server aufzubauen reicht der Aufruf:
nc <host> <port>
Beispielsweise setzen wir als Host google.de und als Port 80. So verbinden wir uns zu google.de auf Port 80, also zum Webserver. Netcat gibt bei der Verbindung keine Rückmeldung, dass die Verbindung besteht. Doch sie besteht und das kann durch abrufen der Http Informationen bewiesen werden:
printf 'GET / HTTP/1.0\n\n'
Dies sollte uns den Quellcode der Google Seite offenbaren. Wie man an diesem einfachen Beispiel sehen kann sind die Möglichkeiten von Netcat enorm! Es ist so möglich zum Beispiel auf FTP Server, Mailserver und sämtliche anderen Server zuzugreifen. Aber netcat kann noch mehr. Zum Beispiel auf die schnelle einen Chat zur Verfügung zu stellen oder einen Webserver? Im Bild kann man sehen, dass ich einen "Server" gestartet habe, der auf Port 10000 lauscht. Danach habe ich mit Firefox http://localhost:10000/ aufgerufen und man sieht deutlich die Anfrage meines Browsers. Da man für das öffnen von Ports < 1024 root Rechte braucht, bin ich hier auf den Port 10000 ausgewichen. Ein Chat funktionier fast genauso. Ein Rechner lauscht mit nc -l -p <port> nach Verbindungen und ein anderer verbindet sich. Nun können auf einfache Weise Nachrichten ausgetauscht werden. Wie man sieht ist netcat ein sehr umfangreiches Tool, dass natürlich noch mehr Funktionen besitzt. Wer mehr über netcat und seine Möglichkeiten erfahren möchte sollte sich die manpages anschauen, oder auf dieser nachsehen.