Samstag, Mai 2 2009

Hier, du studierst doch Informatik...

tcppunch ...kannst du mir mal eben dies und jenes?! Diesen Satz haben wohl viele schon gehört. Warum glauben die Menschen immer, dass man jede Frage rund um Computer, um sämtliche Software beantworten kann? Folgende Frage durfte ich mir vor kurzem anhören, was mich letztendlich zum posten dieses Bildes veranlasste: "Ach ja, ich hab da ne Frage! Als ich den Computer letztes Mal gestartet habe, kam da so eine Frage, da hab ich OK gedrückt, dann kam noch was und da hab ich dann ja geklickt... Was war das denn jetzt?" - "Was für eine Frage stand denn da?" - "Hmmm, weiss nich mehr, aber ich hab OK gedrückt, war das richtig?" - "Ja woher soll ich das wissen, wenn ich die Frage nicht kenne?" - "Ja, klar! Aber du studierst doch Informatik, da musst du das doch wissen?" Wobei wir wieder am Anfang wären, leider ist mir das Hellsehen noch nicht so vertraut, ich arbeite aber dran. Ach ja, noch eine Frage meinerseits: Warum frage die Leute immer erst dann nach Hilfe wenn wirklich alles im Eimer ist? Genau dann, wenn die Viren und Würmer schon aus dem CD-Rom Laufwerk winken? Fragen über Fragen, aber die Antwort muss irgendwo da draussen sein...

Freitag, Februar 13 2009

Geburtstagsparadoxon

Einigen ist es vielleicht schon bekannt, anderen nicht, das Geburtstagsparadoxon bzw. das Geburtstagsproblem. Ein Problem bzw. ein Phänomen aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung, dessen Ergebnis trotz mathematischer Eindeutigkeit sehr beeindruckend ist. Bei einer Gruppe von nur (!) 23 Leuten, besteht eine über 50%ige Chance, dass zwei Personen am gleichen Tag Geburtstag haben. Da die Kurve mit zunehmender Personenzahl steigt, ist die Chance bei 30 Leuten schon bei 70%! Ein sehr interessantes Phänomen, was tatsächlich stimmt! Bei meinem Test mit einer Gruppe von gut 30 Leuten gab es sogar 4 Personen (2x 2Personen) die am gleichen Tag Geburtstag hatten. Ausser Acht gelassen sind natürlich die Jahre, es geht ausschließlich um den Tag.  Wirklich interessant! Die Werte von p im Diagramm kann man übrigens mit den Prozentwerten gleichsetzen (P = 0,1  entspricht 10%). Wer noch mehr darüber erfahren möchte und den genauen Rechenweg, sollte sich die Wikipedia Seite dazu einmal ansehen. Oder auf der englischen Wikipedia Seite, die das Problem etwas ausführlicher beleuchtet. Die folgende Tabelle zeigt die Wahrscheinlichkeiten für ausgewählte Werte:
n p(n)
10 11.7%
20 41.1%
23 50.7%
30 70.6%
50 97.0%
57 99.0%
100 99.99997%
200 99.9999999999999999999999999998%

Samstag, Dezember 20 2008

Amarok 2 ein Fazit

am2Nachdem ich den neuen Amarok nun einige Tage testen konnte, bin ich noch immer nicht wirklich überzeugt. Am meisten fehlt mir das Erstellen von Playlist aufgrund von Last.fm Tags, diese sind nun gar nicht mehr enthalten obwohl Last.fm nun komplett in der Software integriert ist? Schwach! Dynamische Playlisten lassen sich auch nicht mehr so komfortabel erstellen, wie bei Amarok 1.4, denn z.B. beim Kriterium Jahr lässt sich nur "ist" wählen, statt "größer" oder "kleiner". Die beiden letztgenannten lassen sich mehr oder minder durch den % Regeler simulieren, trotzdem inakzeptabel. Die  "Empfohlene Stücke" dynamische Playlist gibts leider auch nicht mehr, auch Funktionen wie "nie gespielte Stücke", "Lieblingsstücke" etc. aus der alten Version, lassen sich nicht auffinden.  Auch der gewählte Modus "Random" usw. wird leider nicht im Hauptfenster angezeigt, man bekommt die Information lediglich über das Kontextmenü. Traurig! Für mich scheint Amarok 2.0 sogar ein Rückschritt in der Funktionalität zu sein! Hier wurde anscheinend versucht Benutzerfreundlichkeit auf Kosten von Funktionalität zu erreichen. Zudem stürzt die aktuelle Version auch gerne mal ab, oder hängt sich einfach für gewisse Zeit auf und beschenkt die CPU mit unerklärlichen Berechnungen, die sie mit 100% auslasten. Für mich ist dies keine Release-, sondern allenfalls eine Betaversion! Eine Funktion konnte mich allerdings trotz der ganzen negativen Eindrücke überzeugen und zwar das automatische Laden von Covern und die Anzeige selbiger in der Playlist, sehr gut! Zu so gut wie jedem Album wird problemlos das passende Cover gefunden, sofern keins vorhanden. Ob manche der Probleme auch bei Gnome zu suchen sind ist die große Frage, ich allerdings werde vermutlich habe wieder auf die geliebte alte 1.4 Version down(ge)grade(t)n. Vielleicht darf man auch noch nicht so hart mit den Entwicklern in Gericht gehen, denn jeder Baum war mal ein kleiner Halm und vielleicht siehts ja mit Amarok 2 genauso aus? Laut den Entwicklern werden nach und nach neue Features hinzugefügt, wir warten mal ab ;) Ich bleibe erstmal bei 1.4 !

Donnerstag, Dezember 4 2008

Wie sie hören, hören sie nichts!

Die Rede is von meiner Soundkarte! Bzw. meinen Soundkarten, denn in meinem Rechner sind zwei Karten eingebaut. Einmal die Standart AC'97 Onboard Karte und eine Soundblaster Audigy, die über PCI angeschlossen ist. Als kluger Mensch habe ich die Onboard Karte im BIOS natürlich deaktivert, was Ubuntu aber nicht daran hindert sie trotzdem zu benutzen! Das zeugt von einem guten Betriebssystem, wenn es sogar schafft deaktivierte Geräte zu erkennen. Im Prinzip ist mir relativ egal, ob die Soundkarte genutzt wird oder nicht, aber nachdem der Adobe Flashplayer den Ton von Flashvideos a la youtube manchmal (was auch schon komisch ist) über die interne Karte ausgibt. Die Interne Karte nutzt OSS und die Audigy Karte ALSA, vermutlich liegt hier das Problem. Allerdings habe ich bisher noch keine wirksame Lösung gefunden die interne Karte zu deaktiveren. Auch das Entladen bzw. Blacklisten der Module ac97_bus und snd_ac97_codec hat nicht geholfen. Zu alle dem habe ich noch 3 Mixer vom PulseAudio Server, die auch noch ihren Senf in Sachen Sound hinzugeben (2 Capture und ein Playback Mixer). Ich weiss nicht mehr weiter... Falls jemand eine wirksame Lösung hat, bitte melden!

Freitag, November 21 2008

Compact Flash to IDE

Um meinen "Mediacenter" PC im Schlafzimmer etwas aufzupeppen und vor allem ihn leise zu machen habe ich mir eine Compact Flash to IDE Adapterkarte bestellt. Ganz prima eigentlich, mit meiner 80x Flashkarte von Transcend gibts allerdings ein paar Probleme dazu aber später mehr. Zuerst mal ist das Ding eine kleine Karte mit IDE Stecker, die direkt auf das Mainboard gesteckt wird und einen Slot zum aufnehmen einer CF Karte. Dann noch 3 Jumper zu regulieren von Master/Slave, Power, also Voltzahl und Stromversorgung (external / via IDE). Schnell war die Karte in Slot und die alte Festplatte abgeklemmt. Rechner eingeschaltet, oder doch nicht? Ach doch! Man hört es nur nicht mehr wenn die uralte 5GB Platte ihren Dienst nicht mehr tut. Die CF Karte wurde vom Bios erkannt und auch die Geexbox Installationsroutine fand die neue "Harddisk". Allerdings,  und genau das scheint das Problem zu sein, erst nach einiger Verzögerung. Wie ich später im Debug herausgefunden habe verursacht die Karte oder der Adapter einen DMA Fehler und das System setzt das Device mehrfach zurück, bis es irgendwann einfach weitermacht. Ab da funktioniert alles prima, auch mit einer moderaten Geschwindigkeit. Übrigens ist die Geschwindigkeitsangabe auf Speicherkarten, in meinem Fall 80x, mit 0,16 (160kb) zu multiplizieren und man erhält die Geschwindigkeit in MB/s. Da dieses DMA Problem den Bootvorgang so enorm verlangsamt (er ist zumindest viel langsamer als von Platte), musste ich die Karte ersteinmal wieder ausbauen und auf die gute alte Platte zurückgreifen. Vielleicht muss ich das mal in einem anderen Rechner testen, denn mein sg. Media PC hat schon einige Tage auf dem Buckel und hat vielleicht Probleme? Vielleicht liegt das Problem aber auch bei der Karte? Ich werds herausfinden. Nachtrag: Nach einigen Recherchen habe ich herausgefunden, dass der DMA Fehler durch einen Fehler im Adapterdesign hervorgerufen wird. Der Adapter verbindet die DMA Pins anscheinend nicht korrekt mit dem IDE Interface. Dieser Fehler wurden anscheinend aufgrund einer Revision des CF Kartenlayouts hervorgerufen. Bei Linuxsystemen lässt sich DMA beim Booten deaktivieren und dadurch fehlerfrei arbeiten. Ein ide=nodma als zusätzlicher Bootparameter unterdrückt den Fehler, bei neueren Systemen muss evtl. hda=nodma als Parameter benutzt werden.

Samstag, November 15 2008

iTunes und Virtualbox in Ubuntu

Um iTunes nutzen zu können, muss zuerst einmal Virtualbox installiert werden. Allerdings ist hier darauf zu achten, es nicht aus den Ubuntu Repositories zu installieren, denn die darin enthaltene Version (Virtualbox OSE) bietet keinen USB Support. Den brauchen wir natürlich um einen iPod mit iTunes synchronisieren zu können. Daher müssen wir uns von der Virtualbox Herstellerhomepage die PUEL Edition herunterladen, die unter GPL2 veröffentlicht wurde. Diese gibts auch schon als vorkompiliertes Paket für Intrepid Ibex und ältere Versionen. Einmal installiert, muss nun noch WindowsXP aufgesetzt werden und darin dann iTunes installiert werden. Doch trotz allem wird vermutlich kein USB Gerät in der Virtualbox angezeigt werden. Das liegt daran, dass Ubuntu den Zugriff auf USB Geräte nich erlaubt bzw. Virtualbox nicht auf die gemounteten Geräte unter Ubuntu zugreifen kann. Lösung: Zuerst muss die gid der vboxusers Gruppe herausgefunden werden. Durch Eingabe von
cat /etc/group|grep vboxusers
was in meinem Fall diese Ausgabe liefert vboxusers:x:128:root,nox . Die 128 entspricht hierbei der GruppenID gid. Diese gilt es sich zu merken! Nachdem wir nun die gid gefunden haben, ergänzen wir das Script mountkernfs.sh . Dazu öffenen wir die Datei mit
sudo gedit /etc/init.d/mountkernfs.sh
Hier suchen wird nach dieser Stelle:
    #
    # Mount proc filesystem on /proc
    #
    domount proc "" /proc proc -onodev,noexec,nosuid
Und ergänzen dahinter folgende Zeile:
#intrepid vboxfix
    domount usbfs "" /proc/bus/usb usbdevfs -onoexec,nosuid,nodev,devgid=128,devmode=664
Hierbei ist darauf zu achten, dass devgid gleich unserer oben ausgelesenen GruppenID ist! In meinem Falle 128. Nun noch die Datei speichern und einen Reboot durchführen. Dies ist wichtig, da ansonsten nichts passieren wird! Nach dem Neustart sollte Virtualbox jetzt alle angeschlossenen USB Geräte finden, inklusive iPod. Um zu prüfen, ob USB korrekt gemountet wurde, kann das mit:
mount | grep usb
Überprüft werden, was procbususb on /proc/bus/usb type usbfs (rw) als Ausgabe haben sollte und zwar nur das, falls noch mit fstab herumprobiert wurde o.ä.. Diese Anleitung bezieht sich auf ein Ubuntu Intrepid Ibex System (Kernel 2.6.27-8-generic) mit Virtualbox PUEL 2.0 und iTunes 8.1 und iPod Touch (jailbroken Firmware 2.1).

Dienstag, November 4 2008

Compiz Fusion und flackerndes Video

Auch Ibex hat seine Schattenseiten, die mir nach dem Update offenbart wurden. Scheinbar ist der neue fglrx Treiber noch fehlerhaft, denn er erzeugt im Zusammenhang mit Compiz Fusion ein Bildflackern bei der Wiedergabe von Videos. Und das sowohl im Fenster, als auch im Vollbildmodus. Sämtliche Konfigurationen wollten mit aktiviertem Compiz nicht funktionieren, nur der X11 Treiber ohne Renderunterstützung der Grafikkarte, was sich sogleich durch leichtes Ruckeln und eine insgesamt "rumpelige" Wiedergabe und eine enorme CPU Belastung äusserte. Hierzu muss allerdings gesagt werden, dass es sich bei der Videodatei um ein Matroska Video in 720p mit avc1 und a52 Codec handelte. Das war nicht hinnehmbar und so suchte ich nach Lösungen, die ich auch sogleich fand:
Section "Device" ........ Option "VideoOverlay" "off" Option "OpenGLOverlay" "on" Option "TexturedVideo" "off" ......... EndSection
sollte der /etc/X11/xorg.conf hinzugefügt werden, wobei bei mir nur die Option TexturedVideo Wirkung zeigte. Das Flackern war Verschwunden, aber die Wiedergabe nach wie vor nicht in Ordnung, denn die Option schien einfach nur die "Hilfe" der Grafikkarte zu blockieren. Nach langem Probieren mit Codecs, alternativen Wiedergabegeräten a la xvmc, x11 mit sämtlichen OpenGL Varianten, xv usw. und auch mehreren Player Frontends, komme ich zum Entschluss: Irgendetwas scheint im neuen fglrx Treiber noch nicht rund zu laufen! Deaktiviert man Compiz läuft die Wiedergabe des og. Matroska HD Videos einwandfrei, flüssig und wie gewohnt mit Renderunterstützung der Grafikkarte. Das An- und Ausgeschalte von Compiz ist zwar leider etwas nervig, aber für mich im Moment die einzige wirksame Methode. Hoffen wir auf eine schnelle Behebung! Abschliessend vielleicht noch interessant: Bei meiner Karte handelt es sich um eine ATI Radeon Mobility X1700 im Notebook.