Montag, Januar 26 2009

24p Wiedergabe mit dem PC

Da dies anscheinend mehrere Leute interessiert, möchte ich kurz ein paar Worte über die 24p-Wiedergabe von bzw.  mit einem PC verlieren. Erste Vorraussetzung um 24p am TV wiederzugeben muss der Fernseher und die Grafikkarte diese Bildwiederholfrequenz natürlich unterstützen (24p bedeutet Bildwiederholfrequenz von 24Hz bei einer Auflösung von 1920x1080 Pixeln). Bei Mainboards bzw. Garfikkarten mit einem HDMI Ausgang, sollte dies eigentlich möglich sein. Um die Wiedergabe vernünftig hinzubekommen, sollte ersteinmal ausschließlich der Fernseher per HDMI mit dem PC verbunden werden und nicht noch zusätzlich ein Monitor um dieses Fehlerquelle von Anfang an auszuschließen. Starten wir jetzt den Rechner, sollte dort schonmal ein Bild erscheinen, sprich der Bootschirm von Linux oder Windows. Da der Fernseher nun die einzige Anzeige im System ist, sollte das Bild auch nach dem Booten noch sichtbar bleiben. Wichtig ist auf jeden Fall, dass ein Grafiktreiber der neueren Generation installiert ist, denn im Treibermenü aufloesung (Catalyst Control Center oder Nvidia Treibermenü)  müssen wir die Bildschirmauflösung erstmal auf das Maximum hochdrehen und zwar 1920x1080. Ist diese Auflösung nicht verfügbar, ist entweder der Fernseher oder die Grafikkarte nicht in der Lage diese darzustellen. Da 24p ja einer Bildwiederholfrequenz von 24Hz entspricht, muss diese natürlich auch noch eingestellt werden. Standartmäßig wird der angeschlossene Bildschirm/Fernseher automatisch mit der maximalen Bildwiederholfrequenz betrieben, meist 60Hz um flüssigere Bewegungen ordentlich darstellen zu können und eventuelles Flackern zu unterbinden. Da wir in unserem Fall allerdings genau diese 24Hz haben möchten, stellen wir dies manuell ein. Mein Fernseher zeigte nach Übernahme der Einstellung sofort 1080/24p im Display, also genau das Richtige. Zusätzlich musste ich unter Ubuntu noch die Audioausgabe über HDMI aktivieren um auch Sound über das HDMI Kabel zum Fernseher zu senden. Diese Einstellung findet man bei Ubuntu im Soundmixer. Man wählt als Gerät den HDMI Ausgang und aktiviert den Schalter IEC958 (mein Gerät heisst "HDA ATI HDMI"). Eventuell muss man im jeweilgen Player noch das Ausgabegerät ändern, bei mir im VLC unter Optionen --> Audio --> Ausgabegerät auf ALSA ATI HDMI. So funktioniert die Wiedergabe von 24p Material inklusive Ton auf dem Fernseher. Nach dem Schauen sollte man nicht vergessen, den HDMI Ausgang wieder zu deaktivieren, denn sonst hat man über den normalen analogen Ausgang keinen Ton mehr ;).

Donnerstag, Januar 22 2009

Popcorn Hour

Es ist da! Nach 2 Wochen langem Warten ist mein Popcorn Hour Mediacenter endlich angekommen. Und soviel vorweg, das Warten hat sich mehr als gelohnt. Das Gerät kommt in einer hochwertigen Verpackung und bringt alles benötigte Zubehör mit. Hierzu gehört USB- und HDMI-Kabel, Power Adapter und Fernbedienung inklusive Batterien. PCH ist schnell an den Fernseher angeschlossen und benötigt so gut wie keine Konfiguration, da eigentlich alles gut eingestellt ist. Vielleicht passt man hier und da noch eine Option an der persönlichen Geschmack bzw. Hardware an. Die Oberfläche des PCH ist einfach aufgebaut und man findet schnell das gewünschte Medium bzw. die Datei die man abspielen möchte. Negativ anzumerken ist allerdings, dass man sich bei jedem Medium immer für einen Medientyp entscheiden muss (Video, Audio, Foto, Playlist) und es keine direkte Dateiansicht gibt. Dies könnte in Zukunft verbessert werden. Generell ist das Navigieren durch die Menüs relativ schnell und einfach verständlich, auch wenn manche Menüpunkte zum Teil etwas versteckt sind. Der PCH war bei meinen Tests in der Lage jegliche Mediendatei abzuspielen, die ich im vorgesetzt hatte. AVI, MP4, MKV, MOV, WMV usw. wurden ohne Murren und absolut flüssig abgespielt, auch die HD Varianten. Auf Festplatte kopierte DVD-Strukturen erkennt des PCH automatisch und spielt diese gleich inklusive Menüs ab. Auch Youtube und andere Onlineportale stellen keine Hürde für den PCH dar, allerdings mehr oder minder für den Benutzer, denn das Eintippen von Suchbegriffen per Fernbedienung ist sehr mühsam. Glücklicherweise kann man hier einfach eine USB Tastatur anschließen und so das Problem umgehen. Die Onlinedienst Möglichkeiten sind sehr vielfältig und auch noch zusätzlich selbst erweiterbar. So gibt es zum Beispiel die Möglichkeit Last.fm oder andere Onlineradios zu hören. Selbst Google Earth kann auf dem PCH benutzt werden! Die Onlinedienste sind allerdings nicht sehr performant, aber sie funktionieren. Für Dinge wie Google Earth sollte man jedoch besser einen richtigen PC benutzen. Auch im Vergleich zur Playstation 3 kann das PCH MC einigen Boden gut machen, schon allein wegen des Stromverbrauchs! Im laufenden Betrieb benötigt der PCH sage und schreibe 15Watt, selbst bei der Wiedergabe von FullHD Material und hohen Bitraten von mehr als 20Mbps. Hiervon kann man bei der PS3 nur träumen, denn die Verbraucht locker das 10fache, wenn nicht sogar mehr. Aus meiner Sicht ist das Gerät absolut empfehlenswert! Ich konnte bisher keine negativen Punkte finden, die dagegen sprechen. Sogar Upnp Server Software wird mitgeliefert (3 Verschiedene) um den Zugriff auf die Medien im Netzwerk zu vereinfachen. Top Gerät! Link: http://www.syabas.de/

Dienstag, Dezember 16 2008

HTPC vs. PS3 vs. Popcorn Hour

Länger schon überlege ich hin und her. Was soll es sein? Media Center PC, Settopbox, PS3 ? Der Media Center PC fiel schon früh aus meinen Überlegungen heraus, denn er ist einfach zu unkomfortabel! Der PC braucht immer ein passendes Betriebssystem, doch was kommt hier für ein Mediacenter in Frage? Nicht viel! Da ich kein Freund von Micro$oft bin und mir das Laden einfach zu lange dauert und dann die Steuerung noch ziemlich mies ist, fällt Windows MCE raus. Aber auch aus der freien Welt gibts kein gutes Pedant. Versuche dafür gibts genug, aber das ist für meine Zwecke nicht ausreichend: Mythbuntu, Elisa, Geexbox und Co haben alle das gleiche Problem, sie spielen HD Content nicht oder nur unter enormer Hardwarebelastung ab. Da ich ein Mediacenter eigentlich nur für diesen Zweck bauen möchte, fällt diese Alternative schon mal komplett heraus. Teuer und Unhandlich! Besser ist hier der Griff zu einer Settop Mediabox. Die gibt es in allen Möglichen Varianten, ausgesucht habe ich den Popcorn Hour HDD Player. Dieser spielt angeblich alle Formate, darunter auch MKV und HD-Transportstreams sämtlicher Art, ein Allroundtalent! Einziger Nachteil: Kein BluRay Laufwerk! Dieses Problem wäre noch umgehbar, mit einem externen Laufwerk über USB  oder einfach intern an den Sata Anschluss "drangebastelt" oder auch einfach über ein freigegebenes Netzlaufwerk. Der Popcorn Hour hat die komplette Playersoftware etc. auf Hardwarebausteinen liegen, so das ein sofortiges Spielen von Filmen etc. sofort möglich ist. Der Stromverbrauch sollte auch noch im Rahmen liegen, was den Popcorn zu einer überlegenswerten Anschaffung macht. Dennoch schwirrt die Playstation 3 noch herum. Solide erprobte Technik, einen exzellenten BluRay Player und die Möglichkeit auch einige Videos per USB abzuspielen drängen die PS3 wieder in den Vordergrund. 24p Wiedergabe stellt hier kein Problem dar und ein weiterer (für mich eher nicht so wichtiger) Vorteil ist, dass man mit der PS3 aktuelle Spiele spielen kann. Doch neben den vielen Vorteilen bring die PS3 auch einige Nachteile mit, zum einen der Stromverbrauch! Knapp 190Watt werden beim betrachten einer BD verbraucht, eindeutig zu viel! Weiteres Manko: Die PS spielt nur ausgewählte Video-Formate und man sitzt so unter Umständen vor einem schwarzen Bildschirm. Ausserdem schreckt der hohe Preis von 399€ noch etwas ab, der Popcorn ist mit 269€ da schon viel billiger! Ich bin für Tipps und Überlegungen dankbar...

Montag, Oktober 6 2008

Geexbox

Auch wenn der Name anderes vermuten lässt, Geexbox hat nichts mit Geeks oder sonstigem größeren technischen Verständnis zu tun. Geexbox ist eine Minilinuxdistribution, bzw. ein kleines Mediacenter, welches sich bequem von CD oder USB-Stick starten lässt. Geexbox kann mit UPNP Servern kommunizieren, kann auf Samba (Windows) Freigaben zugreifen, liest Shout- und Icecast TV und Radiostreams, DVDs und versteht sich mit vielen digitalen und analogen Sat und TV Karten. Das gesamte System läuft komplett aus dem Ramspeicher und nimmt mit maximal 20MB nicht viel Platz ein. Besonders für Mediacenter PCs ist das System interessant, aber auch für einfache ältere Rechner (wie bei mir) die als Mediacenter herhalten müssen. Für einen Start braucht Geexbox keine Minute und lässt sich auch komplett ohne Tastatur mit einer Fernbedienung bedienen. Geexbox versteht sich von Haus aus mit einer ganzen Reihe von komerziellen Mediacenter Fernbedienungen, aber auch mit selbstgebauten IR Empfängern, wie ich ihn zum Beispiel nutze. Das Backend hierfür bildet Lirc. Hinter dem ganzen System steht der MPlayer als Abspielsoftware. Auch busybox ist für den debug mode und manuelle Konfiguration installiert. Geexbox kommt mit einem integrierten FTP und Telnet Server daher, so lassen sich neue Dateien schnell per Netzwerk einspielen oder Änderungen komfortabel durchführen. Der Shutdown der Box dauert nur ca. eine Sekunde, da nur Festplatten und Shares ausgehängt werden und das System ja komplett aus dem Ram läuft. Wer Geexbox testen möchte, kann das mit einer Live CD tun oder sollte sich an den ISO Generator wagen. Mit dem Generator kann man selbst bestimmen, welche Funktionen, Codecs und Treiber im System enthalten sein sollen. Auch Themes lassen sich auswählen und auch leicht selbst erstellen. Zur Zeit arbeiten die Entwickler wohl an einer Geexbox HD Version, daher gibts wohl seit längerem schon keine Updates. Im Forum findet man allerdings mehrere Alpha und Beta Versionen. Zum Schluss noch: http://www.geexbox.org