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Montag, Mai 25 2009

Firefly und Fireplay

Nachdem mein Firefly Media Server nun einwandfrei und ohne Murren läuft, habe ich mich nach weiteren Möglichkeiten umgesehen die das Abspielen bzw. den Zugriff auf den Server erleichtern. Nach einigem Suchen stieß ich auf Crossfire, eine HTML basierte Playerlösung, die sogar auf iPhone und iPodTouch laufen sollte und schnellen Musikgenuß via Webbrowser versprach. Glücklicherweise war die Installation schnell erledigt, denn es galt nur ein zip-file ins Webroot zu entpacken. Leider stellte sich recht schnell heraus, dass dieser Webplayer nicht das Gelbe vom Ei war und zudem auch nicht vernünftig auf Musikrequests (zb. vom Ipod) reagierte. Also weg damit! Die nächste Alternative war Fireplay, bestehend aus 3 Dateien und auch in der Installation problemlos, Daten kopieren, kurz konfigurieren, fertig! Da Fireplay leider eine Flashapp ist, besteht keine Möglichkeit sie mit iPod oder iPhone zu nutzen. Nichts desto trotz macht Fireplay eine sehr gute Figur und arbeitet schnell und einfach. Wenn man einfach zwischendurch mal ein bisschen Musik hören möchte, oder eine kleine Playlist erstellen möchte, ist Fireplay genau das Richtige. Darüberhinaus bietet es die Möglichkeit Songs direket vom Server als MP3 File downzuloaden und auch Coverart (von Last.fm) ist integriert. Das Erstellen von Playlists ist etwas gewöhnungsbedürftig, funktioniert aber ganz gut, wenn man einmal dahinter gekommen ist ;). Leider habe ich bisher noch keine Funktion gefunden Lieder aus der Playlist zu entfernen? Fireplay ist definitiv eine gute Ergänzung zum Firefly Media Server und ermöglicht schnellen und einfachen Musikgenuß übers Netzwerk und natürlich theoretisch auch übers Internet ohne Installation von Programmen oder dem Einrichten von Freigaben oder ähnlichem. http://www.fireflymediaserver.org/ http://ffmcrossfire.sourceforge.net/ http://www.mediasmartserver.net/wiki/index.php?title=FirePlay ffplay

Sonntag, Dezember 14 2008

Der Wolf ist frei!

Endlich ist es soweit! Die langerwartete Version 2.0 des legendären Musikallrounders Amarok ist fertig! Der neue Amarok wartet nicht nur mit einer neuen und überarbeiteten Oberfläche auf, sondern bietet auch einige neue Features und Verbessungen. Hierzu gehört zum Beispiel die nahtlose Integration von Magnatune, last.fm, Shoutcast und Co. Ausserdem arbeitet Amarok 2 nun komplett mit dem neuen KDE4 Framework zusammen und nutzt die Technologien Phonon, Plasma oder Solid. Leider konnte ich die neue Version noch nicht selbst testen, aber das werde ich mit Sicherheit nachholen! Mit Veröffentlichung der Version 2.0 "In the beginning" ist die (meines Erachtens) beste Musikverwaltung nun auch für Mac OS und Windows erhältlich, es lohnt sich also auch für die Freunde von Gates und Jobbs mal einen Blick zu riskieren und das speicherfressende Winamp oder iTunes endgültig vom Rechner zu verbannen ;) Zur Website von Amarok gehts [HIER] Ubuntu Nutzer müssen die folgende Fremdquelle zu ihren Repositories hinzufügen:
deb http://ppa.launchpad.net/kubuntu-members-kde4/ubuntu intrepid main
Und dann amarok-kde4 installieren UPDATE: Nachdem ich Amarok 2.0 nun selbst testen konnte, muss ich sagen dass sich tatsächlich sehr viel getan hat. Besonders die stark überarbeitete GUI sticht sofort ins Auge. Als Umsteiger von Amarok 1.4 hatte ich allerdings ein paar Probleme bestimmte Dinge wiederzufinden. Neunutzer sollten damit aber keine Probleme haben, denn es ist im Prinzip wirklich alles einfacher geworden, was den Amarokveteran anfangs verwirrt. Positiv zu erwähnen ist auch, dass es eine Importfunktion für iTunes Datenbanken, sowie alte 1.4 Datenbanken gibt! Sehr vorbildlich! Die "Playliste" ist ansehnlich, aber etwas gewöhnungsbedürftig. Man erkennt leider nicht auf anhieb was was ist und was gespielt wird. Dies ist allerdings nicht ganz so problematisch, denn in der Mitte wird alles relevante angezeigt. a_splash

Donnerstag, Oktober 9 2008

Amarok und Last.fm Tags

Heute möchte ich auf ein besonderes Feature von Amarok, dem Musikplayer und Verwaltungsprogramm schlechthin, eingehen. Und zwar die Möglichkeit des taggens von Musikstücken. Doch was ist darunter zu verstehen? Nun, Tags machen da weiter wo normale ID3 Tags aufhören. ID3 bietet die Möglichkeit diverse Zusatzdaten zu Musikstücken zu speichern, jedoch lässt sich nur 1 Genre Tag oder Kommentar zu jedem Lied speichern. Das dies nicht immer optimal ist, sieht jeder. Spätestens wenn er eine Playlist nach Genre generieren lässt. "Rock" im ID3 Tag ist häufig so weit gefasst, dass Elvis Presley, ACDC und Slipknot in dieses Tag passen könnten. An dieser Stelle kommt Last.fm zum Einsatz. Mit einem kleinen Plugin für Amarok lassen sich für jedes Lied beim Abspielen automatisch gleich mehrere Tags zum Lied hinzufügen, Internetverbindung vorausgesetzt. Man kann natürlich entscheiden wieviele Tags, die übrigens nicht in der MP3 File gespeichert werden, pro Song heruntergeladen werden sollen und welchen Minimum Score ein Tag haben soll um gespeichert zu werden. Mit Minimum Score ist die Häufigkeit gemeint, mit der ein Tag für diesen Song von anderen Usern benutzt wurde. Selbstverständlich kann man Tags aber auch selbst bestimmen, doch meistens sind die vorgeschlagenen ganz ok. Unten sieht man die Tags zum Song Darts von System of a Down, die wie ich finde recht gut passen. Der größte und eigentliche Vorteil dieser Tags ist aber, dass man damit sehr gut und vor allem sehr präsize intelligente und dynamische Playlisten erzeugen kann. Ich zum Beispiel hatte häufig das Problem, dass meine "Rock" Playlist äusserst viel Metal enthielt, was aber nicht gewollt war. Zur Verfeinerung der Stilrichtung lassen sich die Last.fm Tags wie man auf dem Bild sehen kann, prima einsetzen. Dadurch kann ich jetzt Metal präzise von Rock bzw. sogar Rock n Roll trennen. Das Script, das dies möglich macht nennt sich synctags und findet sich unter den Standartscripts.

Dienstag, September 30 2008

PCM (Pulse Code Modulation)

Wer ein analoges Signal, zum Beispiel Töne, digitalisieren möchte muss sich etwas einfallen lassen. Denn eine Sinuskurve zum Beispiel lässt sich schwer in 0 oder 1 ausdrücken. Um nicht zu sagen es ist ohne Tricks nicht möglich. Hier kommt das Pulse Code Modulation Verfahren zum Zug. Zuerst überlegt man sich die Abtastrate. Damit wird festgelegt, wie häufig das analoge Signal abgetastet wird. Auf dem Bild sehen wir eine Kurve, die unser analoges Signal darstellen soll. An jedem vertikalen Strich tasten wir unser Signal ab. Fällt die Kurve, ist unser Output eine 0, steigt die Kurve eine 1. Als digitalen Code erhalten wir aus dem Beispiel dann 0 0 0 1 1. Würden wir jedes halbe Kästchen das signal abtasten, also doppelt so oft, hätten wir natürlich eine genauere Kurve und damit auch das Signal doppelt so genau digital abgebildet. Allerdings benötigen wir auch den doppelten "Speicherplatz". Für CDs gilt allgemein eine Abtastrate von 44khz, das bedeutet 44.000 Mal pro Sekunde wird das Signal abgetastet. Dieses Verfahren kommt zum Beispiel wie oben genannt, bei der CD oder auch bei der Aufnahme von WAV Files, MP3 oder anderen Formaten auf, bei denen analoge Daten zu Digitalen umgewandelt werden sollen. Wenn wir uns nochmal das obere Beispiel anschauen, sehen wir, dass wir aus den Binärdaten die wir aus der Kurve erhalten haben, die Kurve mehr oder weniger genau rekonstruieren können. Durch einfaches Zeichnen von auf bzw ab bei 1 oder 0. Natürlich muss hier die Abtastrate bekannt sein, denn ansonsten wird das Signal schlicht unbrauchbar. Diese PCM ist ein häufig angewandtes Verfahren in vielen elektrischen Bereichen wie z.B. in CD Playern, die ein digitales Signal in ein analoges Signal für den Lautsprecher umwandeln müssen. DA oder AD Wandler werden diese Bausteine genannt und finden heute in fast allen Elektrogeräten Verwendung.