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Donnerstag, Mai 14 2009

Tanze Samba mit mir...

Wie man vielleicht vermutet möchte ich mich heute nicht über das berühmte Lied auslassen, sondern über die Software Samba. Die ist für Netzwerkfreigaben verantwortlich, sodass auch Windows PCs auf Dateien auf Linux Rechnern zugreifen können. Die Einrichtung von Samba ist wirklich ganz simpel, zunächst muss das Paket samba aus den Repositiories installiert werden. Das geschieht durch zb. sudo apt-get install samba in der Konsole. Natürlich kann das je nach System auch mit einem beliebigen anderen Paketmanager geschehen. Ist Samba installiert, kann es mit der Konfiguration weitergehen. Dazu öffnen wir die Datei /etc/samba/smb.conf in unserem favourite Editor. Zum Beispiel so sudo gedit /etc/samba/smb.conf. Wer möchte kann sich vorher eine Sicherheitskopie der Datei anlegen. In den [global settings] legen wir zuerst die Arbeitsgruppe fest in der das Share zu finden sein soll, also zum Beispiel workgroup = Arbeitsgruppe. Zusätzlich gibts hier noch viele andere Einstellungen, die uns aber für unsere Freigaben erstmal nicht interessieren. Um also ein Share anzulegen legen wir ganz unten in der Datei folgenden Beispieleintrag an: [Meine-Freigabe] comment = Dies ist meine Sambafreigabe path = /home/user/freigabe read only = no guest ok = yes Damit sind wir schon fast fertig. Wichtig ist, dass read only auf no steht, denn ansonsten haben wir kein Schreibrecht auf der Freigabe, auch guest ok muss zwingend auf yes stehen, denn sonst können wir die Freigabe zwar sehen aber nicht auf sie zugreifen. Jetzt können wir die Datei speichern und schließen. Damit die neue Freigabe nun auch erscheint, muss der samba Dienst neugestartet werden. Das tun wir mit sudo /etc/init.d/samba restart. Jetzt sollte unsere Freigabe in der definierten Workgroup erscheinen und ein Zugriff darauf möglich sein. Natürlich ist es nicht immer von Vorteil einen Ordner freizugeben, auf den "Hinz und Kunz" zugreifen darf. Aus diesem Grund sollten wir die Freigabe schützen und zwar mit Benutzernamen und Kennwort. Ich gehe hier mal davon aus, dass der Benutzer auf dem Linux System schon existiert. Falls nicht, muss der vorher noch angelegt werden. Im Prinzip sieht unsere Freigabendefinition in der /etc/samba/smb.conf ähnlich aus wie vorher, allerdings gibts ein paar kleine Änderungen: [Home Malte] comment = Maltes Remote Directory path = /home/malte valid users = malte create mask = 0770 directory mask = 0770 writeable = yes guest ok = no browsable = yes valid user steht hier für den lokalen User auf dem Linuxsystem, der Zugriff auf das Share bekommen soll. In obigem Falle bin das ich. Mit create mask und directory mask weisen wir dem Share Berechtigungen a la chmod zu, also volle Berechtigung für root und für mich (770). Die 0 am Anfang gibt an ob es sich um ein Verzeichnis handelt, oder nicht. Natürlich ist in diesem Falle guest ok = no, denn das ist ja genau das was ich nicht möchte. Mit der Option force group = <gruppe> , die ich jetzt hier nicht verwendet habe, ist es möglich einer bestimmten Gruppe Zugriff auf das Share zu gewähren. Natürlich gibt es noch etliche weitere Optionen um Zugriffe zu gewähren oder einzuschränken, jedoch sollten die in normalen privaten Umgebungen nicht von nöten sein. Das richtet sich mehr an Firmen mit einer Vielzahl von Benutzern und Active Directory usw.

Montag, Februar 16 2009

CIFS VFAT Shutdown Error

Wer feste Netzwerkfreigaben in seinem System eingebunden hat, die auf Samba basieren, kennt vielleicht diese oder eine ähnliche Fehlermeldung:
CIFS VFS: server not responding. 
No response for cmd 50 ...
So oder so ähnlich. Eigentlich nicht weiter schlimm, würde dies das Herunterfahren des Rechners nicht enorm herauszögern. Das Problem liegt darin, dass das Netzwerk beim Shutdown bereits deaktiviert wurde bzw. die Module entladen, die Cifs Freigabe aber immernoch gemountet ist. Da die Freigabe auf Grund der nicht mehr vorhandenen Netzverbindung nicht mehr getrennt werden kann, kommt es zu diesem Fehler. Um ihn zu beheben muss dafür gesorgt werden, dass die umountnfs.sh früher ausgeführt wird (in S14 statt erst in S31). Dazu geben wir folgendes ein: sudo mv /etc/rc0.d/S31umountnfs.sh /etc/rc0.d/S14umountnfs.sh sudo mv /etc/rc6.d/S31umountnfs.sh /etc/rc6.d/S14umountnfs.sh Danach sollte das System ohne Murren herunterfahren und das Networkshare ordentlich trennen.

Donnerstag, Januar 22 2009

Popcorn Hour

Es ist da! Nach 2 Wochen langem Warten ist mein Popcorn Hour Mediacenter endlich angekommen. Und soviel vorweg, das Warten hat sich mehr als gelohnt. Das Gerät kommt in einer hochwertigen Verpackung und bringt alles benötigte Zubehör mit. Hierzu gehört USB- und HDMI-Kabel, Power Adapter und Fernbedienung inklusive Batterien. PCH ist schnell an den Fernseher angeschlossen und benötigt so gut wie keine Konfiguration, da eigentlich alles gut eingestellt ist. Vielleicht passt man hier und da noch eine Option an der persönlichen Geschmack bzw. Hardware an. Die Oberfläche des PCH ist einfach aufgebaut und man findet schnell das gewünschte Medium bzw. die Datei die man abspielen möchte. Negativ anzumerken ist allerdings, dass man sich bei jedem Medium immer für einen Medientyp entscheiden muss (Video, Audio, Foto, Playlist) und es keine direkte Dateiansicht gibt. Dies könnte in Zukunft verbessert werden. Generell ist das Navigieren durch die Menüs relativ schnell und einfach verständlich, auch wenn manche Menüpunkte zum Teil etwas versteckt sind. Der PCH war bei meinen Tests in der Lage jegliche Mediendatei abzuspielen, die ich im vorgesetzt hatte. AVI, MP4, MKV, MOV, WMV usw. wurden ohne Murren und absolut flüssig abgespielt, auch die HD Varianten. Auf Festplatte kopierte DVD-Strukturen erkennt des PCH automatisch und spielt diese gleich inklusive Menüs ab. Auch Youtube und andere Onlineportale stellen keine Hürde für den PCH dar, allerdings mehr oder minder für den Benutzer, denn das Eintippen von Suchbegriffen per Fernbedienung ist sehr mühsam. Glücklicherweise kann man hier einfach eine USB Tastatur anschließen und so das Problem umgehen. Die Onlinedienst Möglichkeiten sind sehr vielfältig und auch noch zusätzlich selbst erweiterbar. So gibt es zum Beispiel die Möglichkeit Last.fm oder andere Onlineradios zu hören. Selbst Google Earth kann auf dem PCH benutzt werden! Die Onlinedienste sind allerdings nicht sehr performant, aber sie funktionieren. Für Dinge wie Google Earth sollte man jedoch besser einen richtigen PC benutzen. Auch im Vergleich zur Playstation 3 kann das PCH MC einigen Boden gut machen, schon allein wegen des Stromverbrauchs! Im laufenden Betrieb benötigt der PCH sage und schreibe 15Watt, selbst bei der Wiedergabe von FullHD Material und hohen Bitraten von mehr als 20Mbps. Hiervon kann man bei der PS3 nur träumen, denn die Verbraucht locker das 10fache, wenn nicht sogar mehr. Aus meiner Sicht ist das Gerät absolut empfehlenswert! Ich konnte bisher keine negativen Punkte finden, die dagegen sprechen. Sogar Upnp Server Software wird mitgeliefert (3 Verschiedene) um den Zugriff auf die Medien im Netzwerk zu vereinfachen. Top Gerät! Link: http://www.syabas.de/