Samstag, September 5 2009

Alternative Linux mirware für den violet mir:ror

Wer den mir:ror von Violet unter Linux betreiben möchte, wird schnell feststellen, dass einige Dinge nicht so schön funktionieren wie auf eine Mac oder unter Windows. Nehmen wir mal eins der wichtigesten Beispiele: das Ausführen von Scripten. Die aktuelle mirware Version kann leider nur mit Windows .bat - Scripten und Mac OS Scripten umgehen. Tiefergreifende Shell Skripte unter Linux sind leider nicht möglich. Doch findige Leute haben sich dieses Problems angenommen und eine eigene "mirware" namens erawrim speziell für Linux gebastelt. Es arbeitet auf der Konsole und legt für jedes RFID Tag einen eigenen Ordner im ~/.erawrim Verzeichnis an, dessen Namen man zu Beginn einmal festlegen muss. In dem jeweiligen Ordner befinden sich standartmäßig 4 Dateien: pose.sh (zeigen) und retire.sh (entfernen), zwei leere Skripte, die mit Leben gefüllt werden dürfen. Zudem noch die Dateien lasttime und times welche einmal das Datum der letzten Sichtung des Tags und die Anzahl der bisherigen Sichtungen des Tags enthält. Der große Vorteil ist nun natürlich, dass man komplett selbst bestimmen kann, welche Aktionen ausgeführt werden sollen, wenn die Tags auf den Mirror gelegt werden. Auch komplexe Shellskripe sind damit startbar und auch die Sprachausgabe lässt sich relativ leicht durch espeak oder mbrola nutzen. Für schöne optische Anzeigen kann man das Gnome Notification Framework nutzen. Ein wirklich großer Vorteil gegenüber der original mirware ist allerdings noch gar nicht beachtet worden: die Unabhängigkeit von violet und ihren Servern bzw. dem Internet, was die Erkennungs- und Ausführungsgeschwindigkeit enorm steigert. Da die Software bisher nur in Französisch mit französischer Dokumentation vorliegt, werde ich kurz erklären wie man erawrim installiert und lauffähig bekommt. 1) Zuerst die aktuelle Version aus dem SVN besorgen mittels: svn checkout http://erawrim.googlecode.com/svn/trunk/ erawrim-read-only 2) Nun in das Verzeichnis erawrim-read-only wechseln und mittels make && sudo make install kompilieren und installieren. 3) Nun den Mirror vom USB Anschluss trennen und den erawrim deamon mit erawrim_do start starten. 4) Jetzt wird man auf französisch aufgefordert den Mirror einzustöpseln und danach mit ENTER zu bestätigen. Hat alles geklappt wird dies durch z.B. Ouverture réussie: /dev/hidraw2 angezeigt. Möglich sind auch andere hidraw Geräte. 5) Das wars auch schon fast! Nun kann ein RFID Tag registriert werden. Legt man ein Tag auf den Reader, wird man aufgefordert einen Namen für das Tag/Objekt einzugeben. Diesen gibt man ein und bestätigt mit ENTER. Damit ist das Objekt registriert und die jeweiligen Skripte können nur im Ordner ~/.erawrim/<Objekt/RFID-Name>/ nach den eigenen Wünschen angepasst werden. Das Skript benötigt beim Start einmal Root Rechte für den Zugriff auf den Mirror. Tipps und Ideen gibts hier (auf Französisch): http://noog.fr/blog/2009/03/22/mirror-de-la-societe-violet-sous-linux/ Die erawrim Seiten bei google code: http://code.google.com/p/erawrim/

Mittwoch, Februar 18 2009

Open Source und die Menschen

opensource-communismFast jeder nutzt Firefox oder Thunderbird, doch immernoch kursiert anscheinend die Meinung "Was nix kostet kann nix taugen", obwohl schon diese beiden Programme das Gegenteil zeigen. Nimmt man als Beispiel die kostenlose Office Suite OpenOffice, die 1 zu 1 de selben Möglichkeiten bietet wie überteuerte Software von Mircosoft, stellt sich die Frage warum bleiben die Leute ihrer Software treu? Ich kenne Leute die lieber mit einer Word97 Version arbeiten, als eine Nagelneue OO-Writer Version aufzuspielen. Doch was verursacht eine solch starke Bindung? In erster Linie wohl die Angst vor Inkompatibilität und Designveränderung. Doch genau hier sollte man lieber die freie Alternative wählen, denn OO (OpenOffice) zum Beispiel unterstützt die gleichen Dokumentenformate wie sein komerzieller Bruder und liest sogar mehr als Word. Ich möchte nicht sagen, das Open Source Software immer das Nonplusultra ist, aber man kommt auch auf diesem Weg gut ans Ziel. Nehmen wir zum Beispiel die freie Grafiksoftware Gimp, dessen Pendant in der komerziellen Welt Adobe Photoshop darstellt. Ist man ehrlich mit sich selbst werden die wenigsten privaten Nutzer eine Lizenz für Photoshop besitzen, denn die kostet mehrere 100$. Klar ist der Funktionsumfang von Gimp nicht ganz so enorm wie der von Photoshop, aber für die meisten, selbst (semi)professionelle User, sollten die Funktionen reichen. Doch warum kaufen die Leute lieber teure Produkte statt freie Software zu nutzen? Unbekannte Alternativen? Unbehagen? Angst vor Fehlern? Ich weiss es nicht...

Donnerstag, Januar 22 2009

Popcorn Hour

Es ist da! Nach 2 Wochen langem Warten ist mein Popcorn Hour Mediacenter endlich angekommen. Und soviel vorweg, das Warten hat sich mehr als gelohnt. Das Gerät kommt in einer hochwertigen Verpackung und bringt alles benötigte Zubehör mit. Hierzu gehört USB- und HDMI-Kabel, Power Adapter und Fernbedienung inklusive Batterien. PCH ist schnell an den Fernseher angeschlossen und benötigt so gut wie keine Konfiguration, da eigentlich alles gut eingestellt ist. Vielleicht passt man hier und da noch eine Option an der persönlichen Geschmack bzw. Hardware an. Die Oberfläche des PCH ist einfach aufgebaut und man findet schnell das gewünschte Medium bzw. die Datei die man abspielen möchte. Negativ anzumerken ist allerdings, dass man sich bei jedem Medium immer für einen Medientyp entscheiden muss (Video, Audio, Foto, Playlist) und es keine direkte Dateiansicht gibt. Dies könnte in Zukunft verbessert werden. Generell ist das Navigieren durch die Menüs relativ schnell und einfach verständlich, auch wenn manche Menüpunkte zum Teil etwas versteckt sind. Der PCH war bei meinen Tests in der Lage jegliche Mediendatei abzuspielen, die ich im vorgesetzt hatte. AVI, MP4, MKV, MOV, WMV usw. wurden ohne Murren und absolut flüssig abgespielt, auch die HD Varianten. Auf Festplatte kopierte DVD-Strukturen erkennt des PCH automatisch und spielt diese gleich inklusive Menüs ab. Auch Youtube und andere Onlineportale stellen keine Hürde für den PCH dar, allerdings mehr oder minder für den Benutzer, denn das Eintippen von Suchbegriffen per Fernbedienung ist sehr mühsam. Glücklicherweise kann man hier einfach eine USB Tastatur anschließen und so das Problem umgehen. Die Onlinedienst Möglichkeiten sind sehr vielfältig und auch noch zusätzlich selbst erweiterbar. So gibt es zum Beispiel die Möglichkeit Last.fm oder andere Onlineradios zu hören. Selbst Google Earth kann auf dem PCH benutzt werden! Die Onlinedienste sind allerdings nicht sehr performant, aber sie funktionieren. Für Dinge wie Google Earth sollte man jedoch besser einen richtigen PC benutzen. Auch im Vergleich zur Playstation 3 kann das PCH MC einigen Boden gut machen, schon allein wegen des Stromverbrauchs! Im laufenden Betrieb benötigt der PCH sage und schreibe 15Watt, selbst bei der Wiedergabe von FullHD Material und hohen Bitraten von mehr als 20Mbps. Hiervon kann man bei der PS3 nur träumen, denn die Verbraucht locker das 10fache, wenn nicht sogar mehr. Aus meiner Sicht ist das Gerät absolut empfehlenswert! Ich konnte bisher keine negativen Punkte finden, die dagegen sprechen. Sogar Upnp Server Software wird mitgeliefert (3 Verschiedene) um den Zugriff auf die Medien im Netzwerk zu vereinfachen. Top Gerät! Link: http://www.syabas.de/

Montag, Dezember 29 2008

Kommt ein Vogel geflogen...

Und dieser Vogel kam mir wirklich spontan zugeflogen: Das Open Source Projekt Songbird. Songbird ist, wie der Name schon vermuten lässt, eine Musik-Player und Verwaltungssoftware für alle Plattformen wo auch die Leute aus dem Hause Mozilla ihre Finger mit im Spiel haben. Der erste Start der Software beginnt mit einem Einstellungsdialog, bei dem man Sprache, Musikordner etc. festlegt. Doch spätestens dann könnte man meinen man hätte iTunes vor sich, denn das Oberflächendesign ähnelt dem enorm. Wer möchte kann sich natürlich noch andere Skins herunterladen. Songbird verfügt über die Firefox XUL Engine und hat quasi Firefox in sich integriert. Auch die Konfigurationsmenüs kennt man schon vom Firefox, was das Einstellen beschleunigt. Add-Ons installiert man nach gewohnter Firefox-Manier durch klicken auf Installieren auf der entsprechenden Website. Mittlerweile gibt es schon eine ganze Menge an wirklich brauchbaren Plugins bzw. Add-Ons und da Songbird eine Crossplatform Software ist, kann man sich auf viele viele mehr oder weniger sinnvolle Erweiterungen freuen.  Last.fm & Co sind natürlich standartmäßig mit von der Partie, dynamische Playlisten, Coverart, Lyrics und vieles mehr ist auch integriert (zum Teil erst nach Installation der entsprechenden Plugins). Die Suche nach Liedern geht auch in großen Datenbanken recht zügig von statten. Man kann ausserdem fast jede Kleinigkeit einstellen, worunter die Einfachheit allerdings nicht leidet. Das Programm lässt sich intuitiv bedienen und macht einen, wie gewohnt guten Eindruck und ist nach meinen ersten Eindrücken äusserst empfehlenswert und für mich die gesuchte Alternative zu Amarok 2.   - http://getsongbird.com songbird

Sonntag, Dezember 14 2008

Der Wolf ist frei!

Endlich ist es soweit! Die langerwartete Version 2.0 des legendären Musikallrounders Amarok ist fertig! Der neue Amarok wartet nicht nur mit einer neuen und überarbeiteten Oberfläche auf, sondern bietet auch einige neue Features und Verbessungen. Hierzu gehört zum Beispiel die nahtlose Integration von Magnatune, last.fm, Shoutcast und Co. Ausserdem arbeitet Amarok 2 nun komplett mit dem neuen KDE4 Framework zusammen und nutzt die Technologien Phonon, Plasma oder Solid. Leider konnte ich die neue Version noch nicht selbst testen, aber das werde ich mit Sicherheit nachholen! Mit Veröffentlichung der Version 2.0 "In the beginning" ist die (meines Erachtens) beste Musikverwaltung nun auch für Mac OS und Windows erhältlich, es lohnt sich also auch für die Freunde von Gates und Jobbs mal einen Blick zu riskieren und das speicherfressende Winamp oder iTunes endgültig vom Rechner zu verbannen ;) Zur Website von Amarok gehts [HIER] Ubuntu Nutzer müssen die folgende Fremdquelle zu ihren Repositories hinzufügen:
deb http://ppa.launchpad.net/kubuntu-members-kde4/ubuntu intrepid main
Und dann amarok-kde4 installieren UPDATE: Nachdem ich Amarok 2.0 nun selbst testen konnte, muss ich sagen dass sich tatsächlich sehr viel getan hat. Besonders die stark überarbeitete GUI sticht sofort ins Auge. Als Umsteiger von Amarok 1.4 hatte ich allerdings ein paar Probleme bestimmte Dinge wiederzufinden. Neunutzer sollten damit aber keine Probleme haben, denn es ist im Prinzip wirklich alles einfacher geworden, was den Amarokveteran anfangs verwirrt. Positiv zu erwähnen ist auch, dass es eine Importfunktion für iTunes Datenbanken, sowie alte 1.4 Datenbanken gibt! Sehr vorbildlich! Die "Playliste" ist ansehnlich, aber etwas gewöhnungsbedürftig. Man erkennt leider nicht auf anhieb was was ist und was gespielt wird. Dies ist allerdings nicht ganz so problematisch, denn in der Mitte wird alles relevante angezeigt. a_splash

Sonntag, November 30 2008

Linux auf dem iPhone

Laut eines Berichts von Golem läuft Linux nun auch als Betriebssystem auf dem iPhone bzw. iPod Touch. Die Entwickler haben es geschafft, einen 2.6er Kernel auf dem iPhone zu booten. Allerdings muss dafür (noch) eine USB Verbindung zum PC bestehen. Für experimentierfreudige wird eine die Software inklusive Anleitung zum Download angeboten um sein iPhone mit Linux zu bespielen. Aber an dieser Stelle muss ich mich (auch als alter Linuxfreund) fragen: Was soll das? In meinen Augen hat Apple mit der Software ganze Arbeit geleistet und ein wirklich einfaches und innovatives Bedienkonzept entwickelt. Mit dem Jailbreak lassen sich auch kleinere Unix Programme auf dem iPhone nutzen. In meinen Augen nicht mehr als eine nette Tech-Demo. Vielleicht wird es eine Alternative wenn dann irgendwann Openmoko oder Android oder Ubuntu Mobile auf dem Iphone laufen. [GOLEM ARTIKEL]

Montag, Oktober 27 2008

Pidgin Encryption

Netzwerkverkehr ist generell transparent und im Prinzip von jedem lesbar. Auch ICQ Nachrichten, die unbedacht versendet werden, sind leicht auszuspähen und ohne jeglichen Aufwand mit einem Paketsniffer mitzulesen, wie man im Bild sehen kann. Die meisten werden zwar keine geheimen Daten per ICQ austauschen, jedoch fühlt man sich sicherer wenn man weiss, dass nicht jeder mitlesen kann. Wer ein bisschen Komfort schätzt, wird ohnehin keine ICQ mehr benutzen, sondern QIP oder ähnliches, wobei das (meines Wissens nach) auch keine Verschlüsselung unterstützt. Hier möchte ich allen umstiegswilligen Pidgin empfehlen. Pidgin ist ein Multiprotokoll Messenger, der alle gängigen Chatprotokolle inklusive ICQ, MSN, googetalk, yahoo uvm. unterstützt. Pidgin ist selbstverständlich Open Source und existiert auch für Freude von Microsoft. Unter Ubuntu muss man ggf. das Paket pidgin-encryption aus den Standart Sources nachinstallieren fall das Plugin nicht vorhanden ist. Läuft Pidgin, gilt es nur noch das Pidgin Encryption Plugin unter -> Plugins zu aktivieren und man chattet RSA 1024-bit verschlüsselt. Angezeigt wird dies mit einem kleinen grünen Schloss am rechten Rand des Chatfensters. Natürlich nur, wenn beide Kommunikationspartner Pidgin, bzw. Pidgin Encryption verwenden. Im übrigen funktioniert die Verschlüsselung problemlos unter allen von Pidgin unterstützten Protokollen und nicht nur mit ICQ. Also: ran an den Messenger! Weitere Infos, sowie den Download gibts unter: http://pidgin.im/ !

Samstag, September 27 2008

Iron der sichere Chrome

Eine Softwarefirma namens SRWare hat auf Basis des Open Source Teils des Google Chrome Browsers Chromium einen Browser namens Iron gebaut. Iron sendet keine Daten an Google und auch sonst scheint er sicherer zu sein. Wer ihn testen möchte kann ihn hier herunterladen: http://www.srware.net/software_srware_iron_download.php