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Montag, Dezember 29 2008

Kommt ein Vogel geflogen...

Und dieser Vogel kam mir wirklich spontan zugeflogen: Das Open Source Projekt Songbird. Songbird ist, wie der Name schon vermuten lässt, eine Musik-Player und Verwaltungssoftware für alle Plattformen wo auch die Leute aus dem Hause Mozilla ihre Finger mit im Spiel haben. Der erste Start der Software beginnt mit einem Einstellungsdialog, bei dem man Sprache, Musikordner etc. festlegt. Doch spätestens dann könnte man meinen man hätte iTunes vor sich, denn das Oberflächendesign ähnelt dem enorm. Wer möchte kann sich natürlich noch andere Skins herunterladen. Songbird verfügt über die Firefox XUL Engine und hat quasi Firefox in sich integriert. Auch die Konfigurationsmenüs kennt man schon vom Firefox, was das Einstellen beschleunigt. Add-Ons installiert man nach gewohnter Firefox-Manier durch klicken auf Installieren auf der entsprechenden Website. Mittlerweile gibt es schon eine ganze Menge an wirklich brauchbaren Plugins bzw. Add-Ons und da Songbird eine Crossplatform Software ist, kann man sich auf viele viele mehr oder weniger sinnvolle Erweiterungen freuen.  Last.fm & Co sind natürlich standartmäßig mit von der Partie, dynamische Playlisten, Coverart, Lyrics und vieles mehr ist auch integriert (zum Teil erst nach Installation der entsprechenden Plugins). Die Suche nach Liedern geht auch in großen Datenbanken recht zügig von statten. Man kann ausserdem fast jede Kleinigkeit einstellen, worunter die Einfachheit allerdings nicht leidet. Das Programm lässt sich intuitiv bedienen und macht einen, wie gewohnt guten Eindruck und ist nach meinen ersten Eindrücken äusserst empfehlenswert und für mich die gesuchte Alternative zu Amarok 2.   - http://getsongbird.com songbird

Montag, Dezember 8 2008

gspca - the heat is on...

Die mittlerweile fest im Kernel integrierten gspca Module sind wohl fehlerhaft bzw. nicht sauber programmiert. Die Module sollen unter anderem dafür sorgen, dass meine integrierte Webcam funktioniert. Die Kamera funktioniert auch, wird allerdings auch bei Nichtgebrauch ziemlich warm bzw. heiss. Das hat bisher keinen Schaden hinterlassen, scheint aber dennoch nicht in Ordnung zu sein. Aus diesem Grund habe ich die Module erstmal bis auf weiteres entladen. In meinem Fall (ASUS A8JP) müssen die Module
gspca_vc032x
und
gspca_main
entladen werden. Ein sudo rmmod gspca_vc032x und rmmod gspca_main sollte Abhilfe schaffen. Dieser "Bug" scheint wohl nur bei Asus Laptops auzutreten. Die intern über USB angebundene Webcam nennt sich "Z-Star Microelectronics Corp. USB 2.0 Webcam" oder zumindest sagt lsusb das. Da es leider noch keine andere Lösung gibt, scheint das Entladen der Module im Moment wohl die einzige Möglichkeit zu sein, die Heizung im Laptopdeckel abzuschalten.

Samstag, November 15 2008

iTunes und Virtualbox in Ubuntu

Um iTunes nutzen zu können, muss zuerst einmal Virtualbox installiert werden. Allerdings ist hier darauf zu achten, es nicht aus den Ubuntu Repositories zu installieren, denn die darin enthaltene Version (Virtualbox OSE) bietet keinen USB Support. Den brauchen wir natürlich um einen iPod mit iTunes synchronisieren zu können. Daher müssen wir uns von der Virtualbox Herstellerhomepage die PUEL Edition herunterladen, die unter GPL2 veröffentlicht wurde. Diese gibts auch schon als vorkompiliertes Paket für Intrepid Ibex und ältere Versionen. Einmal installiert, muss nun noch WindowsXP aufgesetzt werden und darin dann iTunes installiert werden. Doch trotz allem wird vermutlich kein USB Gerät in der Virtualbox angezeigt werden. Das liegt daran, dass Ubuntu den Zugriff auf USB Geräte nich erlaubt bzw. Virtualbox nicht auf die gemounteten Geräte unter Ubuntu zugreifen kann. Lösung: Zuerst muss die gid der vboxusers Gruppe herausgefunden werden. Durch Eingabe von
cat /etc/group|grep vboxusers
was in meinem Fall diese Ausgabe liefert vboxusers:x:128:root,nox . Die 128 entspricht hierbei der GruppenID gid. Diese gilt es sich zu merken! Nachdem wir nun die gid gefunden haben, ergänzen wir das Script mountkernfs.sh . Dazu öffenen wir die Datei mit
sudo gedit /etc/init.d/mountkernfs.sh
Hier suchen wird nach dieser Stelle:
    #
    # Mount proc filesystem on /proc
    #
    domount proc "" /proc proc -onodev,noexec,nosuid
Und ergänzen dahinter folgende Zeile:
#intrepid vboxfix
    domount usbfs "" /proc/bus/usb usbdevfs -onoexec,nosuid,nodev,devgid=128,devmode=664
Hierbei ist darauf zu achten, dass devgid gleich unserer oben ausgelesenen GruppenID ist! In meinem Falle 128. Nun noch die Datei speichern und einen Reboot durchführen. Dies ist wichtig, da ansonsten nichts passieren wird! Nach dem Neustart sollte Virtualbox jetzt alle angeschlossenen USB Geräte finden, inklusive iPod. Um zu prüfen, ob USB korrekt gemountet wurde, kann das mit:
mount | grep usb
Überprüft werden, was procbususb on /proc/bus/usb type usbfs (rw) als Ausgabe haben sollte und zwar nur das, falls noch mit fstab herumprobiert wurde o.ä.. Diese Anleitung bezieht sich auf ein Ubuntu Intrepid Ibex System (Kernel 2.6.27-8-generic) mit Virtualbox PUEL 2.0 und iTunes 8.1 und iPod Touch (jailbroken Firmware 2.1).

Dienstag, November 4 2008

Compiz Fusion und flackerndes Video

Auch Ibex hat seine Schattenseiten, die mir nach dem Update offenbart wurden. Scheinbar ist der neue fglrx Treiber noch fehlerhaft, denn er erzeugt im Zusammenhang mit Compiz Fusion ein Bildflackern bei der Wiedergabe von Videos. Und das sowohl im Fenster, als auch im Vollbildmodus. Sämtliche Konfigurationen wollten mit aktiviertem Compiz nicht funktionieren, nur der X11 Treiber ohne Renderunterstützung der Grafikkarte, was sich sogleich durch leichtes Ruckeln und eine insgesamt "rumpelige" Wiedergabe und eine enorme CPU Belastung äusserte. Hierzu muss allerdings gesagt werden, dass es sich bei der Videodatei um ein Matroska Video in 720p mit avc1 und a52 Codec handelte. Das war nicht hinnehmbar und so suchte ich nach Lösungen, die ich auch sogleich fand:
Section "Device" ........ Option "VideoOverlay" "off" Option "OpenGLOverlay" "on" Option "TexturedVideo" "off" ......... EndSection
sollte der /etc/X11/xorg.conf hinzugefügt werden, wobei bei mir nur die Option TexturedVideo Wirkung zeigte. Das Flackern war Verschwunden, aber die Wiedergabe nach wie vor nicht in Ordnung, denn die Option schien einfach nur die "Hilfe" der Grafikkarte zu blockieren. Nach langem Probieren mit Codecs, alternativen Wiedergabegeräten a la xvmc, x11 mit sämtlichen OpenGL Varianten, xv usw. und auch mehreren Player Frontends, komme ich zum Entschluss: Irgendetwas scheint im neuen fglrx Treiber noch nicht rund zu laufen! Deaktiviert man Compiz läuft die Wiedergabe des og. Matroska HD Videos einwandfrei, flüssig und wie gewohnt mit Renderunterstützung der Grafikkarte. Das An- und Ausgeschalte von Compiz ist zwar leider etwas nervig, aber für mich im Moment die einzige wirksame Methode. Hoffen wir auf eine schnelle Behebung! Abschliessend vielleicht noch interessant: Bei meiner Karte handelt es sich um eine ATI Radeon Mobility X1700 im Notebook.

Freitag, Oktober 31 2008

Intrepid Ibex Fazit

Es ist da! Das neue Ubuntu! Nachdem ich in den Paketquellen die "Turnusmäßigen Freigaben" aktualisiert hatte, bekam ich die Benachrichtigung über das Distributionsupgrade in der Aktualisierungsverwaltung. Nach einigen Klicks gings los: 1400MB mussten heruntergeladen werden, dies dauerte gut 45 Minuten. Nach knapp 1 1/2 bis 2 Stunden war alles fertig und ich konnte das System neustarten, ohne Fehler. Hin und wieder musste ich das Ersetzen einer Konfigurationsdatei bestätigen, aber das wars auch schon. Nach dem Neustart wurde ich von meinem bekannten Anmeldebildschirm begrüßt. Schnell mein Passwort eingetippt und alles war "wie ich es verlassen hatte". Auch die 3D Grafiktreiber von Nvidia wurden problemlos aktualisiert. Eine Neuerung, die mir sofort auffiel, auf die allerdings auch durch das System hingewiesen wurde, der Logout Knopf verbirgt sich jetzt hinter dem Benutzernamen im Panel. Da für lässt sich mit einem Klick hierauf, sofort der Status von Pidgin und vermutlich auch anderen Messengern verändern und das Global. Programmtechnische Neuerungen bringt Ubuntu selbstverständlich auch einige mit, wobei meine Wünsche, wie z.B. die Firefox 3.1 Beta oder Open Office 3 dabei aussen vor blieben. Besonders hervorheben muss man aber die neue VLC Version sowie die neue Gimp Version. Hier hat sich im Vergleich zu den Vorgängern tatsächlich einiges getan. VLC begrüßte mich sofort beim Start mit der Meldung, dass es für mich Cover Art und Infos aus dem Netz holen könnte, wenn ich es wollte, da das Programm nicht einfach selbstständig auf das Internet zugreifen wolle. Na, das nenne ich doch mal ne Nachricht. Hier kann sich so mancher Redmonder mal eine Scheibe abschneiden. Was mal wieder nicht funktionierte, war die automatische Rekompilierung der Virtualbox Kernel Module, was mir noch ein bisschen Arbeit bereiten wird. Was auch nach dem Upgrade fehlte war die angepriesene Verschlüsselung des Home Verzeichnis. Nach einigen Recherchen im Netz wird die wohl nur bei Neuinstallation aktiviert. Wer dennoch einen Verschlüsselten Ordner nutzen möchte sollte folgendes in seine Konsole eintippen, bzw. per Paketmanager installieren:

sudo apt-get install ecryptfs-utils
Danach nur noch die Konfiguration starten. In der Konsole über:
ecryptfs-setup-private
Hier einmal, bzw. wer möchte auch 2x das Loginpasswort eingeben und bei nächsten Systemstart gibts auf dem Desktop den Verschlüsselten Ordner "Private" der nach dem Login ent- und beim Logout wieder verschlüsselt wird. Vieles hat sich anscheinend auch unter der Haube von Intrepid Ibex getan, denn meine komische alte Webcam, die lange nicht funktionierte, wird nun einwandfrei erkannt und läuft. Ibex bring auch eine riesige Menge an neuen WLAN Treibern mit, allerdings kriegen die meinen extrem Linuxfeindlichen Siemens USB Stick 108 nicht zum laufen. Macht aber nichts, ich habe ja Kabel ;) . Was mir sofort nach Systemstart auffiel, war die enorme Geschwindigkeitsverbesserung beim gesamten System. Fenster öffnen sich schneller und auch andere Programme starten schneller, wie ich finde wirklich merkbar. Vielleicht nur ein subjektiver Eindruck? Prinzipiell kann man nur sagen: Ein Hoch auf die Entwickler! Ach ja, auch bei Synaptic gibts eine kleine aber einschneidende Verbesserung: Man kann nun direkt auf der Oberfläche Suchbegriffe eintippen. Wirklich gut! Ausserdem wurde eine Gastsitzung eingeführt, bei der Gäste den Rechner nutzen können, ohne dabei mit den eigenen Einstellungen in Konflikt zu geraten oder eigene Daten zu sehen oder gar zu ändern. Fazit: Ein durchaus gelungenes System mit unproblematischem Update. Mal sehn obs beim Laptop auch so gut klappt.

Donnerstag, Oktober 2 2008

Intrepid Ibex 8.10

Die Zeit läuft! Noch ein knapper Monat bis es wieder heissen darf sudo apt-get upgrade und das neue Ubuntu Intrepid Ibex (unerschütterlicher Steinbock) mit der Versionsnummer 8.10 ins Rennen geht. Die neue Version soll viele Verbesserungen, besonders in den Bereichen High End Hardware, Notebook und Sub-Notebook geben. Lassen wir uns überraschen. Ich freue mich jedenfalls auf frische Software ;)