Dienstag, April 21 2009

Vertex Reloaded

Nachdem ich nun endlich Ersatz für meine defekte Vertex (direkt aus den USA per UPS) erhalten habe, war ich doch sehr gespannt, wie sich die Neue gegenüber der Alten schlägt. Als erstes prüfte ich die Firmware und stellte fest, dass nicht die ganz neue 1370 (Version 1.10) installiert war, sondern die Vorgängerversion. Da die neuste Firmware das ATA Trim Command implementiert, welches ab Kernel 2.6.28 in selbigem integriert ist, führte ich vor der großen OS Installation noch schnell das Firmware Update aus, das innerhalb von knapp einer Minute beendet war. Hier und da noch ein paar Sicherungen gemacht, Ubuntu Jaunty RC1 gebootet und dann konnte es losgehen, zuerst die Platte getrimmt und dann ein ext4 Dateisystem aufgespielt. So ausgerüstet wurde es Zeit für den ersten kleinen Speedtest: 228MB/s Readspeed mit O_Direct!!! WOOOW! An dieser Stelle war mir bewusst, dass diese Platte augenscheinlich völlig in Ordnung sein musste und ihren defekten Bruder gerade mit doppeltem Speed überholt hatte! Also schnell die Installation gestartet und nach wenigen Minuten bekam ich dieses zu sehen, den ersten kompletten Systemstart mit der neuen SSD: Nachdem ich alles konfiguriert und eingerichtet hatte, schickte ich die Platte noch mal durch den Speedtest, diesmal allerdings schaffte sie nur noch 195MB/s. Dieses Phänomen hatte ich vorher auch schon bei meiner alten defekten SSD beobachtet: Läuft das OS auf der SSD geht der Speed etwas in die Knie, was sich bei der Systemgeschwindigkeit allerdings kaum auswirkt. Insgesamt bin ich nun wirklich zufrieden, zum einen mit der SSD und zum anderen mit einem wirklich gelungenem neuen Ubuntu (wenn auch nur RC). Vorhergegangene Artikel Vertex First Review SSD Ade!

Freitag, März 13 2009

OCZ Vertex SSD - Review

dsc00116Ich sage nur Wahnsinn! Nachdem die Vertex gestern endlich (nach fast 3 Monaten Wartezeit)angekommen ist, bin ich wirklich zufrieden und muss sagen: das Warten hat sich gelohnt, doch dazu später mehr. Die OCZ Vertex hat die Größe einer normalen 2,5" Notebookfestplatte und wiegt etwas weniger als ihre Scheibenkollegen. Vorformatiert war die Platte mit einem NTFS System und erstaunlicherweise besitzt sie eine Kapazität von 32GB statt nur 30GB, anscheinend wurde noch etwas nachgelegt. Wie schon im vorherigen Artikel erwähnt schafft die Vertex nun über 200MB/s Lesespeed und bis zu 160MB/s Schreibspeed. Die Platte wurde sofort von meinem BIOS erkannt und es gab nichts zu meckern, Ubuntu-Installation gestartet und los gings. ReiserFS war meine Wahl fürs Dateisystem, was sich aber als nich besonders schnell herausstellte. Auf der Platte selbst habe ich bei dieser Installation auch keinen Swap Speicher angelegt, vielleicht ein Fehler? Irgendwie habe ich es auf jeden Fall geschafft, weiss der Geier wie, den Bootloader zu zerschiessen und die Partitionstaballe zu zerstören (Grub Error 16, dann 17 und dann 5). Dumm gelaufen! Vermutlich hing das mit meinen Parallelinstallationen zusammen, man will ja schliesslich fertig werden ;) ! Naja, was blieb mir anderes übrig als das System erneut aufzuspielen. Diesmal legte ich allerdings die Swap Partition an und formatierte die Root Partition mit ext3. Einige werden bestimmt an dieser Stelle aufschreien, ein Journalling FS auf eine SSD zu schreiben, ich habe es trotzdem getan! Die Installation ging recht zügig von statten, jedoch nicht viel schneller als bei einer normalen Festplatte auch, Flaschenhals ist hier das CD-Laufwerk. Der erste Systemstart verlief schon um ein vielfaches schneller als von meiner langsamen normalen HDD. Nach einigen Tweaks die ich später noch vorstelle wurde es noch ein wenig schneller. dsc00117Insgesamt lässt sich mit der SSD sehr gut arbeiten, Programme starten sofort bzw nach sehr kurzer Zeit, abgesehen von Programmen die Unmengen an Configs im /home Verzeichnis lagern, denn das liegt auf der normalen Platte. Es stellt sich ein komplett anderes Arbeitsgefühl ein, weil Zugriffe wirklich schnell von statten gehen. Ein kurzer Speedtest mit hdparm -t /dev/sda brachte beachtliche 151MB/s Buffered Read zu Tage, zwar noch nicht 200MB/s aber das sind wohl sowieso eher Theoriewerte.(EDIT: Die Platte war defekt! Die neue schafft 230MB/S lesen!) Bevor ich zu den Tweaks und Optimierungen für die Platte weitermache, muss ich noch sagen, sehr empfehlenswerte und vor allem schnelle Platte! Und das Schönste daran ist, sie ist absolut leise, auch bei starken Zugriffen! Zuerst will ich die Lebensdauer der Platte verlängern, was eigentlich nicht unbedingt nötig ist, denn das heutige Wear-Leveling der Platten ist mittlerweile so gut geworden, dass man sie nur sehr schwierig "klein kriegt" (bei 50GB Schreiben pro Tag hält die Platte 25Jahre!). Da der Ubuntukernel standartmäßig Zeitstempel  an die Dateien heftet, sprich zuletzt gelesen / geändert, verursacht das natürlich unnötige Schreibzugriffe. Um das zu unterbinden habe ich in die fstab bei meiner SSD die Option relatime in noatime geändert. Meine Zeile sieht nun so aus: UUID=6d526b86-48a1-4817-98df-7b4f6d20e9f5 /               ext3    noatime,errors=remount-ro 0       1 Natürlich ist kaum ein System auf den Einsatz von SSD Festplatten optimiert, auch nicht Ubuntu. Darum sollte noch der I/O Scheduler für die SSD geändert werden. Der ist standartmäßig auf cfq (completly fair queing) eingestellt, was allerdings beim Einsatz von SSDs keinen Sinn macht, da hier im Prinzip die Schreib- und Lesvorgänge nicht extra koordiniert werden müssen, sonder sofort geschreiben werden können. Den aktuellen Scheduler für seine Platte, kann man sich mit cat /sys/block/sda/queue/scheduler ausgeben lassen. Der Wert in den eckigen Klammern stellt den aktuellen Scheduler dar. Um ihn zu ändern geben wir als Root folgendes ein: echo noop > /sys/block/sda/queue/scheduler Um diese Änderung permanent zu machen, sollten sie in die rc.local eingetragen werden. Das kann mit folgendem Befehl geschehen: sudo gedit /etc/rc.local Hier vor dem exit0 den Schedulerbefehl von oben eintragen. Natürlich gibts noch andere Tweaks und Optimierungen, aber diese halte ich für die wichtigsten. Wer noch etwas mehr wissen möchte kann hier oder hier mal vorbeischauen. Abschliessend will ich noch kurz sagen, dass diese SSD wirklich sehr empfehlenswert ist und wirklich ihr Geld wert!

Donnerstag, Januar 29 2009

Lost Staffel 5 - Lost in Verwirrung

Anscheinend war est nicht nur mein persönlicher Eindruck, aber eine meiner absoluten Lieblingsserien katapultiert sich immer weiter ins Abseits. War die Serie doch die ersten 3 Staffeln spannend und interessant, begann mit Staffel 4 der Abstieg. Künstlich erzeugte Spannung und eine immer mehr verwirrende Flashback-Reihe machten die Serie nicht nur völlig undurchsichtig und unglaubwürdig, sondern auch uninteressant für viele Gelegenheitszuschauer.  Es scheint als sei den Autoren der Erfolg und die Erwartungen an die Serie über den Kopf gewachsen, denn statt die Mysterien der Serie vernünftig aufzuklären, nimmt sie immer bizarrere Züge an und verwirrt den Zuschauer mit immer mehr Rätseln. So sehr ich mich auch auf den Beginn der neuen Staffel gefreut habe umso enttäuschter bin ich, dass die Serie nur noch aus Flashbacks zu bestehen scheint, von denen sich nichtmal sagen lässt, ob Zukunftsvision oder Realität. Als treuer Fan werde ich die Serie natürlich weiter verfolgen, auch wenn mein Interesse daran rapide abgenommen hat. Allein die riesige Pause zwischen der vierten und fünften Staffel hat nicht nur ein riesen Loch in mein Seriengedächtnis gerissen, sonder auch in den Fluss der Serie. Schade! Zum Thema: http://www.serienjunkies.de/news/lost-einbruch-20614.html

Donnerstag, Januar 22 2009

Popcorn Hour

Es ist da! Nach 2 Wochen langem Warten ist mein Popcorn Hour Mediacenter endlich angekommen. Und soviel vorweg, das Warten hat sich mehr als gelohnt. Das Gerät kommt in einer hochwertigen Verpackung und bringt alles benötigte Zubehör mit. Hierzu gehört USB- und HDMI-Kabel, Power Adapter und Fernbedienung inklusive Batterien. PCH ist schnell an den Fernseher angeschlossen und benötigt so gut wie keine Konfiguration, da eigentlich alles gut eingestellt ist. Vielleicht passt man hier und da noch eine Option an der persönlichen Geschmack bzw. Hardware an. Die Oberfläche des PCH ist einfach aufgebaut und man findet schnell das gewünschte Medium bzw. die Datei die man abspielen möchte. Negativ anzumerken ist allerdings, dass man sich bei jedem Medium immer für einen Medientyp entscheiden muss (Video, Audio, Foto, Playlist) und es keine direkte Dateiansicht gibt. Dies könnte in Zukunft verbessert werden. Generell ist das Navigieren durch die Menüs relativ schnell und einfach verständlich, auch wenn manche Menüpunkte zum Teil etwas versteckt sind. Der PCH war bei meinen Tests in der Lage jegliche Mediendatei abzuspielen, die ich im vorgesetzt hatte. AVI, MP4, MKV, MOV, WMV usw. wurden ohne Murren und absolut flüssig abgespielt, auch die HD Varianten. Auf Festplatte kopierte DVD-Strukturen erkennt des PCH automatisch und spielt diese gleich inklusive Menüs ab. Auch Youtube und andere Onlineportale stellen keine Hürde für den PCH dar, allerdings mehr oder minder für den Benutzer, denn das Eintippen von Suchbegriffen per Fernbedienung ist sehr mühsam. Glücklicherweise kann man hier einfach eine USB Tastatur anschließen und so das Problem umgehen. Die Onlinedienst Möglichkeiten sind sehr vielfältig und auch noch zusätzlich selbst erweiterbar. So gibt es zum Beispiel die Möglichkeit Last.fm oder andere Onlineradios zu hören. Selbst Google Earth kann auf dem PCH benutzt werden! Die Onlinedienste sind allerdings nicht sehr performant, aber sie funktionieren. Für Dinge wie Google Earth sollte man jedoch besser einen richtigen PC benutzen. Auch im Vergleich zur Playstation 3 kann das PCH MC einigen Boden gut machen, schon allein wegen des Stromverbrauchs! Im laufenden Betrieb benötigt der PCH sage und schreibe 15Watt, selbst bei der Wiedergabe von FullHD Material und hohen Bitraten von mehr als 20Mbps. Hiervon kann man bei der PS3 nur träumen, denn die Verbraucht locker das 10fache, wenn nicht sogar mehr. Aus meiner Sicht ist das Gerät absolut empfehlenswert! Ich konnte bisher keine negativen Punkte finden, die dagegen sprechen. Sogar Upnp Server Software wird mitgeliefert (3 Verschiedene) um den Zugriff auf die Medien im Netzwerk zu vereinfachen. Top Gerät! Link: http://www.syabas.de/

Donnerstag, Januar 15 2009

Mindfactory Part II

Nachdem ich es schonmal bei Mindfactory.de versucht hatten und meiner Ansicht nach wirklich "verarscht" worden war, habe ich es dieses Mal erneut versucht einen verfügbaren Artikel zu bestellen. Es sollte die SSD OCZ Vertex SATA II sein, die nur wenige Läden überhaupt schon führen. Glücklicherweise stieß ich bei Mindfactory auf die Platte und sie war verfügbar, prima! Aufgrund dieser Verfügbarkeit bestellte ich die Platte, welche aber wie ich nach der Bestellung erfuhr erst "ca. am 15.01 " bei Mindfactory eintreffen sollte. Nun gut, mit 1-3 Tagen Liefer- bzw. Wartezeit gibt Mindfactory den Status lieferbar an, damit konnte ich leben. Mittlerweile ist der 15. so gut wie vorbei, und der Liefertermin hat sich mal wieder um einige Tage nach hinten verschoben, und zwar auf den 19.01. Zu Gute halten muss man Mindfactory allerdings, dass der "lieferbare" Teil meiner Bestellung so gut wie sofort versand wurde, wirklich blitzschnell. Die Verfügbarkeits-Politik der Firma ist für mich allerdings ein Kriterium dort nichts mehr zu bestellen, denn nun bin ich schon zum 2. Mal auf die Verfügbarkeit hereingefallen. Für mich heisst verfügbar, die Ware ist da und kann innerhalb kurzer Zeit versand werden und nicht die Ware ist nicht da, aber wir tun mal so, denn die Lieferung kommt ja vielleicht noch diese Woche. Zwei Versuche, zwei Mal Enttäuschung, das wars!

Donnerstag, September 18 2008

Testbericht Sony KDL 40 D3500

Ja, er ist da! Endlich! Und auch ich möchte meinen Testbericht beginnen, wie fast jeder Testbericht beginnt: Ich habe lange hin und her überlegt, Foren durchforstet, Rezensionen gelesen und bin in diverse Elektrodiscounter gerannt um DEN Fernseher zu finden. Schwierig, schwierig. Irgendwann bin ich beim Sony KDL 40 D 3500 gelandet, weil er mich preislich und auch durch die vielen positiven Rezensionen wirklich angesprochen hat. Gesagt, getan, gesucht, bestellt, gewartet, geliefert. Gut verpackt, wie es sich für ein solches Gerät gehört. Packungsinhalt: TV, Stromkabel, Fernbedienung, Batterien, Kabelschlaufe, Antennenkabel, Manuals in diversen Sprachen Soweit so gut. Fernseher aufgestellt und angeschlossen. Zuerst wird man zum auswählen einer Sprache ermuntert, die ist schnell gewählt. Als nächstes muss die Empfangsart ausgewählt werden: Kabel (DVB-C) oder Antenne (DVB-T). Dann führt der Fernseher einen Sendersuchlauf durch und durchsuchte nachdem der digitale Suchlauf zuende war sogar noch das analoge Frequenzband. Da es hier nur digital gibt, fand er natürlich nichts. Das erste richtige Bild mit dem mich der Fernseher begrüsste war das DVB-T Bild von ARD. Sofort poppte im oberen Drittel des Bildschirms das EPG auf und informierte mich über die laufende Sendung. Nach kurzer Zeit war es weg und das TV Bild war komplett da. Naja... nicht so toll... etwas übersättigt und recht schlecht aufgelöst. Das kann ja noch was werden. Ein bisschen gezappt und geguckt... OK. Das Bild war nicht so dolle, aber in Ordnung wenn man nicht gerade direkt davor steht. Als nächstes war der Sat Receiver dran. Eine digitale Sagem DBox 2, leider nur mit Scart Ausgang. Hier erwartete ich wenig Wunder, wurde aber auf wundersame Weise überrascht, denn das Bild war wirklich gut! Natürlich nicht zu vergleichen mit einem digital eingespielten, aber trotzdem. Für Scart Verhältnisse ein wirklich gutes Bild. Die Bravia Engine leistet gute Dienste. Von dieser Qualität wirklich überrascht zappte ich durch die Kanäle. Ob Laufbänder bei N24, n-tv und Co oder normaler Film, gutes Bild! Keine unleserlichen Farbklumpen. Auch Fussball war gut. Nun sollte zur Krönung des ganzen mein DVD Player mal zeigen was er kann, denn der hat einen YUV Komponentenausgang und beherrscht Progressive Scan! Auch hier konnte mich der Fernseher überzeugen! Die testweise eingelegte Herr der Ringe DVD war gestochen scharf und die Farben absolut brilliant! Besonders der Schwarzwert des Fernsehers ist enorm. Ich habe bei so gut wie keinem TFT Fernseher einen so guten Schwarzwert gesehen! TOP! Wenn ich nicht wüsste, dass es noch besser geht, ich würde es nicht glauben. Als letztes habe ich noch schnell meinen Laptop an den analogen PC Eingang angeschlossen. Leider kann der laut VESA Standart nicht mehr als 1360x768 Pixel annehmen. Mal sehn was der TV über HDMI bzw. DVI hergibt, wenn ich ein passendes Kabel habe. Aber auch das analoge Bild war wirklich nicht zu verachten! Auch der TrueHD Photo Modus macht einen tollen Eindruck bei Diashows und verbessert die Bilddarstellung enorm. Der integrierte "Theatre Mode" macht besonders beim Filmgucken enorm Spass, dieser Verbessert Bewegungen und passt dem Farbraum etwas an und reduziert die Helligkeit um DAS Kinofeeling nach Hause zu bringen. Allerdings ist der wirklich nur im dunkeln zu Empfehlen, weil das Bild wirklich enorm abgedunkelt wird. Dieser Modus ist laut Anleitung von Sony Entertainment und der Filmindustrie entwickelt um dem Zuschauer die korrekte Wiedergabe von Farben und Helligkeit zu ermöglichen. Das Display ist genrell ziemlich gut und sehr Blickwinkel stabil. Sowohl von den Seiten als auch von oben und unten, man erkennt keine Farbveränderungen. Durch die relativ matte Oberfläche spiegelt es nicht und bietet eine gute Sicht. Da ich vorher einen 70er Röhrengerät hatte ist die Umstellung auf ein solches Bildformat enorm. Besonders wenn 16:9 Sendungen wie z.B. Fussball bildschirmfüllend auf der vollen Bildschirmdiagonale wiedergegeben werden. Von den angeblich total unansehnlichen werkseitigen Farben konnte ich nichts feststellen. Lediglich der Bildmodus "brilliant" zaubert ekelhaft bunte Farben auf den Schirm. Stellt man diese Einstellung auf "standart" kann man prima fernsehn. Ich habe nur ein wenig den Kontrast und die Hintergrundbeleuchtung angepasst, ansonsten kann man alles komplett so übernehmen. Die Menüs sind generell sehr übersichtlich gehalten. Man erreicht schnell die gewünschte Einstellung ohne langes tippen auf der Fernbedienung. Auch die Anordnung der Tasten auf der Fernbedienung sind gut und schnell erreichbar. Besonders positiv anzumerken ist, dass man für jede Video- bzw. Audioquelle einzeln Bild und Toneinstellungen speichern kann. Der Fernseher beherrscht PAP mit dem integrierten DVB Tuner und einer beliebigen anderen Quelle. Da ich den DVB-T Empfang wieder eingestellt habe, kommt diese Funktion für mich nicht in Frage. Der Sound das TVs war nach ersten kurzen Tests ganz in Ordnung. Da ich generell immer über meine Anlage höre ist es mir relativ egal was soundmäßig aus dem Fernseher herauskommt. Bei einem kurzen Spiel mit der Wii, dessen Sound direkt aud dem Fernseher kam hörte es sich allerdings ganz gut an. Wer jetzt auf Heimkinosound steht, wird vermutlich sowieso nicht über den Fernseher hören. Für Otto Normalverbraucher ist der Ton denke ich völlig in Ordnung. Da ich leider kaum Vergleichsmöglichkeiten mit anderen TVs habe kann ich nicht viel mehr sagen, mir gefällt das Bild und der gesamte Fernseher und es macht wirklich Spass Filme und sogar normales PAL Fernsehen damit zu gucken. Wenn ich mir digitale Quellen besorgt habe wie zB. eine PS3 oder einen HDTV Sat Receiver werde ich diesen Test auf jeden Fall noch ergänzen. Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung, wie gehabt einfach Kommentar abschicken. P.S.: KDL 40 D 3500 AEP ist der gleicher Fernseher! Nur ein Import, der nicht für den deutschen Markt bestimmt war. Technisch sind beide Versionen absolut gleich. UPDATE 22.09.08: Digitale Signale. Wie Versprochen berichte ich auch noch über den Fernseher und die Qualität der digitalen Eingänge. Als Zuspieler wurde mir glücklicherweise eine Playstation 3 geliehen. Schon das Menübild der PS3 in 1080i wirkt scharf und farblich top. Das Signal wurde soforterkannt und auch die Auflösung. Beim Gucken einer DVD mit der PS3 wird bei nichtskalierung automatisch 576p wiedergegeben, also Vollbilder. Das hochskalierte  Bild der DVD sieht immernoch sehr gut aus und wirkt sehr gut. Man erkennt zwar Skalierungs bzw MPEG Artefakte und kleine Störungen und Unschärfen, doch das hängt wohl mit der "niedrigen" Auflösung der DVDs zusammen. Besser geht eben nicht. Den absoluten AHA Effekt erhielt ich beim Abspielen von BlueRay Filmen. 300 und Das Vermächtnis der Tempelritter dienten mir als Test. Nach dem Einlegen schaltet der Fernseher sofort in den 1080/24p Modus um. Das Bild ist gestochen scharf und die Farben sind brilliant. Bei manchen Kameraschwenks ließ sich jedoch ein Ruckeln des Bildes feststellen. Für mich nicht weiter tragisch, allerdings würde Echte Freaks das bestimmt stören. Wie ich etwas später herausfand tritt dieses Phänomen im "Theatre Mode" nicht auf, welches anscheinend den "True 24p" Mode des Fernsehers aktiviert, denn im Theater Modus sind die Bewegungen wirklich butterweich. Ein Ruckeln ist auch nach mehrmaligem Betrachten der gleichen Szenen nicht mehr oder nur noch ganz minimal festzustellen. Der Fernseher verarbeitet trotz fehlender 100hz und Motionflow Engine 24p korrekt und ohne Probleme. Ein wirklicher Augenschmauss. Analog und Digital also absolut empfehlenswert.

Montag, September 8 2008

Linux pro und contra

Warum sollte ich Linux benutzen? Diese Frage stellte ich mir auch des öfteren. Für PCs interessierte ich mich schon immer und eigentlich war ich auch immer relativ experimentierfreudig. Doch für mich war Linux ein Schreckgespenst! Ein Betriebssystem für Geeks, die stundenlang Befehlsfolgen in eine schwarze unansehnliche Konsole hacken, eine Art DOS. Ich konnte mir nie vorstellen, dass es eine grafische Benutzeroberfläche gibt, die mit dem "Komfort" von Windows mithalten konnte oder das es überhaupt "bunt" in einem Linuxsystem gibt. Bis ich eines Tages eine Knoppix CD einlegte. Ich weiss nicht, warum oder wieso, aber als das System komplett von CD startete ohne meine Festplatte überhaupt "anzufassen" war ich äusserst überrascht. Als ich mich dann auf einem bunten von Windows gar nicht mal verschiedenen Desktop wiederfand und keine verteufelten Kosolen aufpoppten und man sogar ohne irgendwelche Konfiguration is Internet gelangte, und das auch noch mit altbekannten Programmen wie Firefox, war das Eis für mich gebrochen. Um so mehr ich mich mit Linux, der Philosophie und Open Source beschäftigte, merkte ich erst wie viele Programme ich unter Windows genutzt hatte, die unter eine offenen Lizenz veröffentlicht wurden und am Anfang eigentlich reine Linuxprogramme waren. Nach und nach gefiel mir das System immer besser, auch wenn es manchmal die eine oder andere Hürde zu nehmen galt. Doch wie ich feststellte, ist das Internet eine schier unerschöpfliche Quelle für Lösungen. Es gibt kein Problem, dass nicht jemand anders schon gehabt hat! Man findet immer ein Lösung! Also war es irgendwann soweit und ich installierte Ubuntu neben meiner Windows XP Installation. Mit der Zeit merkte ich, dass ich mein Windows kaum noch nutzte und eigentlich auch nicht mehr benötigte. Also runter damit! Seit dem läuft Ubuntu auf meinem Rechner und ich habe es bisher nicht bereut. Es gibt so viele Kleinigkeiten, die unter Linux einfach spitze sind und die man bei Windows vergeblich sucht. Besonders Support bei Problemen. Um nur ein kleines Beispiel zu nennen: die native Unterstützung für RAW Fotos. Schon mal versucht unter Windows "mal eben" ein Bild zu verkleinern? Wenns geht bitte direkt im Explorer? Es gibt massig Beispiele, aber ich empfehle jedem selbst die Vorteile herauszufinden. Wie der Titel schon sagt, gibts natürlich nicht nur Positives. Was mich stört, ist zum Beispiel gewisse Strukturen zu erkennen bzw. eine klare Linie. Das mag daran liegen das jeder mitarbeiten kann? Die Community ist sehr groß und sehr unübersichtlich und man verliert leicht den Durchblick, vor allem dann wenn man nicht sehr Computer versiert ist. Von diesen Dingen mal abgesehen fehlt mir: Ein guter Videoeditor! Es gibt zwar einige, doch vernünftig finde ich keinen davon! Oft fällt das Argument "mit Linux kann man nich zocken..." - Blödsinn! Es mag nicht DAS Spiele OS sein, aber im Prinzip kann man (manchmal mit kleinen Abstrichen) fast alles Spielen. Ich spiele gelegentlich mal und kann bisher nicht meckern. Jedes Spiel das ich spielen wollte lief! In meinen Augen ist Linux das perfekte Betriebsystem zum surfen im Web und fürs Büro und mit Sicherheit eine Alternative zum Microsofts neustem Streich. Schon allein wenn man bedenkt, das ALLES kostenlos ist! Ach ja, schonmal unter Windows Musik gehört, Video kodiert und gleichzeitig im Web gesurft? Selbst bei voller CPU Last ruckelt unter Linux der Sound nicht und auch das Surfen läuft mit dem gleichen Speed wie bei unbelasteter CPU! Genug der Worte, versucht es selbst:

Montag, September 1 2008

Asus A8JP ein Linuxnotebook!

Es ist zwar nun schon einige Zeit her, aber trotzdem möchte ich von meinen Erfahrungen mit Linux, bzw. Ubuntu und meinem Asus A8JP berichten und so vielleicht auch andere für das offene Betriebssystem begeistern? Als ich das Notebook vor gut einem Jahr kaufte, war Windows XP Professional vorinstalliert, dass ich auch einige Zeit nutzte, weil ich befürchtete, dass Stromsparen, Spielen und Linux unterschiedliche paar Schuhe sind. Aber weit gefehlt! Dazu später mehr. Die Ausstattung des A8JP ist sehr gut: CPU: Intel Core 2 Duo T7200 mit 2x 2Ghz Ram: 1GB HDD: 120 GB Grafik: ATI Radeon Mobility X1700 mit 265MB eigenem Speicher TFT: 14" Hochglanz Wlan, Bluetooth, Webcam Da ich ein Notebook gesucht hatte, das zum Spielen und zum Office Betrieb taugen sollte, stiess ich auf das A8JP. In einigen Tests wurde ein lauter Lüfter erwähnt, der Dauerhaft laufen sollte und ausserdem eine mieserable Kühlung. Dem muss ich widersprechen! Meine CPU hat im ruhenden Desktop knappe 40°C, was für eine Doppelkern CPU nun wirklich nicht viel ist. Unter Volllast kommt die CPU auch nicht über die 70-75°C. Um auf den Lüfter zu sprechen zu kommen, der stört nicht, mich zumindest. Aber ich bin Lüftertechnisch auch nicht empfindlich. Der A8 bietet so ziemlich alles was man braucht und war auch deshalb ein Grund mir das Gerät zuzulegen, sprich: Firewire, IrDa, DVI, Optical Audio Out, Bluetooth und so weiter und sofort. Irgendwann war es nun soweit, dass ich die Ubuntu CD, damals Feisty, in den Laptop schob um mir den Stand der Dinge anzusehen, welche Probleme mit unerkannter Hardware und nicht funktionierenden WLAN Karten auf mich zu kommen würden. Doch die Probleme blieben aus. So sehr ich auch versuchte nach Dingen zu suchen, die nicht klappten, fand ich nichts. Selbst Standby, sprich Suspend to Ram und Suspend to Disk funktionierten einwandfrei und selbst die Webcam war funktionstüchtig. Dies bestätige mein Vorhaben das Gerät mit einem Vernünftigem System auszusattten. Gesagt, getan. Seit diesem Tag residiert nun Ubuntu auf meinem Notebook und ich bin damit sehr zufrieden! Das einzige Manko ist das Tunen von Einstellungen um den Energieverbrauch so zu reduzieren, wie es sich für ein Notebook gehört, denn das funktioniert leider nicht so gut, bzw. (noch) nicht so effektiv wie unter Windows. Allerdings kann ich die 3-4 Watt Mehrverbrauch locker verschmerzen. Mit allen Tunings und Einstellungen verbraucht das Notebook mit Ubuntu bei ruhendem Desktop (und aktiviertem 3D Desktop!) laut GnomePowerManager zwischen 15 und 18 Watt. Relativ ok. Mit Kernel Hacking und Co kann man sicherlich noch das ein oder andere Watt irgendwo herauskitzel, doch diesen Aufwand ist es mir persönlich nicht wert. Ein weiteres Manko, unabhängig vom Betriebssystem ist sicherlich der Akku. Bei Kauf des Notebooks erreichte ich eine Akkulaufzeit von knapp 3Stunden mit sämtlichen aktivierten Stromsparmechanismen und unter Windows. Mittlerweile reicht eine Akkuladung nur noch für knapp 2 Std. Recht schlecht. Allerdings muss man hier auch bedenken, dass ein Core 2 Duo und eine 3D Grafikkarte nicht in ein Notebook gehören mit dem man lange Akkulaufzeiten erreichen will. Da mir das aber vorher schon bewusst war kann ich gut damit leben. Die 2 Kerne der CPU liefern sehr gute Arbeit, besonders im Bereich Videokodierung oder bei der Bildbearbeitung. Abschließend kann man sagen, dass das A8JP ein von Ubuntu perfekt unterstütztes Gerät ist und ich kann jedem die Installation nur empfehlen! Allerdings gibts auch nicht erfreuliche Dinge, die allerdings in einem anderen Artikel.