iRobot Roomba 780 Staubsaugroboter - Ein Zwischenfazit Nachdem ich den Roomba nun schon einige Zeit besitze, möchte ich doch nochmal kurz resümieren. Anfangs war ich doch etwas skeptisch als er regelmäßig vor Schränke, Tische und Stühle "donnerte" und auf diese Weise selbstständig durch den Raum navigierte. Keines der Möbel hat bisher dadurch irgendeinen Schaden oder auch nur ein Macke davongetragen und ich gehe davon aus, dass auch keiner mehr auftritt. Zugegeben irgendwie hatte ich etwas mehr Intelligenz erwartet aber trotzdem erstaunten mich diverse Dinge, wie das präzise parallele Abfahren von Kanten und Wänden und die automatische Erkennung von Tischbeinen und runden Objekten. Zunächst aber zur   Reinigungsleistung Mittlerweile möchte ich "Robi" nicht mehr missen, denn bei seinen Fahrten durch die Wohnung sammelt er solch enorme Mengen an Staub auf, dass man glauben könnte es würde nie gereinigt und man sich wirklich fragt, wo lag dieser ganze Staub. Alleine diese Tatsache qualifiziert ihn in meinen Augen schon als vernünftiges Haushaltsgerät. Wenn man dann noch in Betracht zieht, dass er auch an Stellen reinigen kann, die mit dem normalen Staubsauger nur schwer oder gar nicht zu erreichen sind (z.B. unter dem Bett) wird der Mehrwert deutlich. Der Roomba ersetzt sicherlich keinen herkömmlichen Staubsauger, erspart aber in jedem Fall das ständige Staubsaugen und reduziert die Anzahl der normalen Saugvorgänge auf ein Minimum. Eigentlich muss nur in Ecken oder an Übergängen oder überstehenden Kanten, die der Roomba nicht erreichen kann, ab und an nachgesaugt werden. Die Reinigungsleistung ist in Summe wirklich einwandfrei und alle (von ihm erreichbaren) Stellen sind sauber. Lediglich um die Dockingstation und um Lighthouses herum wird (aus technischen Gründen?) nicht gesaugt.   Reinigung des Roboters Ich reinige den Roomba eigentlich wöchtentlich, jeweils mit dem dem leeren des Staubbehälters. Die Reinigung ist schnell und einfach erledigt und auch die mitgelieferten Werkzeuge erweisen sich als n¸tzlich. Ich nehme zusätzlich noch immer eine kleine Nagelschere um die eingedrehten Haare an den Rändern der Bürsten zu entfernen. Die Gummib¸ste lässt sich auch problemlos unter warmem Wasser abspülen, für den Rest eignet sich ein feuchter Lappen. Als sehr nützlich hat sich für mich der Einsatz von Druckluft (Luftsprühdose, Kompressor oder Luftpumpe) herausgestellt, da sich doch überall in Ritzen und Öffnungen noch Staub festsetzt der so schnell und einfach entfernt werden kann.   Navigation, Multiroom-Cleaning und Docking Ein kleines Manko und eigentlich das einzig Negative ist die Navigation oder zumindest Teile davon. Während der Roomba in manchen Situationen scheinbar intelligent handelt (z.B. Reduktion der Geschwindigkeit vor Hindernissen), knallt er nur wenige Augenblicke später mit voller Fahrt von genau dieses Hindernis, welches er vorher erkannte. Dies hat natürlich keine Auswirkung auf die Reinigung, lässt aber schon an der Programmierung zweifeln. Weiterhin scheint der Roomba manchmal starke Orientierungsschwierigkeiten zu haben und versucht fröhlich mehrfach durch ein offensichtliches Hindernis zu fahren. Besonders im Zusammenhang mit Lighthouses gibts offenbar auch einige Probleme, was sich durch mehrfaches Drehen um die eigene Achse äussert, als versuche der Roboter Dock oder Lighthouse zu orten. Dies hat zwar keinerlei Auswirkung auf Reinigung o.ä., macht aber einen komischen Eindruck. Weiterhin erscheint mir manchmal der Wechsel in einen anderen Raum sehr holperig. Obwohl er offensichtlich komplett gereinigt ist, überfährt der Roomba die virtuelle Schranke erst sehr spät. Dieses Phänomen tritt ab und an auch bei der Rückkehr zum Dock nach der Reinigung auf. Die Schranke wird nicht überfahren, obwohl der aktuelle Raum zum einen bereits gereinigt ist und zu anderen nur noch der Rückweg zu meistern wäre... Vielleicht liegt das aber auch an meiner Lighthouse Positionierung? Ansonsten funktioniert die Mehrraumreinigung aber gut und zuverlässig. Zu beachten ist nur, dass eine gewisse Roboterfreundlichkeit der Räume gewährleistet ist, denn ansonsten kann es vorkommen dass der Roboter sich fest fährt oder auch selbst einsperrt und bis zum Akkuende vergeblich versucht zu entkommen. Heizungen, Hänge WCs oder auch Vorhänge sind da sehr gefährlich ;). Wie auch bei allem anderen treten neben dem an sich sehr akuraten Dockingvorgang ab und an kleinere Probleme beim Befahren des Docks auf, wobei der Roboter das Dock auch schonmal selbsttätig verschiebt. Dies könnte in meinem Fall aber auch an der recht unoptimalen Position des Docks in einer Ecke liegen.   Fazit Alles in allem war und ist der Roomba 780 eine absolut empfehlenswerte Anschaffung insbesondere für Menschen mit hohem Sauberkeitsbedürfnis und staubfangenden Hartböden wie Laminat, Fliesen oder ähnliches. Der hohe Preis schreckt zwar zunächst ab, stellt man dem aber die Zeitersparnis und Bequemlichkeit gegenüber relativiert sich dieser.