Smart Home

Primäre Fragestellung: WAS möchte ich tun? In der Regel sind die Anforderungen an ein Smarthome System relativ homogen:

  • Steuerung Licht
  • Steuerung Heizung
  • Steuerung Rolläden
  • Integration von Sicherheitskomponenten (z.B. Rauchmelder, Kameras)

Hier setzen viele konventionelle Systeme an. Ziemlich jeder Anbieter hat entsprechende Komponenten im Portfolio und das System funktioniert in der Regel gut. Die Steuerung erfolgt per App und auf Basis von (selbst) festgelegten Regeln und erlaubt auch eine Steuerung von unterwegs. Eigentlich gut sollte man meinen, aber möchte man Smart Home richtig betreiben, stößt man hier schnell an seine Grenzen. Meistens lassen sich keine oder nur begrenzt Geräte, Sensoren oder Aktoren von Drittanbietern integrieren und aufgrund dieser Problematik hat man dann auch kein "Smart Home", sondern einfach seine Lichtschalter in eine App verbannt.

Daher brauche ich eine Lösung, welche die folgenden Punkte abbilden kann:

  • Alles was einen Stecker hat soll (zumindest in der Theorie) steuerbar bzw. ins Smarthome integriert sein.
  • Das System soll (in einem bestimmten Rahmen) selbstständig agieren und reagieren und möglichst wenig eigene Interaktion erfordern.
  • Das System soll einfach und modular aufgebaut sein und zukünftig weitere Hardware integrieren können.
  • Das System soll einfach zu programmieren sein und jederzeit änderbar.

Dies sind nur wenig Systeme zu leisten in der Lage und diese stammen in der Regel aus der OpenSource Community. Die bekanntesten Vertreter sind hier:

  • OpenHAB
  • FHEM
  • HomeAssistant/Hassio

Aufgrund der aktiven Community gibt es für diese Systeme hunderte von Plugins, welche die Integration von Geräten in das System ermöglichen. Und dies kostenlos! Ganz ohne konventionelle Smarthome Systeme kommt man jedoch nicht aus, denn Hardware gibt es nicht! Empfehlenswert ist hier bestimmte Systeme für bestimmte Szenarien einzusetzen und über z.B. OpenHAB zu vereinen, z.B. Philips Hue für die Beleuchtung und Z-Wave für Rollos, WiFi und MQTT für Sensoren. Dies hat den Vorteil, dass bei Ausfall eines Systems (z.B. Insolvenz einer Herstellers) nur ein Teil der Hardware getauscht werden muss. Auch unter Sicherheitsaspekten macht dies Sinn, denn sollte eines der eingesetzten Systeme kompromittiert werden, ist nicht sofort das gesamte Haus betroffen und der Durchgriff der Hacker auf andere Komponenten vielleicht nicht möglich oder wird zumindest erschwert.

Ich setze OpenHAB in Kombination mit MQTT und Node-Red als Rule-Engine ein. Ein paar Tipps und Kniffe hierzu finden sich in der Kategorie "Smarthome"

Veröffentlicht am Dienstag, Januar 1 2019 von Malte