Dienstag, Juni 21 2016

Virtual Pinball Cabinet - Part1

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Nachdem ich mir einige Inspirationen im Netz bei diversen Tutorials, Youtube Videos und Baublogs geholt hatte, konnte es eigentlich losgehen. Den Startschuss gab dann ein Angebot beim Mediamarkt aufgrund dessen ich mir einen neuen Fernseher zulegte und den altendamit quasi übrig hatte. Dieser 40" Fernseher sollte also nun mein Spielfeldmonitor werden. Gesagt, getan, doch zunächst musste der PC eingerichtet und die entsprechende Software installiert werden.

Doch das ist gar nicht so einfach zu durchblicken, denn es gibt diverse Flippersoftware bzw. Emulatoren, die allesamt verschieden konfiguriert und installiert werden müssen und z.T. auch noch aufeinander aufbauen. Für einen ersten Test nutzte ich die Software Future Pinball. Diese ist recht einfach zu installieren und bedarf so gut wie keiner Konfiguration, die Plug n Play Variante eben. Der größte Nachteil dabei ist jedoch, dass bei Future Pinball meist nicht die originalen ROMs, sprich die Software zum Tragen kommt, die in einem echten Flipper bestimmen, was bei welcher Aktion auf dem Spielfeld passiert (Punkte, Multiplikator, Bonus, Lampen etc.). Um diese echte Software zu nutzen, benötigt man eine andere Simulationssoftware: Visual Pinball (VP) und PinMAME. Visual Pinball simuliert dabei den gesamten Flippertisch, mit Kugel und allen Tischelementen wie Zielen, Bumpern, Slingshots usw.. PinMAME gibt sämtliche Aktionen von VP an das ROM, quasi die Intelligenz des Tisches weiter und berechnet Punkte, Aktionen, speichert Betriebsdaten, Highscores usw.. Dadurch, dass die originalen ROMs, also die original Software der echten Flipper verwendet wird, verhalten sich die virtuellen Tische 1:1 genau (zumindest softwareseitig) wie ihre physischen Vorbilder.


Dem jedoch noch nicht genug. Um das ganze noch komplizierter zu machen, gibt es noch weitere Software, die neben Visual Pinball bzw. aus VP heraus gestartet wird (bzw. werden kann) und weitere Funktionalitäten bereitstellt; der so genannte Backglass Server. Dieser hat unter anderem die Aufgabe animierte Hintergründe des jeweiligen Flippers anzuzeigen. Neben der bloßen Anzeige von Hintergrundbildern, kann der Backglass Server auch noch weitere Plugins ausführen wie z.B. das DirectOutputFramework (DOF), welches für die Ansteuerung von Lampen/LEDs, Motoren, Spulen (Solenoids) oder Schützen etc. verwendet wird. So können dann z.B. Spulen aktiviert werden, wenn die Kugel auf einen Bumper, Slingshot oder ähnliches trifft um den Realitätsgrad zu erhöhen und physisches Feedback zu den Aktionen auf dem virtuellen Tisch zu bekommen.


Neben Future Pinball und Visual Pinball gibt es z.B. noch PinballFX2, welches über Steam bezogen werden kann. Dies stellt noch einige nette weitere Tische zur Verfügung und bedarf keiner weiteren komplizierten Konfiguration.


Damit nun nicht immer jeder Tisch kompliziert über die jeweilige Software gestartet werden muss, gibt es zwei Softwarealternativen, die eine einfach Tischauswahl auch über die unterschiedlichen Plattformen ermöglichen - PinballX und Hyperpin.

Da das ganze, wie schon angedeutet nicht ganz trivial ist, verweise ich für detaillierte Anleitungen hier mal auf die entsprechenden Tutorials bzw. Foren.




Softwareübersicht

-Pinball X / Hyperpin (starten)
    -Future Pinball
    -PinballFX2
    -Visual Pinball  - PinMAME
         -Backglass Server (B2S)
              -Direct Output Framework


Links:

http://www.pinballx.com/

http://www.hyperspin-fe.com/

http://www.futurepinball.com/

http://store.steampowered.com/app/226980/?l=german

http://www.vpforums.org/

https://directoutput.github.io/DirectOutput/